twitter: Elon Musk will Kurznachrichtendienst kaufen

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Der Kurznachrichtendienst twitter hat eine durchaus bewegte Geschichte hinter sich: Stand anfangs der Spass im Vordergrund, wurde der Dienst zunehmend auch ein politisches Sprachrohr, um Unterdrückten in der Welt eine Stimme zu geben – man erinnere nur an den arabischen Frühling 2011. Darüber hinaus sucht man eine technische Entwicklung vergebens. Man experimentierte mal mit den fleets, man erhöhte die Zeichenanzahl, doch überwiegend machte sich die Cancel Culture breit. Selbst einen über all die Jahre geforderten Bearbeitungsbutton für abgesetzte tweets konnte das soziale Netzwerk nicht stemmen – bis Elon Musk einstieg und eine Umfrage startete. Doch heute folgte der nächste Hammer.

Elon Musk will twitter kaufen

Elon Musk ist für viele ein Unternehmensguru und in der Tat ist die Liste seiner Erfolge nicht gerade klein – Gleiches gilt für seine Projekte. Die müssen lebensverändernd sein. Nach der Gründung und dem Verkauf von Paypal an eBay gründete er den Autobauer Tesla und das Weltraumunternehmen Space X und kaufte sich vor knapp zwei Wochen mit rund 9% bei twitter ein – mitsamt der Umfrage bezüglich des Bearbeitungsbutton für tweets, wie hier berichtet. Manch einer spekulierte schon, dass er dem Verwaltungsrat beitreten wolle, dann hätte er gemäß Regularien nur maximal 14,9% der Anteile halten dürfen. Doch Musk will keine Anteile, er will gestalten und so kündigte er heute an, rund 56 US-Dollar pro Aktie zu bieten – was einer Gesamtsumme von rund 41 Milliarden US-Dollar entspricht.

Musk will „Meinungsfreiheit“ stärken

Laut Musk wolle er dazu beitragen, dass auf Twitter wieder Meinungsfreiheit herrsche – und dazu müsse das Unternehmen zwangsläufig von der Börse genommen werden. Das ist ein extrem zweischneidiges Schwert. Ich bin absolut dabei, Verschwörungstheoretikern und anderen kruden Gestalten keine Plattform zu bieten. Andererseits ist durch die Cancel Culture und dem NetzDG eine Kultur entstanden, die alles und jeden meldet, der nicht auf stramm linken Kurs ist. Dass auch ich davon betroffen bin, spielt nicht so die große Rolle: Wenn aber tweets und Reaktionen von offiziellen Mitgliedern der aktuellen Bundesregierung und somit Mitgliedern des Bundestags gemeldet werden, hat dies ein Ausmaß angenommen, wo man durchaus um die Meinungsfreiheit besorgt sein sollte.

Persönlich begrüße ich den Schritt durchaus, denn meines Erachtens wird gerade in Deutschland das NetzDG von einer linken und woken Blase geradezu als missbräuchliches Instrument gegen unliebsame Stimmen genutzt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Algorithmen von twitter irgendwann bei ausreichend vielen Meldungen in zu kurzer Zeit den Account sicherheitsalber sperren, ohne den Inhalt des tweets erfasst und überprüft zu haben. Ob Musk allerdings als durchaus cholerische Unternehmen das Pendel nicht in das genaue Gegenteil ausschlagen lässt, bleibt abzuwarten

Ausgang ungewiss

Mit einem Gebot von rund 56 US-Dollar liegt die Offerte von Musk deutlich unter dem letzten Preis an der Börse, die Aktie von twitter notierte zuletzt bei knapp 47 US-Dollar. Einigen Analysten ist das zu wenig, die Aktie lag vor knapp 12 Monaten bei rund 70 US-Dollar.

Musk scheint hier alles auf eine Karte zu setzen und schrieb, dass sei das beste und einzige Angebot, was er abgibt. Sollte das Angebot nicht angenommen werden, müsse er sein Engagement überdenken. Doch die Sachlage ist vertrackt: twitter hat immer noch kein nachhaltiges Finanzierungsmodell und ist insgesamt nicht so gut gegen feindliche Übernahmen geschützt. Das liegt daran, dass die Gründer keine Aktien mit mehr Stimmrecht bekamen. Andererseits ist twitter kein „Bic Tech“ auch wenn es im Handel, in der Politik und den Medien eine hervorgehobene Stellung besitzt und das macht sich in der Gesamtkapitalisierung bemerkbar. Während Facebook trotz großer Umsatzeinbußen mit 580 Mrd. US-Dollar bewertet wird, kommt twitter gerade einmal auf 37 Mrd. US-Dollar. Um den Wert noch einmal zu unterstreichen, selbst Snapchat kommt auf einen Börsenwert von rund 565 Mrd. SU-Dollar und vom den Netzwerk spricht fast keiner mehr.

Andererseits hat twitter durchaus Möglichkeiten, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Eine Möglichkeit wäre es, weitere und vor allem günstigere Aktien an andere Aktionäre herauszugeben, um die Anteile von Musk zu verwässern

Was sagt Ihr dazu? Seid Ihr überhaupt auf twitter unterwegs? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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