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Smart Home + Sprachassistenten bleiben ein ungebremster Trend – Mein Fazit zur IFA 2018

BowersHallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

dieses Jahr war es meine erste IFA als akkreditiertes Pressemitglied; es war sehr anstrengend, ich musste viel Lehrgeld bezahlen und es hat trotzdem Spass gemacht. Mit einem kleinen Abstand will ich nun einmal meine gesammelten Erkenntnisse und Eindrücke in einem Fazit zusammenfassen. Dabei habe ich längst nicht alles gesehen, was man sich anschauen konnte. Speziell den Bereich Weiße Ware habe ich komplett außen vorgelassen obwohl dieser Bereich gerade einen ungeahnten Schub mit dem Thema Vernetzung erfährt.

Dabei stellt sich uns nicht mehr die Frage ob Geräte miteinander vernetzt werden oder nicht, sondern wie wir in Zukunft diese Geräte bedienen werden. Dabei geht der Trend ganz klar weg von der analogen Bedienung via Knöpfe, Hebel usw. hin in Richtung Sprachbedienung.

Dabei hat Google dieses Jahr auf der IFA den Google Assistant extrem aggressiv platziert und vermarktet. Nahezu alle neuen Produkte auf der diesjährigen IFA haben den Google Assistant implementiert bekommen, von Kühlschränken über Fernseher bis hin zu Soundanlagen. Man will hier anscheinend das Feld nicht uneingeschränkt Amazon Alexa überlassen. Das ist ein mehr als gefährlicher Trend für Apple. War es vor zwei, drei Jahren den Herstellern noch wichtig, mit der HomeKit-Integration zu werben, so fiel auf, dass immer mehr Hersteller auf die aufwendige und zumeist teure HomeKit-Zertifzierung verzichten. Das könnte insofern ein Problem darstellen, als dass Apple als eigentlicher Wegbereiter von Sprachsteuerung und Smart Home im Massenmarkt den Anschluss zu verlieren droht. Dabei braucht Apple zwingend ein weiteres profitables Standbein neben dem iPhone, denn keiner weiß wie lange der iPhone-Hype und die damit erwirtschafteten Gewinne weitergehen. Schließlich stagnierten die absoluten Absatzzahlen zuletzt.

Man konnte zwar signifikant im Bereich Service (App Store, iCloud, iTunes, Apple Music und Co) hinzugewinnen, doch Apple setzt dafür die gekaufte Hardware als Basis, also Fundament sozusagen, voraus.

Zusätzlich lässt sich zusammenfassend sagen, dass immer mehr „Spieler“ das Segment von Smart Home betreten und dabei sind keinesfalls kleinere Firmen wie Artwizz im internationalen Vergleich gemeint, sondern richtige Global Player wie beispielsweise Lenovo.

Die präsentierten nämlich unter der Linie „Smart Home Essentials“ eine smarte Steckdose, eine Überwachungskamera mit 1080p und eine smarte Glühbirne.

Die Kamera bekommt ein eingebautes Mikrofon und eine sogenannte Nachtsichtfunktion und kann auf Nutzerwunsch automatisch erkennen, wenn sich was in ihrem Aufnahmefeld bewegt.

Die Glühbirne stellt die Farbe Weiß in unterschiedlichen Farbtemperaturen in einer Skala von 2700 bis 6000K dar.

Alle drei Geräte sind via Amazon Alexa oder Google Assistant Sprach-kompatibel und haben als eine der wenigen IFA-Neuheiten auch noch eine HomeKit-Zertifizierung erhalten.

Das dies dabei keine Regel ist, zeigt unter anderem Artwizz mit ihrem SmartPlug und SmartPlug Pro. 2004 als Firma für iPod-Zubehör gegründet, verzichtet man nämlich auf die HomeKit-Zertifdzierung und emanzipiert sich zumindest auf diesem Gebiet doch deutlich von Apple. Und genau so verfahren eine Menge andere Hersteller wie Gigaset, die Telekom usw.

Zusätzlich haben wir auch einige Produkte gesehen, welche schon im Vorjahr präsentiert worden aber erst 2018 marktreif geworden sind.

Da ist auf jedenfalls Eve mit seinem neuen Fenstersensor Eve Window Guard zu nennen. Der war nämlich schon letztes Jahr eines DER Higlights und unterscheidet sich durchaus fundamental von anderen vergleichbaren Sensoren.

