Warum das erste iPhone kein Copy & Paste unterstützte

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Schaut man sich heute die letzten Präsentationen von iOS an, quillt das Betriebssystem für das iPhone vor Funktionen fast über. Alleine iOS 14 bot über 500 neue Funktionen an. Da vergisst man gerne einmal, dass das allererste iPhone eine so rudimentäre Funktion wie copy & paste gar nicht unterstützte. Nun gibt es ein paar Details zu dieser kuriosen Entscheidung

Das erste iPhone kam vor 15 Jahren auf den Markt

Es hat sich verändert: Das erste iPhone kam 2007, also vor anderthalb Dekaden, auf den Markt und bot ein aus heutiger Sicht geradezu lächerlich kleinen Bildschirm mit 3,5″ an. Heute hat das iPhone 13 Pro Max“ eine Bildschirmgröße von 6,7″ und beherrscht zudem ProMotion, also eine Bildwiederholrate von 120 Hz. Und obwohl schon das allererste iPhone mehr als doppelt so viel Rechenleistung wie alle Prozessoren der ersten bemannten Raumfahrt bot, ist der aktuelle A15 Bionic in gänzlich anderen Sphären unterwegs.

Es gab kein copy & paste

Auch mir war das erste iPhone zu teuer und es bot mir zu wenig Funktionen. Vor allem das Fehlen von copy & paste, einer heute so selbstverständlichen Funktion, war schon damals kaum zu glauben. Nun erklärt mit Ken Kocienda, ein ehemaliger Software-Ingenieur von Apple, der maßgeblich an dem iPhone beteiligt war, die Hintergründe. Er entwickelte unter anderem den Safari-Webbrowser mit. Ihm zufolge habe dem Team schlicht und ergreifend die Zeit dafür gefehlt. Ihm zufolge war das Team bereits damit beschäftigt, die virtuelle Tastatur des iPhone und sein Autokorrektursystem zu erstellen. Nach der Einführung des iPhone beschlossen Kocienda und sein Team schließlich, an Kopier- und Einfügeoptionen zu arbeiten, aber es dauerte noch eine Weile, bis die Funktion für die Benutzer bereit war.

Textlupe

Der zur Verfügung stehende Platz war aufgrund des 3,5″-Displays begrenzt und so kam Kocienda auf die Idee, für das Kopieren die sogenannte Textlupe einzuführen. Damit vergrößerte sich ein kleiner Ausschnitt und der Anwender konnte zielgenau zu der Stelle markieren, wo das Kopieren beginnen sollte. Doch es gab Schwierigkeiten. Selbst mit dieser klassischen virtuellen Lupe bewegte sich der Cursor jedoch zwischen den einzelnen Buchstaben, nachdem der Benutzer seinen Finger aufgrund von natürlichem Flackern vom Bildschirm gehoben hatte. Kocienda musste ein „Touch History Log“ nur für die Textbearbeitung entwickeln. Auf diese Weise erkannte das System nach dem Abnehmen des Fingers vom Bildschirm automatisch die Position des Fingers des Benutzers Millisekunden nach der letzten Berührung, so dass der Cursor dort blieb, wo der Benutzer es wirklich wollte.

Text basierte ursprünglich auf WebKit

Ein weiteres interessantes Detail über das Texteingabesystem auf dem iPhone ist, dass laut dem ehemaligen Apple-Ingenieur der gesamte gestylte Text ursprünglich auf WebKit basierte. Dies bedeutet, dass jedes Mal, wenn eine App eine benutzerdefinierte Schriftart verwendete, im Grunde eine winzige Webseite angezeigt wurde, um den Text zu rendern. Wenn sich die Textfelder nicht im Bearbeitungsmodus befanden, zeigten sie ein statisches Bild ihres Inhalts – wahrscheinlich um CPU, RAM und Batterie zu sparen.

Erst das iPhone 3GS konnte copy & paste

Ich stieg mit dem iPhone 3GS ein, welches damals von der Haptik ungeschlagen war, Der für damalige Verhältnisse riesige Bildschirm mit der kompletten Touchbedienung war eine Offenbarung für mich. Mit dem iPhone 3GS stellte Apple zudem iPhone OS 3.0, erst mit dem iPhone 4 wechselte Apple zur Nomenklatur iOS, vor, welches copy & paste mitbrachte. Der Konzern bewarb das Feature sogar in einem eigenen Werbespot:

Werbespot copy & paste

Weitere Details zum ersten iPhone

Darüber hinaus hat Kocienda noch ein paar weitere Details zum allerersten iPhone. So sprach er unter anderem darüber, warum damals kein Multitasking möglich war. Das lag nicht nur an den aus heutiger Sicht lächerlich geringen 128 MB Arbeitsspeicher (Gigabyte war damals noch weit entfernt), es gab auch schlicht keinen ausreichenden virtuellen Speicher. ngenieure mussten ein System namens „Jetsam“ erstellen, um das iPhone zu zwingen, eine einzelne App gleichzeitig auszuführen, und andere Hintergrundprozesse automatisch beendeten, um Leistungsprobleme zu vermeiden.

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Wie Apple den Touchscreen massenmarkttauglich machte

Auch ein Touchscreen ist aus heutiger Sicht nicht mehr wegzudenken. 2007 sah das noch ganz anders aus. Grund waren die damals vorherrschenden resitiven Touchscreens. Die mussten richtig gedrückt werden. Erst Apple führte den kapazitiven Touchscreen ein, der auf Berührung reagiert. Es fehlte aber an einem taktilem Feedback. Deshalbimplementierte das iPhone-Team einen virtuellen Bereich, der größer ist als die auf der Benutzeroberfläche angezeigten Tasten. Daher erkennt das iPhone Berührungen, auch wenn der Benutzer die Taste auf dem Bildschirm nicht genau berührt.

Dieses System war auch wichtig für die Autokorrekturfunktion der Tastatur, da es die Buchstaben um den Buchstaben identifiziert, auf den der Benutzer getippt hat, um das falsch geschriebene Wort durch das richtige zu ersetzen.

Es war ein langer Weg bis zum aktuellen iPhone 13 Pro Max? Was sagt Ihr dazu? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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