Apple Maps soll ab 2023 mit Werbeanzeigen zugemüllt werden

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Einer der größten Vorteile des Öko-System von Apple war bisher, dass im Gegensatz zu Android Werbung nur sehr spärlich vertreten war. Doch Tim Cook baut Apple spätestens seit 2014 zu einem Dienstleistungskonzern um und schreckt auch vor unpopulären Maßnahmen nicht mehr zurück – konkret ist Werbung gemeint.

Auch Apple Maps soll Werbeanzeigen bekommen

Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass Apple in seinem iOS App Store vermehrt Werbeanzeigen schalten will. Darüber habe ich hier berichtet. Ähnliche Pläne verfolgt der iPhone-Hersteller für seine hauseigene Navigationslösung Apple Maps. In unserem Italienurlaub habe ich eigentlich nur die Navigation von Apple eingesetzt und ich war endlich einmal zufrieden. Apple ging in den letzten Jahren die richtigen Schritte. Doch nun will man augenscheinlich alles einreißen, wie Mark Gurman in seinem neuen „Power On“-Newsletter berichtet. Ihm zufolge arbeitet Apple daran, bezahlte Suchergebnisse einzupflegen. Gibt man in das Suchfeld „Pizza“ ein, soll zunächst ein Lieferdienst angezeigt werden, anstatt entsprechende Pizzerien in der Nähe.

Doppelmoral

Besonders interessant an dieser Meldung ist übrigens, dass Apple vor nicht allzu langer Zeit extrem Stimmung gegen exakt dieses Verhalten von Google machte. Doch anscheinend sind die Einnahmen aus diesem Geschäftsfeld zu verlockend, als dass Cupertino darauf verzichten will. Apple hat den Vorteil, in den eigenen Apps genau jene zielgerichtete Werbung anbieten zu können, die durch die Anti-Tracking-Einstellungen für andere Anbieter meist verhindert wird. Dabei kommt zur Anwendung, was Apple „Informationen für zielgerichtete Werbung“ nennt. Und genau dieser letzte Satz dürfte wohl auch bei Einführung die Kartell- und Wettbewerbsbehörden auf den Plan rufen

Apple umgeht seine eigenen Vorschriften

Selbst wenn man die in den Einstellungen „Datenschutz“ auf Apple-Geräten standardmäßig aktivierte Option „Personalisierte Werbung“ ausschaltet, kann Apple noch folgende Informationen für die bestmögliche Individualisierung nutzen:

  • Suchanfragen
  • angezeigte Seite
  • geladene Apps
  • Tastatursprache (um die Werbung in der richtigen Sprache anzuzeigen)
  • verwendetes Gerät
  • iOS-Version
  • Mobilfunkanbieter
  • Genutzte Internetverbindung (WLAN oder Mobilfunkanbieter)

Wer den Haken im Reiter „Personalisierte Werbung“ aktiviert lässt, übermittelt Apple zudem persönliche Informationen wie das Geburtsjahr, das Geschlecht und den Wohnort – passt nicht so recht zu dem Anspruch, denn sich Apple bei diesem Thema gerne selbst verpasst.

Was sagt Ihr dazu? Wie findet Ihr die Fokussierung von Apple auf Werbung? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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