Netflix: Enttäuschende Quartalszahlen sollen mit Werbung und höheren Preisen ausgeglichen werden

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Gestern war es soweit und Netflix präsentierte seine Quartalszahlen. Um es vorweg zu nehmen, die waren enttäuschend und lagen teils deutlicch unter den Erwartungen der Analysten. Ob die min Anschluss verkündeten Maßnahmen das mittelfristig wieder drehen können, ist indes schwer abzuschätzen.

Die Zahlen

In einer Mitteilung an die Aktionäre berichtet Netflix, dass sich sein Umsatzwachstum „sechenswert verlangsamt“ hat. Diese Nachricht kommt nach dem Verlust von 200.000 Abonnenten im letzten Quartal nd möglicherweise zwei Millionen verlorenen Abonnenten im aktuellen Quartal. In Zahlen drückt sich das wie folgt aus, was Ihr dem tweet entnehmen könnt:

Netflix identifiziert dabei die Accounts als Problem, die im Zuge des Account-Sharings keine Gebühren an den Streamingdienst entrichten. Laut eigener Erfassung machen diese rund 40% aller Nutzer aus. Doch was sind die Gründe?

Netflix wird immer unattraktiver

Der Verlust von rund 2 Millionen Abonnenten alleine in den USA ist keinesfalls überraschend, sondern logische Konsequenz. Denn der Platzhirsch unter den Streamingdiensten erhöhte erst im Februar die Preise, wie hier berichtet. Die Folge davon? Mehr Nutzer teilen ihre Accounts, was Netflix wiederum animiert, die Preise zu erhöhen. Ihr seht also, es ist ein Teufelskreis. Netflix scheint aber erkannt zu haben, dass sich Account-Sharing nicht gänzlich vermeiden lässt, also will man auch zur Kasse bitten, wie hier berichtet. Aktuell befindet sich das noch in der Testphase, doch es wird eher früher als später auch hierzulande eingeführt werden.

Man doktert damit aber nur an den Symptomen herum und wendet sich nicht dem eigentlichen Problem zu. Und das sind schlicht die Inhalte die in einem äußerst unattraktiven Preis/Leistungsverhältnis münden. Netflix investiert riesige Budgets in Filme wie Red Notice oder 6Underground, die tear nett aber kurzweilig sind. Interessante Serien werden hingegen innerhalb kürzester Zeit abgesetzt.

Und dann wäre da noch der Preis: Für das Premium-Abo, wo 4K und Dolby Atmos enthalten sind, verlangt Netflix satte 18,00€, was einfach nicht mehr zeitgemäß ist und sich, wie im Absatz zuvor, kaum rechtfertigen lässt. Alle anderen Konkurrenten sind günstiger und das dramatisch. Natürlich sticht hier Apple TV+ mit seinen 4,99 Euro extrem hervor, doch Disney+ als ärgster Konkurrent ist mit 8,99€ , nach seiner Preiserhöhung, immer noch um mehr als 50% günstiger.

Werbung wird kommen

Was Anfang des Jahres noch ein Gerücht war, hat man nun im Zuge der Quartalskonferenz offiziell bestätigt. Man arbeite an einem günstigeren Abo, welches über Werbung querfinanziert werden soll. Dieses soll innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre eingeführt werden, auch wenn man betonte, dies nie gewollt zu haben.

Wer allerdings so stark unter Druck der Börse steht, trifft eben solche schlechten Entscheidungen und der Druck auf Netflix ist enorm. Jahrelang häufte man nur gigantische Schulden an, die man nur mit einem konstanten Wachstum rechtfertigen konnte. Dieses bleibt nun aus und die Anleger reagieren äußerst nervös.

was sagt Ihr dazu? Wie zufrieden seid Ihr mit Netflix? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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