Denn der Eve Window Guard kann weitaus mehr, als das simple Erkennen von „Geschlossen“ und „Offen“.

Der Sensor ist in der Lage zu erkennen, ob das Fenster nur gekippt oder der Fensterflügel geöffnet wurde. Außerdem kann er Einbruchsversuche erkennen, da er die Erschütterungen der Scheibe erkennt.

Ein weiterer Trend stellt das Anbieten von zusätzlichen Dienstleistungen im Bereich Smart Home da. Hier in Deutschland darf man getrost die Telekom als Vorreiter nennen, bieten sich doch Ihr Magenta Smart Home seit Start nur als kostenpflichtigen Dienst an. Dann bekommt der Kunde zusätzliche Komfortfunktionen wie das Abspielen einer sogenannten Anwesenheitsroutine oder einer Alarmroutine.

Einen gänzlich anderen Weg geht beispielsweise die Plattform Conradconnected, die die Smart Home Komponenten über eine Cloud und ein entsprechendes Web-Interface zusammenführt. Den wie allen Anbietern von Smart Home Produkten stellt sich nämlich die Nachfrage der nachhaltigen bzw. wiederkehrenden Erlöse. Denn die Anbieter erzielen nämlich aktuell nur den Einmalerlös beim Verkauf des entsprechenden Produktes und müssen aber auf der anderen Seite die komplette Infrastruktur einer App und Server am Laufen halten, was monatliche Kosten impliziert.

Aus diesem Grund suchen die Anbieter nach Lösungen um dauerhafte Einnahmen gewährleisten zu können. Dabei ist das Cloud-Modell recht beliebt, erlaubt es nämlich noch die Integration von zusätzlichen Partnern wie Versicherungen beispielsweise, welche für sich ebenfalls neue Absatzwege erschließen müssen.

>Für meine Begriffe steht der Ansatz eine cloudbasierten Interfaces diametral zum Nutzen von Smart Home. Der Kunde will sein Zuhause durch Smart Home intelligenter,, individueller, effizienter und selbstbestimmter machen. Über allem aber steht der Aspekt der Sicherheit; wenn ich aber meine Smart Home Daten über die Cloud mit einem Anbieter teilen „muss“ und zusätzlich eine personenbezogene Analyse meiner Daten zulasse, ist für mich der Aspekt der Sicherheit und Selbstbestimmtheit ad absurdum geführt.

Vereinfacht gesagt; wieso soll ich einen kostenpflichtigen Dienst, welcher über eine Internetanbindung deutlich angreifbarer als ein stationäres System ist, einsetzen und keine kostenfreie Plattform wie beispielsweise HomeKit nutzen; die zudem durch die hardware-basierte Verschlüsselung unter Sicherheitsexperten einen guten Ruf genießt?

Dabei will ich die Aussage „Ich habe ja nichts zu verbergen“ keinesfalls gelten lassen – Oder habt Ihr alle an Eurer Haustür nur einen Stoffvorhang hängen und keine Tür die abgeschlossen wird?!

Über die zahlreichen Auswertungsmöglichkeiten in einem cloudbasierten System zu euren Ungunsten will ich gar nicht erst zu sprechen kommen.

Das Thema Sprachassistenen habe ich ja schon in der Einleitung kurz aufgegriffen. Neben der Telekom als neuen Mitspieler ist eine Implementierung von Sprachassistenten in nahezu jedes Gerät zu beobachten. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Kühlschrank, einen Herd, einen Fernseher oder aber um Soundsysteme handelt. Amazon Alexa und der Google Assistant sind omnipräsent. Das bedeutet, dass alle diese Geräte mindestens ein Mikrofon verbaut haben werden, was eine völlige Disruption am Markt in puncto Datenschutz bedeutet.

Dabei finde ich es fatal, dass man auf die Selbstkontrolle der Hersteller setzt bzw. auf die Regulierung des Marktes getreu dem Motto „Wenn Hersteller X meine Daten missbraucht hat, gehe ich eben zu Hersteller Y“.

