Das Apple-Jahr 2021: Meine Tops und Flops

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Ein sehr ambivalentes Jahr 2021 geht so langsam zu Ende und es wird Zeit für einen Rückblick. Dieses Jahr werde ich das etwas aufteilen – einen Rückblick nur für Apple und einen Rückblick für Technik und Tech-Gadgets.

Stimmungslage

Schaue ich persönlich auf das Jahr 2021 mit Fokus auf Apple zurück, ergibt sich ein sehr zwiegespaltenes Bild. So dauerte es bis zum ersten Apple-Event des Jahres 2021 bis etwa Mitte März, was arg lang war. Fast ein halbes Jahr ohne neue Produkte, wenngleich Ende November 2020 noch die AirPods Max auf den Markt kamen. Wer Anleger von Apple ist, darf sich über satte Gewinne freuen, die vier Quartale 2021 dürften die besten Zahlen hinsichtlich Umsatz und Gewinn in der Geschichte des Unternehmens hervorgebracht haben.

Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt und das liegt vor allem am Umgang mit den Mitarbeitern. Das fing Anfang des Jahres mit der erzwungenen Rückkehr ins Büro an, obwohl Home Office bis dato sehr gut funktionierte. Kurzum, teils massive Beschwerden von ehemaligen Mitarbeitern zogen sich wie ein roter Faden durch das Jahr 2021 und sorgte konstant für negative Highlights:

Das sind nur ausgewählte Meldungen, alleine auf meinem Blog finden sich noch diverse andere Artikel dazu. Dann wäre da noch der Angriff gegen die Pressefreiheit. Apple verschickte mehrfach anwaltliche Schreiben und drohte indirekt Leakern, wenn diese weitere Leaks von zukünftigen Produkten veröffentlichen.

Hard- und Software von Apple im Jahr 2021

Kommen wir von der Stimmungslage zu den Produkten aus dem Hause Cupertino und auch hier setzt sich das ambivalente Stimmungsbild durch. Anbei einmal meine Pops und Flops:

Meine Tops

Wir fangen wie immer mit den positiven Dingen an und hier konnte Cupertino auch dieses Jahr einige Highlights hervorbringen. Anbei meine Liste

  • MacBook mit M1

Zugegeben, mein MacBook Air mit M1 stellte Apple bereits im November 2020 vor und kurz darauf konnte man es auch kaufen. Ich bin dennoch erst 2021 darauf umgestiegen und bin immer noch fasziniert. Diese Rechenleistung mit einem Chip der ersten Generation (der M1 ist der erste ARM-Chip in einem Mac) in Kombination mit einem Preis von unter 1000€ (Straßenpreis) ermöglicht eine völlig neue Art der Benutzung. Vor allem aber bekomme ich Die Leistung eines MacBook Pro 16″ von 2019 mit Intel i9 zu einem Drittel des Preises – beeindruckend.

  • Apple TV 4k HDR

Seit der Apple TV HD ist mein Fernseher einfach nur noch ein dummes Display, welches mit der kleinen schwarzen Box von Apple mit Inhalten befeuert wird. Und der Konzern hat mit der neuen Apple TV 4k HDR bis auf wenige Schwächen ganze Arbeit abgeliefert. Die Bedienung ist dank dem A12 noch einmal deutlich schneller geworden, die Schnittstellen sind mit HDMI 2.1 modernisiert und die Implementierung von Thread ist für HomeKit ein wahrer Segen. Auch die neue Fernbedienung macht was her, wenngleich ich mit der alten zufrieden war. Abzüge in der B-Note gibt es für die gesunkene Grafikleistung sowie die Fernbedienung. doch alles in allem ein tolles Produkt

  • iPad Pro und iPad 9. Generation

Vorweg, das iPad Pro wird auch noch einmal in den Flops auftauchen, doch zuerst die positiven Eigenschaften: Apple zeigt hier weiterhin, was ein Tablet für Profis ausmachen sollte und das liegt vor allem am Chip. Etwas überraschend verbaut der Konzern anstatt einem A15x, wie Apple bisher seine aufgebohrten Varianten nannte, gleich den M1 aus dem MacBook Air und MacBook Pro 13″. Dementsprechend ist der Leistung aktuell keine Grenzen gesetzt und entspricht dem Desktop-Niveau. Flankiert von bis zu 12 GB RAM gibt es aktuell keine App, die das Tablet in die Knie zwingen kann. Dazu kommen nochmals verbesserte Lautsprecher sowie Center Stage für FaceTime, mit dessen Hilfe die sprechende Person im Fokus behalten wird. Abgerundet wird das Ganze noch durch die verbesserte USB-C-Schnittstelle, die dank Thunderbolt-Protokoll nun Bildschirme mit bis zu 5k ansteuern kann. Last but not least kommt hier bei der Cellular-Variante erstmals 5G zum Einsatz, was gerade beim mobilen Arbeiten einen richtigen Boost, schlechtes Wortspiel, ergibt.

