Warum wird der Mac nicht nur in Design-Agenturen immer beliebter und worauf muss geachtet werden?

Jahre- wenn nicht jahrzehntelang galt der Mac als Computer für Nerds, Fanboys und Geeks, doch damit tut man dem Rechner aus Cupertino absolut unrecht. Vor allem, wenn man sich die aktuellen Verkaufszahlen des Mac anschaut. Doch was macht den Mac aktuell so beliebt? Und warum ist er nicht mehr nur etwas für Designer und Marketing-Agenturen oder Social Media Agenturen? Darauf wollen wir hier einen kurzen Überblick geben.

Was macht den Mac aus?

Jahrelang galt der Mac als Werkzeug für Design- und Marketingagenturen und weniger als Arbeitsmittel für jede Firma. Das lag vor allem der vermeintlichen Inkompatibilität von Anwendersoftware begründet. Mit wenigen Ausnahmen von spezialisierten Anwenderprogrammen ist dies längst überholt. Vor allem bei grafischen Anwendungen spielte der Mac immer seine Stärken aus, weshalb auch viele Social Media Agenturen darauf setzen

Wer sich für einen Mac entscheidet, entscheidet sich für Einfachheit und Simplizität. Das Betriebssystem macOS erklärt sich weitestgehend von selbst, was auch für die mitgelieferten Programme gilt. Apropos Programme, jeder Mac lässt sich direkt ab Werk vollständig benutzen. Es gibt mit Pages, Numbers, Keynote Programme für das Schreiben von Briefen, Anlegen von Tabellen, Erstellen von Präsentationen, man kann mit Apple Mail seine Mails abrufen, es lassen sich mit iMovie Videofilme schneiden und mit Garageband eigene Musik komponieren – ohne das man dafür zusätzlich Geld ausgeben muss.

Außerdem verdanken wir dem Mac wichtige serielle Schnittstellen: Der iMac 1998 setzte als erster Computer für Privatkunden auf den USB-A-Anschluss. Es war auch Apple, welcher als erster Hersteller in Serie seine Notebooks mit WLAN und Bluetooth ausstattete – bei Lenovo und Co war das immer eine aufpreispflichtige Upgrade-Option.

Ein Mac sieht zeitlos und elegant aus

Machen wir uns nichts vor, jeder arbeitet viel lieber mit einem Equipment, welches gut aussieht und um besten Fall zuverlässig funktioniert. Beides trifft auf den Mac absolut zu. Erst dieses Jahr änderte Apple mit dem iMac 24“ das Design und die Farben. Das Vorgängermodell jedoch verblieb mit wenigen Abweichungen von 2009 bis 2021 im Programm – was absolut für ein zeitloses Design spricht. Dies liegt aber auch an der Materialwahl aus Glas und Aluminium. Neben der eleganten Optik sorgt dies dafür, dass ein Mac robust und auch nach Jahren im Gebrauch kaum Abnutzungserscheinungen zeigt. Und wusstest Du, dass das Gehäuse aller aktuellen Modelle des Mac sowie iPhone und iPad bereits jetzt zu 100% aus recyceltem Aluminium besteht? Das schont die Umwelt und senkt den CO2-Abdruck.

MacBook Pro M1 Titelbild
Bild: Kevin Özgün

Der iMac ist dabei als All-in-One-Computer angelegt, der bestenfalls mit dem Stromkabel ein einziges sichtbares Kabel aufweist. Tastatur und Maus werden via Bluetooth gekoppelt. Im Idealfall hat man so einen aufgeräumten und cleanen Schreibtisch. Das wiederum fördert die Konzentration und lässt den Anwender produktiver werden.