Erstens funktioniert die Reglementierung über den Markt selbst nicht ob der erdrückenden Marktposition von Amazon Alexa und dem Google Assistant. Der Kunde hat nämlich wenig bis gar keine funktionierende und breitaufgestellte Alternative. Google selbst erfährt das nämlich gerade in seinem Suchmaschinengeschäft. Immer mehr Kunden googlen das Produkt nämlich nicht mehr, sondern rufen direkt Amazon auf und lesen sich dort die Produktrezensionen durch, was somit mittel- und langfristig zu sinkenden Werbeeinnahmen Google´s führt.

Zweitens nehmen die Firmen es aus genau diesem Grund nicht so wirklich ernst mit der Transparenz der ihnen anvertrauten Daten oder den Möglichkeiten bestimmte Funktionen auszuklammern. Exemplarisch steht für mich dabei die Funktion, über Amazon Alexa seine Kontakte anzurufen. Diese Funktion lässt sich wunderbar über die Alexa-App aktivieren jedoch findet man dort keine Möglichkeit der Deaktivierung! Dafür muss man sich nämlich telefonisch an den Kundensupport wenden; soviel also zum Thema der freiwilligen Selbstkontrolle!!

Bisher kann man nur bei Apple mit wenigen, auch für den Laien verständlich, Mausklicks seine personenbezogenen, gespeicherten Daten herunterladen. Allerdings ist das Auswerten von Daten auch nicht das primäre Geschäftsmodell im Gegensatz von Amazon und Google. Die beiden Konzerne haben also ein recht geringes Interesse daran, ihren Kunden möglichst transparent aufzuzeigen welche sensiblen Kundendaten wie wo gespeichert und verwertet werden bzw. wie man einen Einblick darüber erhält oder wie Diese gelöscht werden können.

Alleine aus diesen Gründen ist es für mich eigentlich von elementarer Bedeutung, dass Regierungen klare und einheitliche Leitplanken für diesen Bereich formulieren. Denn Eines ist eindeutig klar geworden und unumkehrbar – die Bedienung via Sprache ist für den Kunden von elementarer Bedeutung; und zur Betrachtung davon müssen wir uns aus dem deutschen Markt etwas herauslösen. Das haben die Hersteller erkannt und bieten eben diese gewünschte Funktion an. Ob die Bedienung via Sprache in jedem einzelnen Gerät sinnvoll ist, wird sich zeigen.

In Kombination dessen wird ebenfalls die Vernetzung der einzelnen Devices immer weiter zunehmen, die in meinen Augen jedem Einzelnen auch einen echten Mehrwert bieten kann. Dabei werden wir in Zukunft auch Geräte und Devices einbinden, die wir uns heute noch nicht vorstellen können. Das geht rein über das Smartphone und ein paar Philips Hue Lampen hinaus. In Zukunft werden auch mehr Güter und Dienstleistungen des öffentlichen Lebens eine Vernetzung in das Leben eines Jeden einzelnen bekommen. Das kann ein intelligenter Stromzähler zur besseren Lastverteilung des Versorgernetzes sein oder ein intelligenter Wasserhahn, welcher nicht nur die Abgabemenge sondern auch die Wasserqualität erfasst um den Wasserwerken als schneller und unabhängiger Indikator zu dienen. Auch das Auto wird eine wesentlich größere Vernetzung erfahren als bisher. Mit dessen Hilfe lassen sich nicht nur Daten für den Verkehrsfluss erfassen sondern sie können auch Auskunft über sich bewegende Menschenmassen, Luftqualität und Vieles mehr geben.

Im Zuge dessen wird allerdings der gesamte Datenverkehr weltweit um ein Vielfaches zunehmen und da gab es nun auch erstmals deutlich tiefergehende EInblicke in mögliche Nutzerszenarien mit dem neuen Mobilfunkstandard der fünften Generation; auch 5G genannt. Neben den deutlich höheren Datenmengen, es können bis zu 10x soviele Daten wie über den aktuellen Standard LTE verschickt werden, spielen eine geringere Latenzzeit und höhere Bandbreiten eine wichtige Rolle. Im Zuge dessen ist es für die Mobilfunkanbieter von zentraler Bedeutung, dass Sie selbst von dem digitalen Wandel durch Bündelung verschiedener Dienste profitieren. Dazu müssen Sie, wie die Telekom, auch eigene Angebote platzieren. Sonst werden sie recht schnell zum reinen Dienstleister profitiert und dürfen maximal die Datenautobahn bereitstellen.

