Spyware Pegasus: NSO Group ist pleite und will Software an fragwürdige Regierungen liefern

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Ist der Geist erst einmal aus der Flasche gelassen, bekommt man diesen eigentlich nicht mehr zurück: Diese Metapher beschreibt das Problem mit der Spionagesoftware Pegasus auf den Punkt. Apple konnte für die ganz aktuellen Versionen von iOS das System dagegen abdichten, dennoch lässt sich das Tool „hervorragend“ einsetzen. Deshalb gilt Pegasus als eine der gefährlichsten Cyberwaffen der Welt und der Entwickler NSO Group wurde unter anderem von den USA auf die Sanktionsliste gesetzt – mit dramatischen Folgen und gänzlich anders als gedacht.

Lässt sich nicht mehr einfangen

Die Geschichte um die Spyware Pegasus ist inzwischen wohl vielen bekannt geworden. Erstmals traurige Berühmtheit erlangte die Software im Fall des ermordeten Regimekritikers Hashoggi, der vom saudischen Geheimdienst in der Botschaft in Istanbul in einen Hinterhalt gelockt und heimtückisch ermordet wurde. Vier Jahre nach dem Fall fragt man sich immer noch, wie die Saudis überhaupt in den Besitz gelangen konnten, da die NSO Group die Software nur an redliche Regierungen mit dem Klaren Ziel zur Vereitelung schwerer Straftaten verkaufen wollte. Zahllose weitere Beispiele wie der abgehörte spanische Ministerpräsident, eine polnische Oberstaatsanwältin oder ausgespähte Journalisten in El Salvador sprechen jedoch deutlich eine andere Sprache.

NSO ist pleite und hat gefährliche Pläne

Die USA haben sich selbst auch mit der Anschaffung der Software mittels FBI befasst, wie hier berichtet. Schlussendlich ließ man aber die Finger davon, doch als immer mehr infizierte Geräte hochrangiger US-Politiker entdeckt worden, machten die Vereinigten Staaten kurzerhand Nägel mit Köpfen und setzten die NSO Group auf eine schwarze Sanktionsliste – jede Art von Geschäften mit US-Kunden sind so unmöglich.

Das Unternehmen geriet an den Rand der Zahlungsunfähigkeit und war zeitweise kaum noch in der Lage, seine Gehälter zu zahlen. In dieser Situation kam der NSO-CEO Shale Hulio auf eine denkwürdige Idee, wie aus Zeitungsberichten hervorgeht: Derzufolge soll Pegasus nun auch an fragwürdigere Regierungen als aktuell verkauft werden, die selbst bei der NSO intern auf einer roten Liste stehen und zwar aus gutem Grund. Denn diese Ländern geben überhaupt nichts auf Menschenrechte.

Schlupfloch soll genutzt werden

Hulio stellte diese Idee Investoren der Berkeley Research Group, die eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen halten, vor und hatte auch eine Lösung parat: Neue Kunden sollten über eine neue Firma abgewickelt werden, die noch nicht auf der Sanktionsliste stehen.

Hulio stellte diese Idee Investoren der Berkeley Research Group, die eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen halten, vor und hatte auch eine Lösung parat: Neue Kunden sollten über eine neue Firma abgewickelt werden, die noch nicht auf der Sanktionsliste stehen.

Der CEO der NSO Group stellte diese Idee Investoren der Berkeley Research Group, die eine Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen halten, vor und hatte auch eine Lösung parat: Neue Kunden sollten über eine neue Firma abgewickelt werden, die noch nicht auf der Sanktionsliste stehen. Ob es am Ende dazu kommt, bleibt offen. Allerdings ist der bloße Gedanke, eine gefährliche Cyberwaffe wie Pegasus könnte, vollkommen jeder Regulierung beraubt, an diverse Fraktionen ohne jede rechtsstaatliche Legitimation geliefert werden, bereits erschreckend genug. Hoffnung macht zumindest die Reaktion der Investoren, die reagierten vollkommen entsetzt.

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Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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