„Daten-Auktion“: Apples neuer Werbespot für die Privatsphäre + Hintergrundinformationen

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Das Sammeln von Daten und die Auswertung bzw. dessen Verkauf führten für Facebook, Google und Co zu hohen Gewinnen, doch die Nachteile sind immens. Apple widmet sich seit geraumer Zeit diesem Problem – die eigene Doppelmoral wird mal mehr, mal weniger offen zur Schau gestellt – und hat nun eine weltweite Werbekampagne ins Leben gerufen. Dabei inszeniert man sich selbst als Datenbroker.

40 Sekunden pointierte Werbung

Die Werbung ist ab sofort auf Apples hauseigenen YouTube-Channel abrufbar und dürfte auch den Weg in das lineare Fernsehen finden. Im Zentrum steht ein fiktiver Charakter namens Sophie und Apple tritt als Datenbroker auf, der alle Online-Daten von Sophie verschachert. Sophie stolpert in dem Clip in eine Auktion ihrer privaten Daten: Ihre Mails (geöffnet und gelesen), eine Liste der zuletzt gekauften Hygieneartikel sowie der jüngsten Transaktionen, Bewegungsdaten und der Browserverlauf.

Apple als Datenbroker – Werbesport

Wenig überraschend ist Sophie gut informiert und schaltet natürlich sofort sämtliche Einstellungen (Die Einstellungs-App ist über die Jahre vom Umfang kontinuierlich gewachsen und Apple verschiebt gerne mal Einstellungen zwischen den einzelnen Menüpunkten von iOS-Version zu iOS-Version) auf dem iPhone ein, mit dessen Hilfe sie ihre Privatsphäre wahren kann. Leider ist die deutsche Version um fast 50% gekürzt, weshalb Ihr hier die originale Fassung aus den Statten bekommt:

US-Fassung

Apple liefert Hintergründe

Die beiden oben verlinkten Videos stellen den Auftakt zu einer neuen Weltweiten Werbekampagne von Apple dar. So wird es in Großstädten passend zum Video übergroße Werbetafeln geben. Außerdem äußerte sich Apple in Form eines Interviews im Magazin Elle in Person von Jane Horvath, Chief Privacy Officer zu Apples Bemühungen. Horvath vergleicht die Datenschutzfunktionen von iOS mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), einem Gesetz der Europäischen Union, das den Schutz von Benutzerdaten als Menschenrecht gewährleistet. Die Führungskraft glaubt, dass die Geräte von Apple ihren Kunden „die gleichen Benutzerrechte wie den Europäern geben, unabhängig davon, wo sie sitzen“.

Doppelmoral

Gewiss, die Anstrengungen von Apple sind lobenswert und der richtige Schritt in die richtige Richtung. Doch der iPhone-Konzern agiert hier keinesfalls so altruistisch, wie man sich selbst präsentiert. Der Konzern verdient mit Werbung im App Store bis Ende 2022 rund 5 Milliarden US-Dollar. Apple geht fragwürdige Partnerschaften mit autokratischen Regierungen wie China, Aserbaidschan oder Saudi Arabien ein, was die lokale iCloud-Serverstruktur angeht. Apple den App Store seit einiger Zeit mit wenig aussagekräftigen Datenschutz-Beipackzetteln (die Entwickler nach Gutdünken beantworten können) setzt aber keine grundsätzlichen Richtlinien gegen Nutzer-Tracking durch, was mit entsprechenden Änderungen in den App Store Review Guidelines problemlos möglich wäre. Apple sanktioniert keine Entwickler, die offen und unverhohlen die Richtlinien zur Anti-Tracking-Transparency unterlaufen. Und Apple selbst sammelt Daten und verkauft diese weiter, wenn auch nicht in so hohem Umfang

Was sagt Ihr dazu? Wie sicher fühlt Ihr Euch mit Eurem iPhone? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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