Das iPad 9. Generation kommt in alter Optik und mit altem Display, aber dem A13 Bionic sowie etwas mehr RAM daher und kostet in der Basisversion mit 64 GB Speicher knapp 350€ im Straßenverkauf. Auch hier gibt es kaum Apps, die den Chip an seine Belastungsgrenze bringen. In Kombination mit mindestens vier großen iOS-Updates gibt es kein Tablet mit einem besseren Preis-Leistungsverhältnis auf dem Markt.

  • MacBook Pro 14″ und MacBook Pro 16″

Das absolute Highlight des Jahres sind definitiv die beiden neuen Modelle des MacBook Pro, denn die sind bis oben hin mit neuer Technik vollgestopft. Der M1 Pro bzw. der M1 Max lehren den Wettbewerbern das Fürchten, das miniLED-Display mitsamt 120 Hz Bildwiederholrate sowie der neue Klinkenanschluss sind mehr als nur State-of-the-Art und man kann bei Apple Silicon nun auf bis zu 64 GB RAM upgraden – das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Dazu hat Apple endlich auf das Feedback seiner Kunden gehört und neben MagSafe 3 auch endlich wieder einen SD-Kartensteckplatz zurückgelegt. Und dann wäre da noch die zurückgekehrte Leiste der Funktionstasten anstelle der Touch Bar. Einziger Wermutstropfen? Die Dinger sind teuer.

Neutral

Neutrale Produkte sind für die, die ein solides Upgrade ohne Ausreißer nach oben oder unten darstellen. Dazu zählen für mich folgende Dinge aus dem Hause Apple:

  • iPhone 13 Pro

Das iPhone 13 (Pro Max) ist das in meinen Augen derzeit beste Smartphone, was man kaufen kann. Wer jedoch ein 12 Pro Max im Einsatz hat, braucht dennoch nicht upgraden. Gewiss, das neue ProMotion-Display mit einer dynamischen Bildwiederholrate von 120 Hz machen auch mich etwas neidisch. Doch die anderen Verbesserungen sind in Summe zu klein, als dass ich knapp 1400€ ausgeben würde. Denn bis auf das neue Videoformat ProRes gibt es wenig bis gar nichts, was auch mit einem 12 Pro Max gelänge. Der fehlende Makromodus? Mit der App Halide geht das auch wunderbar auf dem Vorgänger. Einzig der schwächelnde Akku auf meinem 12 Pro Max nervt ab, aber denn kann ich ja für Dünnes im Apple Store tauschen lassen

  • iPad Mini 6

Ja, das iPad mini 6 ist eigentlich ein großes Update: Es gibt einen neuen Formfaktor, das Display ist von 7,9″ auf 8,3″ angewachsen, der Apple Pencil 2 wird unterstützt und die Rechenleistung ist mit dem A15 ebenfalls über jeden Zweifel erhaben. Das Display selbst unterstützt nun True Tone, den erweiterten P3-Farbraum und kommt mit 500 Nits Helligkeit daher. Außerdem verbaut Apple hier in der Cellularversion ebenfalls 5G und USB-C ist nun auch dabei. Doch Berichte über Jelly Scrolling beim Display sowie der doch recht happige Preis von 549,00€, das iPad Air 4 mit größerem Display liegt im Straßenpreis bei knapp 580€, dürften viele Kunden eher abschrecken.

  • Apple Watch Series 7

Die Apple Watch Series 7 hätte eigentlich verdient, als Highlight genannt zu werden. Das liegt vor allem am größeren Display. Es ist zwar nur ein Millimeter, doch der macht in der Praxis eine ganze Menge aus. Erstmals kann watchOS in Version watchOS 8 eine vollwertige QWERTZ-Tastatur auf dem Display darstellen. Dann wäre da noch das bruchsicherere Glas. Doch Rückschritte bei den Farben und die im kern identische CPU wiegen den Vorteil des größeren Displays wieder auf und machen für mich aus der Series 7 ein Produkt, was solide aber nicht herausragend ist.

