Apple sieht sich weiterer Sammelklage wegen des Entfernens von iTunes-Inhalten ausgesetzt

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Mit iOS 15 führte Apple eine lange und dringend benötigte Funktion ein, die rede ist vom digitalen Nachlass. Gerade bei solchen Themen haben wir analoges Recht noch nicht ins digitale Zeitalter transferiert. Gleiches gilt auch für digitale Güter und damit kommen wir zu iTunes. Wer hier Inhalte wie Filme und Serien kauft, erwirbt lediglich ein Nutzungsrecht. Doch was bedeutet das?

Unterschied zwischen Nutzungsrecht und Eigentumsrecht

Kauft man einen Film oder ein Album auf einem physischen Datenträger wie einer Blue-ray oder eine CD, erwirbt man damit das Eigentumsrecht. Das bedeutet, vereinfacht gesagt, Ihr könnt damit machen, was Ihr wollt. Ihr könnt den Film, das Album verschenken, weiterverkaufen oder eben vererben.

Kauft Ihr den Film oder die CD als digitalen Download bei iTunes, erwirbt man nur ein Nutzungsrecht. Ihr könnt den Film nutzen, aber weder verschenken, noch verkaufen oder vererben. Außerdem behält der Verkäufer, in diesem fall Apple via iTunes das Eigentumsrecht und kann den Inhalt somit jederzeit auch wieder entfernen. Das passiert häufiger, als man denkt. In der Regel sind auslaufende Lizenzvereinbarungen der Grund dafür. Doch immer mehr Nutzer laufen dagegen Sturm, weil sie nahezu den gleichen Preis wie für einen physischen Kauf ausgeben.

Weitere Sammelklage eingereicht

Apple steht bereits vor einer Sammelklage wegen des Potenzials der Entfernung von iTunes-gekauften Inhalten, und es steht jetzt vor einer anderen auf der gegenüberliegenden Seite des Landes. Beide Klagen reichen die gleiche Beschwerde ein: dass der Wortlaut des iTunes Store besagt, dass Sie Filme „kaufen“ oder „leihen“ können, während die Realität ist, dass Sie sie nur lizenzieren können – und dass diese Lizenz später zurückgezogen werden kann. Auch mir in Deutschland ist das bereits passiert – für rund 30€ hatte ich mal eine Staffel einer deutschen Serie gekauft. PatentlyApple berichtet nun, dass in diesem Sachverhalt eine weitere Klage gegen Apple vor dem Bezirksgericht Western District of New York, Buffallo Division, eingereicht wurde.

Rechtlich gesehen, hat man sich hier nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt zu haben um überhaupt eine rechtliche Grundlage zu haben. Ob dies aber nun wirklich praxistauglich ist, werden die nächsten Jahre zeigen. Denn in den kommenden Jahren werden nun die ersten Kunden aus dem Leben ausscheiden und ihre Erben auf den Plan rufen

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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