Ein Mac ist wartungsarm – das spart Zeit und Geld

Gewiss, ein Mac ist in der Anschaffung nicht immer günstig, wobei hier mit dem M1 und dem MacBook Air auch dieses Argument nur noch bedingt greift. Gehen wir jedoch davon aus, dass man sich für ein MacBook Pro 14“ mit M1 Pro entscheidet, liegt man bei knapp 2200€. Doch diese Investition amortisiert sich ziemlich schnell, denn der Mac ist nicht nur softwaretechnisch voll ausgestattet. Er ist darüber auch extrem zuverlässig, schließlich wird die Hard wäre auf die Software abgestimmt und umgekehrt. Das spart Zeit und Geld, da viel weniger Support durch die IT-Abteilung notwendig ist. Diese Kostenersparnis beträgt über einen Zeitraum von drei Jahren 843 US-Dollar*

Außerdem bietet ein Mac direkt ab Werk bestimmte Zusatzfunktionen an, die bei Windows erst umständlich und teuer nachgerüstet werden müssen. So verlangt IBM, dass die Festplatten der Rechner verschlüsselt sind und der Mac bietet mit FileVault ein entsprechendes Tool direkt nativ im Betriebssystem integriert ab Werk an. Es muss also keine zusätzliche Software angeschafft werden.

Ähnlich schaut es auch beim Thema Schadsoftware aus: Selbstverständlich gibt es Malware und Spyware für den Mac, doch das Betriebssystem hat mit dem GateKeeper und dem Mac App Store bereits zwei mächtiges Tools an Bord, um das Ausführen solcher Software zu verhindern. Hinzu kommt, dass es unter macOS eine enorm einfacher aber effektive Sicherheitshürde gibt: Software kann nur mithilfe des Administrator-Passwort installiert werden – und das gilt für jede Art von Software.

Backup-Funktion ab Werk integriert

Das wichtigste Wartungstool ist aber die Backup-Software: Es versteht sich von selbst, dass man nicht nur als Privatanwender ein regelmäßiges Backup seiner Daten anfertigen sollte. Für Firmenkunden ist das noch viel relevanter um im Gegensatz zu Windows spart man hier ebenfalls Geld, denn mit Time Machine ist solch ein Tool auch hier ebenfalls nativ in macOS integriert und Apple macht das denkbar einfach – bei jeder neuen angeschlossenen Festplatte wird man gefragt, ob man diese für ein Backup nutzen möchte. Selbstverständlich lässt sich das Backup auch verschlüsseln.

Das Backup ist dabei voll boot-fähig und kann über den Finder wie eine herkömmliche Festplatte genutzt werden. So lassen sich im Handumdrehen versehentlich gelöschte Dateien wiederherstellen oder ein neuer Mac in wenigen Augenblicken wiederherstellen.

Updates kommen regelmäßig und gehen schnell

Das Betriebssystem kann noch so sicher sein, es lassen sich immer irgendwo Lücken finden. Das ist der ewige Kreislauf der IT und selbst Apple kann sich nicht davor schützen. Umso wichtiger, dass es regelmäßige Updates gibt. Und auch hier spart man Zeit und Geld: Stellt Apple ein Update für den Mac bereit, sind in diesem Update bereits Bestandteile wie Treiber usw. enthalten. Es wird genau ein Update geladen, es wird genau ein Update installiert und es gibt genau einen Neustart – danach kann man direkt weiterarbeiten.

Leistung und Langlebigkeit

Neben der Zuverlässigkeit dürfte die Performance ein entscheidendes Kriterium sein und hier macht sich vor allem der Umstieg auf die hauseigenen Chips auf Basis der ARM-Architektur bemerkbar und damit kommen wir zum MacBook Air 2020 zurück. Apple stattet das Gerät mit dem M1 aus und verzichtet zudem komplett auf einen Lüfter. Dennoch hält das Einstiegsgerät für knapp 1000€ Straßenpreis spielend leicht mit dem Intel i9 aus dem MacBook Pro 16“ von 2019 mit – welches seinerzeit mit dem i9 als Aufrüstoption knapp 3500,00€ kostete. Im Herbst 2021 stellte der Konzern zudem mit dem M1 Pro und dem M1 Max deutlich aufgebohrte Varianten vor, die selbst anspruchsvollste Nutzer zufriedenstellen dürfte.

