Apple verliert seinen Direktor für Machine Learning wegen unflexibler Home-Office-Regelung

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Seit Jahren predige ich, dass Unternehmen, die Büroarbeit anbieten, deutlich mehr bzw. vollständig Home Office anbieten müssen. Bürogebäude könnten in Wohnfläche oder Grünanlagen umgewandelt werden, um nur mal zwei naheliegende Vorteile zu nennen. Dieses Thema bekam während der Corona-Pandemie einen unerwarteten Lackmus-Test, doch dies hindert Unternehmen nicht daran, auf eine Präsenzpflicht zu bestehen. So auch Apple, doch nun hat der iPhone-Hersteller einen schweren Schlag erlitten – John Goodfellow, Leiter des Teams für Machine Learning verlässt das Unternehmen.

Mangelnde Flexibilität

Schonn seit einer ganzen Weile laufen Angestellte Sturm gegen die Pläne des Herstellers, wieder ins Büru zurückkehren zu müssen. Eine Reihe von Berichten haben gezeigt, dass einige Mitarbeiter das Unternehmen sogar wegen der Richtlinien verlassen haben und sich für einen Arbeitsplatz entschieden haben, der eher Remote-Arbeit akzeptiert. Nun verlässt mit John Goodfellow nicht nur eines der bekanntesten, sondern auch eines der wichtigsten Gesichter as Unternehmen. Dies berichtet US-Reporterin Zoë Schiffer von The Verge:

Auch wenn Goodfellow hierzulande eher unbekannt ist, er gilt als einer der wichtigsten Spezialisten im Bereich Künstliche Intelligenz und Netzwerktechnologie. In einer Mail an seine Kollegen bezieht sich Goodfellow explizit auf die starre Regelung zur Rückkehr in den Apple Park und betonte, dass er der festen Überzeugung sei, dass mehr Flexibilität die beste Politik für sein Team gewesen wäre.

Leiter des Teams Machine Learning

Goodfellow stieß 2019 zu Apple, nachdem er von Cupertino von Google abgeworben wurde. Hier trat Goodfellow der „Special Projects Group“ als leitender Direktor dem Team Machine Learning bei, kurz danach brach Corona aus. Der Zwang zur Rückkehr ins Büro sei schließlich der ausschlaggebende Grund dafür, das Unternehmen zu verlassen – weil es hier schlicht an Flexibilität mangele. In der Tat lässt sich das nicht von der Hand weisen. Erst nach heftigen Protest entschied sich der Konzern zu einer hybriden Lösung. Hier sollte die Anwesenheitspflicht nur noch an zwei Tagen in der Woche erfüllt werden, zudem wird die Anwesenheitspflicht auf dem Apple Campus spätestens ab dem 23. Mai um einen weiteren Tag auf dann insgesamt drei Tage erhöht. Die Argumente von Tim Cook pro Präsenzpflicht scheinen nicht gerade auf Zustimmung zu stoßen. Er hob unter anderem das zufällige Treffen mit anderen Kollegen während der Pausen hervor, doch nicht wenige Abteilungen haben eine Pflicht zum absoluten Stillschweigen und dürfen sich nicht über die Projekte austauschen, an denen sie gerade arbeiten. Wie belastend dies ist, habe ich hier geschildert.

Apple sollte seine Haltung grundlegend überdenken

In der Tat hat das Unternehmen einen gewissen personellen Aderlass zu verzeichnen, der deutlich über die übliche Fluktuation hinausgeht. Das nun mit Goodfellow eine enorm wichtige Persönlichkeit geht, sollte Tim Cook die Augen öffnen und dahingegen bewegen, gründlich über die Präsenzpflicht nachzudenken. Der Verlust von Goodfellow ist insofern bedenklich, da Apple auf dem Feld Machine Learning weder eigenen Ansprüchen noch dem Wettbewerb genügt. Das liegt weniger an der Verknüpfung innerhalb der Software, sondern am Sprachassistenten Siri. Auch hier kommt Machine Learning zum Einsatz und durch die (vermeintlich) strikte Einhaltung von Datenschutz und Privatsphäre muss das Unternehmen für vergleichbare Resultate einen ungleich höheren Aufwand betreiben.

Wie sieht es eigentlich bei Eurer Firma aus? Habt Ihr Home Office? Oder besteht der Arbeitgeber auf Anwesenheitspflicht? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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