Kommen wir noch einmal zurück zur IFA und da gab es neben Produktinnovationen noch ein paar spannende Produktentwicklungen. Denn Nanoleaf hat für sein Aurora-System die nächste Stufe gezündet und erweitert dieses System um neue quadratische Kacheln. Neu ist dabei, dass diese auch eine Touch-Empfindlichkeit haben und somit über Berührung zumindest die Lichtintensität gesteuert werden kann.

Auch der Platzhirsch Philips Hue, die Firma dahinter heißt Signify, hat sein Porfolio erweitert. Dabei gibt es neue Produktlinien für neue Räume und neue Produkte.

Philips Hue Adore steht dabei für die Badezimmer-Leuchten die verschiedene Badezimmerspiegel bereitstellt. Beim Anblick von Philips Hue Aurelle habe ich direkt an IKEA und die Trådfri gedacht denn das sind die neuen LED-Panelle von Philips Hue.

Deutlich interessanter dürften da die neuen Hue Play und Hue Signe werden. Die Hue Play ist eine kleine Leuchte mit, die sich hinlegen oder aufstellen lässt. Sie soll vorrangig am Schreibtisch oder beim Fernseher zum EInsatz kommen. Der UVP liegt bei 129,00€; man bekommt allerdings gleich zwei dieser Hue Play.

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Die Hue Signe ist eine Standleuchte zur Dekoration und kommt in zwei verschiedenen Größen auf den Markt. Die kleinere davon ist als Tischleuchte gedacht und liegt bei 170,00€ während die größere Leuchte als Standleuchte für 270,00€ erhältlich ist

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Zusätzlich bietet man eine ganze Armada von neuen Schaltern für den Einbau an und arbeitet da auch mit verschiedensten Herstellern zusammen.

Passend zu den neuen Hue Leuchten gab es von TP-Vision, welche die Philips-Fernseher nun produzieren, auch neue Flaggschiff-Modelle mit Ambilight zu sehen. Die beiden neuen Modelle hören auf die Namen OLED803 und OLED903 und haben nun die gängigen Empfangsteile Kabel, Satellit und Antenne in zweifacher Ausführung spendiert bekommen. Die bisherigen OLED-Modelle hatten das nur als einfache Ausführung.

Beide Modelle warten mit einem „State-of-the-Art“ OLED-Panel aus und setzten zur Bildberechnung den eigenen P5-Prozessor ein. Dadurch soll es ein noch klareres und kontrastreicheres Bild geben, während die Blureffekte auf ein Minimum reduziert werden. Beide Modelle, die es als 55″- und als 65″-Modelle gibt, warten zudem mit HDR und dem neuen HDR10+ auf; ein Standard welcher von Panasonic und Samsung in Kopperation mit Filmstudios entwickelt wurde. Selbstverständlich sind das Smart-TV die auf Android setzen und dabei zum Verkaufsstart direkt mit dem aktuellen Android 8 Oreo ausgeliefert werden sollen.

Der gravierende Unterschied zwischen dem OLED803 und dem OLED903 ist die integrierte Soundbar von Bowers & Wilkins im OLED903 welche für eine deutlich verbesserte Audiowiedergabe sorgt. Dabei gefiel mir beim ersten test die Mitten und Höhen wirklich gut. Die waren knackig on point ohne zu scharf zu sein. Bass gab es leider nicht wirklich, was aber physikalisch durch die Bauweise bedingt ist. Warum man dann deshalb auf einen Subwoofer-Anschluss verzichtet, entzieht sich meiner Kenntnis.

Zum Abschluss komme ich noch einmal zu Sony und einem interessanten Produkt, welches meiner Meinung nach noch zu speziell ist. Die Japaner stellten nämlich eine neue Smartwatch vor. Dabei ist diese Smartwatch nicht einfach nur eine neue Watch, wie die Samsung Gear usw. sondern geht über das integrierte E-ink Display im eigentlichen Armband einen Schritt weiter. Das Display auf dem Arband ermöglicht damit ein ständig wechselndes Design und wird deshalb auch klar als Fashion-Accessiore vermarktet.

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Das war meine erste IFA als akkrediertes Pressemitglied und es war ein richtig spannendes Erlebnis. Ich durfte neue Leute kennenlernen, habe mich als richtiger Blogger gefühlt und gleichzeitig war es anstrengend. Da war der kostenfreie Espresso in der Presslounge genau das Richtige für mich.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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