Meine Flops

Damit kommen wir zu den Flops und da gibt es leider eine ganze Menge, doch vier Favoriten kristallisieren sich deutlich heraus:

  • Software

Software ist ein übergeordneter Begriff, denn bis auf tvOS krankte es eigentlich überall: Sowohl macOS als auch iOS, iPadOS und selbst watchOS hatten vor allem in 2021 mit diversen Schwächen zu kämpfen. Einerseits gibt es mittlerweile diverse sicherheitsrelevante Bugs, die unter anderem die Spionage-Software Pegasus vor allem unter iOS. ausnutzt. Das liegt natürlich ein Stück weit in der Natur in der Sache: iOS, iPadOS und macOS werden dank der Einführung nur Funktionen, die vor allem drahtlos funktionieren sollen, immer komplexer. Dennoch ist es mehr als ärgerlich, dass immer wieder Bugs auftauchen, die wie ein Kieselstein im Schuh den Ablauf stören. Dann wäre da noch einmal die Einführung von neuen Funktionen: Diese kündigt Apple regelmäßig auf der jährlichen WWDC mit dem Erscheinen der neuen Systeme an. Nur um diese dann im Laufe des Spätsommers immer wieder nach hinten zu verschieben. oftmals erscheinen die dann erst im Frühjahr des folgenden Jahres. Anbei einmal eine Liste:

  • AirPlay 2 (darauf habe ich beispielsweise extrem lange gewartet)
  • iMessage in der iCloud
  • App-Privacy
  • SharePlay
  • Universal Control
  • Digitale Ausweise
  • und viele mehr

Vor allem macOS merkt man den jährlichen Zyklus an, hier hat sich Apple keinen Gefallen getan. Der Konzern sollte sich gut überlegen, ob es wirklich jedes Jahr ein neues OS für den Mac braucht.

  • iPad Pro 2021

Wie kann das iPad Pro 2021 ein Flop sein, wenn es doch schon in meinen Tops auftaucht. Das ist ganz einfach und hat mit dem vorherigen Punkt Software zu tun. Apple verbaut bekanntlich den M1, doch es ist offensichtlich, dass Hard- und Software sich voneinander spreizen. Sprich, die Hardware bietet Leistung, welche die Software gar nicht umsetzen und ausnutzen kann. Ein prominentes Beispiel ist das Fehlen von Pro-Apps für das iPad, exemplarisch ist hier Final Cut Pro zu nennen.

  • AirPods 3

Die AirPods 3 sind eine solide Weiterentwicklung der AirPods 2, das steht außer Frage. Sie bieten mehr Akkulaufzeit, sie unterstützen Spatial Audio und bieten einen adaptiven EQ. Doch mit 199,00€ sind zu schlicht und ergreifend zu teuer, denn die AirPods Pro haben sich im Straßenpreis in genau diesen Regionen angesiedelt. Man muss zwar auf den adaptive EQ verzichten, bekommt dafür aber ANZ sowie den Transparenzmodus – und diese beiden Features schlagen meiner Meinung nach den EQ. Und dann wäre da noch der H1-Chip

  • MagSafe Battery Pack

Was soll ich zum MagSafe Battery pack sagen? Von der Verarbeitung wie immer hübsch anzusehen, nutzt sich diese Art von Silikonbeschichtunh schnell ab. Den Vogel schoss Apple aber mit der Kapazität und dem aufgerufenen Preis ab – 119,00€ für knapp 1420 mAh.

  • Apple Music bzw. die High-Res-Option

Meine Meinung zu Apple Music ist hinlänglich bekannt: Alleine das User Interface ist grausig und es will mir imemr noch nicht in den Kopf, dass Apple als Erfinder von Cover Flow es versäumt hat, das Skippen der Tracks durch Wischen des Albumcover zu implementieren. Doch die größte Enttäuschung ist die im April diesen Jahres eingeführte High-Res-Option, Apple Music Lossless genannt. Die funktioniert nur auf dem HomePod, dort aber nur halb. Alle aktuell verkauften Kopfhörer von Apple, egal ob AirPods oder Beats, unterstützen erst gar keine Version von Apple Music Lossless. Und wenn man die volle Auflösung haben möchte, braucht es einen externen Kopfhörerverstärker, also Zusatzequipment. Da nützt es also recht wenig, dass Apple dafür keinen Aufpreis verlangt. Einzige Ausnahme scheint hier das MacBook Pro 2021 mit dem M1 Pro/ M1 Max zu sein, hier hat Apple allerdings auch einen anderen Digital-Analog-Wandler verbaut, der dank adaptiver Erkennung der Ohm-Zahl des angeschlossenen Kopfhörers die Spannung variieren kann.

Die Auflistung stellt meine persönliche Sicht dar. Deshalb interessiert es mich brennend, wie es bei Euch ausschaut? Was waren Eure Highlights und Flops von Apple in 2021? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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