Doch wie schafft Apple das? Die Frage ist durchaus komplex und im Detail gibt es viele Sachen zu berücksichtigen, dennoch gibt eine Erklärung, die in der Simplizität das Ganze dennoch gut erklären kann. Der Hersteller hat den M1 als sogenannten SoC (System-on-a-Chip) entwickelt, was in diesem Fall Folgendes bedeutet: Auf einem einzigen Sockel hat Apple neben dem Prozessor auch die Grafikkarte und den Arbeitsspeicher integriert. Im Betrieb spart dieser Aufbau enorm viel Zeit, da die verschiedenen Befehle nicht von der CPU zum Arbeitsspeicher hin und wieder zurückkopiert werden müssen. Gleiches gilt natürlich für die Grafikbefehle. Im Endergebnis wird der Informationsaustausch massiv beschleunigt und die Gesamtleistung gesteigert.

Doch Leistung ist nicht das alleine Kriterium, vielmehr ist der Stromverbrauch der CPU entscheidend. Vereinfacht lässt sich das wie folgt zusammenfassen: Wie viel Strom zieht die CPU bei maximaler Leistung und wie hoch ist darauf basierend der Stromverbrauch. ARM-Chips gelten seit Jahren als deutlich energiesparsamer, weshalb sie auch in Smartphones zum Einsatz kommen. Apple konnte in den vergangenen Jahren die Leistung kontinuierlich steigern und auf ein vergleichbares Niveau wie die Chips von AMD und Intel bringen.

Eine entsprechende Leistung, gepaart mit der Materialauswahl und den langfristigen Updates garantiert aber auch eine gewisse Langlebigkeit. Natürlich ist die Welt der IT immer schneller geworden, doch Apple selbst tut auch aktiv Einiges dafür. Sowohl mit iOS als auch macOS werden die Geräte bis zu sechs Jahre lang mit der aktuellsten Version des Betriebssystems versorgt. Das bedeutet Sicherheit aber auch neue Funktionen. Und es gewährt eine gewisse Wertstabilität beim Weiterverkauf. So lassen sich nach Ablauf der Abschreibung (die aufgrund der Änderungen m Steuerrecht in vielen Fällen nur noch 12 Monate beträgt) und anschließender Nutzung drei Jahre nach Anschaffung noch rund 60% bis 75% des ursprünglichen Kaufpreises erlösen. Auch das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt – dazu weiter später mehr.

Apple Silicon ermöglicht völlig neue Programme auf dem Mac

Die hauseigenen Chips, die passend auf den Namen Apple Silicon hören, ermöglichen nicht nur beeindruckende Leistung bei gleichzeitig niedrigem Verbrauch, sie bieten Apple nun auch die Möglichkeit, künstliche Intelligenz einzusetzen. Das ist seit einigen Jahren bei Smartphones vollkommen normal, lässt sich aufgrund der x86-Architektur bei Intel und AMD nur sehr rudimentär einsetzen – wenn überhaupt.

Der Apple Silicon verfügt ebenfalls über die sogenannte Neutral Engine, so nennt der iPhone- Konzern diesen Bereich des Chips, und ist so in der Lage, bestimmte Aufgaben vollautomatisch ohne Zutun es Nutzers anzustoßen. Die Neutral Engine kommt beispielsweise bei Videoanrufen mit FaceTime zum Einsatz, um mit verschiedenen Algorithmen das Bild zu verbessern. Die Neural Engine kommt aber auch beispielsweise bei der Bildbearbeitung zum Einsatz. Entwickler von Bildbearbeitungsapps können auf die API zugreifen und diese Leistung für sich nutzen – das ergibt eine völlig neue Art von Programmen, die sich mit dem Mac nutzen lassen.

