Clubhouse – Chance oder Risiko?

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

was ist gerade der heißeste Scheiß auf dem iPhone? Richtig, die App Clubhouse. Ihr habt sicherlich schon einmal davon gehört und bei mir gibt es zu dem neuen Hype ein paar Antworten.

Was ist Clubhouse eigentlich?

Clubhouse existiert schon etwas länger und hatte seinen ersten Boom vor allem im Heimatmarkt, den USA und zeigt einmal mehr auf, wie man im digitalen Zeitalter einen echten Hype anfachen kann. Dazu zählen vor allem zwei Dinge. Erstens ist die App bisher ausschließlich auf iOS erhältlich und zweitens benötigt man eine Einladung eines bereits registrierten Nutzers.

Allerdings eröffnet der zweite Blick durchaus, dass der Hype durchaus berechtigt ist und die App trotz aller bedenken um den Datenschutz eine Darseinsberechtigung hat.

Clubhouse ist im Grunde genommen eine Live-Podcast-App, die sich rein auf auf Audio konzentriert. Man tritt sogenannten Räumen bei, bei denen man der Diskussion bzw. der Unterhaltung lauschen kann. Hebt man die virtuelle Hand, kann man vom Moderater auf die Bühne/das Sofa geholt werden und live mitdiskutieren, sofern der Raum öffentlich ist. Dies hat vor allem den gravierenden Vorteil, dass Beleidigungen oder unangemessenes Verhalten kein Raum zur Entfaltung bekommen – es gibt keine Kommentare und keine Links.

Selbstverständlich kann mna nauch eigene Räume erstellen und diese sogar terminieren. Diese Events können dann via twitter oder andere soziale Medien geteilt werden – teilnehmen können aber nur registrierte Nutzer. Diese User-Rollen sind derzeit möglich:

  • Moderatoren: Sie können die Diskussion leiten, indem sie User „auf die Bühne holen“ und sie zu Sprechern machen. Umgekehrt können sie aber auch User wieder von der Bühne entfernen.
  • Sprecher: Diese User können aktiv an der Diskussion teilnehmen und Wortbeiträge leisten.
  • Zuhörer: Einfach nur hören, was es zu diesem Thema aktuell zu sagen gibt? Kein Problem: Jeder User, der einem Raum beitritt, kann die aktuelle Diskussion live verfolgen. Wer per Knopfdruck seine Hand hebt, signalisiert den Moderatoren, dass er ebenfalls etwas zum Gespräch beitragen will.

– Clubhouse für iOS

ZDF – Zahlen, Daten Fakten

  • Audiobasierte Social-Media-App.
  • Bisher nur für iOS verfügbar.
  • Android-Version in Arbeit
  • Teilnahme nur über Einladung möglich.
  • Schon auf 100 Millionen Dollar bewertet, als erst 1500 User registriert waren.
  • Umfangreicher Rollout steht noch aus.

Erster Hype hat etwas nachgelassen

Clubhouse hat nach wie vor DAS Potenzial, die Social Media App 2021 zu werden, der erste große Boom hat zumindest in Deutschland etwas nachgelassen. Der Grund dafür ist recht einfach: Clubhouse muss sich mit den gleichen Widrigkeiten seiner Nutzer wie LinkedIn, Facebook oder Instagram herumschlagen. Auch hier tummeln sich immer mehr User, die dort vor allem am Verkauf ihrer Person oder seiner, zumeist, fragwürdigen, Dienstleistungen sind.

Dies nimmt auch Clubhouse Einiges von seinem Charme und es bleibt spannend zu sehen, wie die Entwickler diesem Problem Herr werden wollen.

Dass die App trotzdem weiter im Gespräch bleibt, verdankt Clubhose diversen Promis: Unter anderem tummeln sich dort diverse Fussballstars wie Max Kruse, Davie Selke aber auch Oprah Winfrey, Joko Winterscheidt sowie Paris Hilton auf der Plattform.

Probleme von Clubhouse

Wie bereits angedeutet, hat Clubhouse als App bereits jetzt mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Neben der fehlenden Strategie zur Monetarisierung bietet die Fokussierung auf das Live-Audio leider auch den Menschen eine Plattform, die sich zutiefst rassistisch oder diskriminierend äußern.

Dies deckte Bloomberg auf und der Shitstorm in den übrigen sozialen Medien lies nicht lange auf sich warten. Die Macher hinter Clubhouse entschuldigten sich in einem eigenen Blog-Post und erklärten dort, sich von jeglicher Form von Rassismus und Diskrimierung zu distanzieren:

Außerdem hat Clubhouse die Definition der Moderatoren überarbeitet: Diese sollen zukünftig schneller eingreifen und entsprechende Personen aus der Diskussion entfernen. Außerdem sollen entsprechende User gemeldet werden können – dies wird aber auch gerne missbräuchlich verwendet.

Last but not least kann und wird Clubhouse auch bereits politisch instrumentalisiert. Direkt nach dem Launch in China wurde die App von der kommunistischen Partei bereits zensiert und ausgesperrt, man fürchtet hier den Austausch der freien Meinung.

Datenschutz ist nicht wirklich vorhanden

Dann wäre noch das Problem mit dem Datenschutz und hier sind schon erste Datenschutzbeauftrage tätig geworden. Vor allem das Fehlen eines deutschen Impressums ist absolut unzulässig. Dann wären da noch die Live-Mitschnitte, die sich Clubhouse in seinen AGB einräumt. Offiziell will Clubhouse diese nur bei einem gemeldeten Verstoss auswerten

Dann wäre da noch das Einladungssystem: Ein Invite kann nur via Handynummer verschickt werden und dafür will Clubhouse den vollen Zugriff auf das Kontaktbuch. Mit den so gesammelten Daten werden sogenannte Schattenprofile erstellt, was zu einem gewissen Unmut in der Community geführt hat.

Wer von Euch ist denn schon bei Clubhouse? Wie findet Ihr das neue Social Network? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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