Mit welchen Argumenten Apple die Gewerkschaftsbildung unterbinden will

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Kaum ein andere Konzern ist so sehr um sein Image besorgt, wie der iPhone-Hersteller aus Cupertino. Doch in den Jahren bröckelte die Fassade immer mehr und nirgends ist das deutlicher wie beim Image als Arbeitgeber. Schon lange ist Apple nicht mehr der beliebteste Arbeitgeber, die Entscheidungen/ Vorfälle der letzten knapp 20 Monate dürfte das Image nicht gerade gefördert haben.

Mitarbeiter wollen eine Gewerkschaft gründen

Doch es sind nicht nur die Ingenieure oder Mitarbeiter im Apple Campus, auch bei den Mitarbeitern in den Shops macht sich immer größerer Unmut breit. Darüber ich unter anderem hier berichtet. Apple ist darüber nicht begeistert und möchte die Bildung einer Gewerkschaft unterlaufen. Nun sickerte über ein internes Memo durch, wie Apple das Vorhaben vorantreiben will. Das Memo wurde an das internationale Portal Vice durchgestochen und zeigt auf, wie leitende Angestellte auf die Anforderungen bezüglich der Gewerkschaft reagieren sollen. Denn in Atlanta, Maryland und New York gab es die ersten Abstimmungen pro Gewerkschaft.

Sprach-Coaching

Apple setzt bei den Store Managern vor allem auf sprachliche Argumentationen und bietet entsprechende Formulierungshilfen an, die Ihr hier als PDF nachlesen könnt. Wichtig sei die Darstellung, bei Apple herrsche ein ganz besonderes Klima vor, in dem jeder einzigartig sei. Im Falle gewerkschaftlicher Organisation verändere sich das aber und man könne nicht mehr auf jeden Angestellten eingehen. Stattdessen übernehme eine dritte Partei viele Interaktionen, persönlicher Raum gehe verloren, Chancen zum (persönlichen) Wachstum seien eingeschränkt.

Apple baut Drohkulisse auf

m vielleicht aggressivsten Teil des Memos skizziert Apple, dass Gewerkschaftsbildung „weniger Chancen“ und „weniger Aufmerksamkeit für Verdienste“ für Dinge wie Beförderungen, Gehaltserhöhungen, freie Tage und mehr bedeuten würde. Apple weist die Filialleiter insbesondere an, zu betonen, dass sich die Gewerkschaftsbildung auf „Karriereerfahrungen“ auswirken würde. Dies scheint speziell auf die Möglichkeit hinzuweisen, dass ein Einzelhandelsmitarbeiter zu Apple Corporate befördert wird oder für ein anderes Team wechselt. In Verträgen mit Gewerkschaften werde festgehalten, was Mitarbeiter dürfen und müssen – angeblich biete sich dann aber keine Möglichkeit mehr, die entsprechende Person anders einzusetzen. Dies wird explizit hervorgehoben.

Apple verweist auf seine zahlreichen Zusatzleistungen

Der Konzern nimmt nur sehr unkonkret Stellung zu den Berichten. Vielmehr hob man die zahlreichen Zusatzleistungen hervor, die man seinen Angestellten gewähre. Dazu zählen Krankenversicherung, Aktienoptionen, bezahlte Familienzeit sowie neuerdings auch Kosten für eine Abtreibung – der Supreme Court dürfte demnächst eine Grundsatzentscheidung treffen, die in 13 Bundesstaaten Abtreibungen auf einen Schlag illegal macht. Darüber habe ich hier berichtet. Auf der anderen Seite geht Apple tatsächlich ziemlich rüde mit seinen Angestellten um, wie man hier und hier nachlesen kann.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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