Was haben die App von Eve, LumaFusion und Notability gemeinsam? Sie wurden ursprünglich für iOS entwickelt und einen Ableger für macOS gab es nicht. Doch mit dem Architekturwechsel von Intel hin zu ARM ist das nun Geschichte. Das ermöglicht eine völlig neue Auswahl an Anwendersoftware. Speziell LumaFusion ist hier extrem interessant, da sie locker mit Final Cut Pro mithalten. Letzteres kostet knapp 300€, LumaFusion gibt es für 54€ – auch hier kann wieder Geld gespart werden

Hervorragende Verzahnung zwischen Mac, iPhone und iPad

In Kombination mit dem iPhone und dem iPad bietet der Mac dank hervorragender Verzahnung ein einzigartiges Benutzererlebnis. Es braucht lediglich die identische Apple ID auf allen Geräten und schon werden die Nachrichten auf allen Geräten synchronisiert, eine kopierte URL in die Zwischenablage auf dem iPhone lässt sich auf dem Mac einfach einfügen und vieles mehr

Umweltfreundlichkeit

Bei einer Anschaffung in der heutigen Zeit steht der Umweltaspekt mehr denn je im Vordergrund und den kann sich als Unternehmen kaum entziehen. Das betrifft einerseits die eigenen Anstrengungen, doch auch bei der Anschaffung von externer Hardware ist das ein zentraler Aspekt. Apple selbst will seine gesamte Produktion bis 2030 komplett CO2-neutral gestalten. Schon heute werden die Rechenzentren für die iCloud-Services wie iMessage und Co mit 100% regenerativen Energien betrieben. Bei den Verpackungen wird nahezu vollständig auf Plastikfolien verzichtet.

Doch auch die Lieferanten müssen strenge Umweltauflagen erfüllen, wollen sie Bauteile an den Konzern liefern. Außerdem unterbindet Apple jegliche Art von Kinderarbeit. Sollte ein Lieferant dennoch darauf setzen und es ans Tageslicht kommen, wird die Geschäftsbeziehung zu sofort beendet.

Was ist bei der Anschaffung zu beachten

Ist der Mac also die goldene Glückseligkeit. Vieles spricht dafür, dennoch muss man einige Dinge beachten. Die Kompatibilität von inselbasierten Programmen zählt dank der Emulationsschicht Rosetta 2 nicht mehr zwingend dazu. Dennoch kann ein Abgleich hinsichtlich der Kompatibilität der genutzten Software zu Apple Silicon hilfreich sein, dies tut man am besten hier. Doch vor der Anschaffung eines Macs empfiehlt es sich, die genutzt Software dahingehend zu überprüfen, ob die gekaufte Lizenz auch für den Mac gilt. Gesondert zu betrachten sind Virtualisierungslösungen wie Parallels oder VMWare, mit dessen Hilfe sich Windows ausführen lässt. Das ist aktuell nicht ohne Weiteres möglich, liegt aber an den Lizenzbestimmungen von Windows für die ARM- Architektur. Wer bisher damit arbeitete, sollte ebenfalls prüfen, ob es von er Software nicht auch einen macOS-Ableger gibt.

Eine wichtige Sache ist zudem die Anzahl der genutzten externen Bildschirme, gerade bei einem mobilen Mac. Der M1 beispielsweise, der im Mac mini 2020 und im MacBook Air 2020 zum Einsatz kommt, unterstützt lediglich einen extern angeschlossenen Monitor. Erst mit dem M1 Pro/M1 Max können mehr externe Monitore angesteuert werden

Bei der Benutzung von Zubehör muss man sich keine großen Sorgen machen: Der Mac-Hersteller setzt auf Thunderbolt/USB 4-Anschlüsse, die also USB-C sind, welche wiederum mithilfe eines Adapters entsprechend abwärtskompatibel sind. Bereits vorhandene Festplatten, USB-Sticks und Dongles für externe Tastaturen und Mäuse lassen sich also weiterhin betreiben. Selbiges gilt natürlich auch für drahtlose Verbindungen. Sollte High-End-Peripherie wie spezielle Soundboards etc. zum Einsatz kommen, ist die Kompatibilität vor der Anschaffung vorher beim jeweiligen Hersteller zu erfragen.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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*Zahlen basieren auf Daten von JAMF, einer Managementsoftware, die IBM zu Konfiguration und Wartung seiner Rechner einsetzt

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