LG überprüft sein Smartphone-Geschäft – Ausstieg möglich

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seit Jahren hat der Elektronik-Konzern ein Sorgenkind und das ist die hauseigene Smartphone-Sparte mitsamt der dazugehörigen Displayproduktion. Weil alle Hersteller immer mehr auf OLED-Displays setzen, sinkt die Nachfrage nach LCD-Displays. So gibt es bei Apple mit dem iPhone SE 2020 derzeit nur noch ein iPhone mit Flüssigkristallbildschirmen, bei dem LG aber überraschend leer ausging.

Apple setzt dabei auf Sharp

Obwohl LG langjähriger Displaylieferant für iPhone-Bildschirme war, setzte der iPhone-Konzern beim iPhone SE 2020 überraschend auf Sharp und Japan Display. Grund dafür sollen durchgefallene Qualitätstest sein, welche nun für LG ernsthafte Konsequenzen zu haben scheinen. Die Produktion von LCD-Displays für iPhone sollen laut The Elec komplett eingestellt und die Fabrik stattdessen zur Produktion von Automobil-Displays umfunktioniert werden.

Zusätzlich mit den entfallenden Aufträgen kämpft der Konzern mit einem konstant sinkenden Smartphone-Geschäft, weshalb es an der Spitze bereits vor einem Jahr einen Wechsel gab. Der neue CEO Kwon Bong-Seok, im Januar 2020 angetreten, schwor nun seine Mitarbeiter darauf ein, das Smartphone-Geschäft komplett neu zu bewerten:

Da der Wettbewerb auf dem globalen Markt für mobile Geräte immer härter wird, ist es an der Zeit, dass LG ein emotionsloses Urteil und die beste Wahl trifft. Das Unternehmen erwägt alle möglichen Maßnahmen, einschließlich Verkauf, Rückzug und Verkleinerung des Smartphone-Geschäfts.

Hohe Verluste in Milliardenhöhe

Schon seit Jahren kämpft das Unternehmen mit immensen Verlusten von Marktanteilen, 2020 betrug dieser gerade einmal 2%. Zu groß ist die Konkurrenz mit Apple, Samsung, Huawei, Xiaomi und Co, obwohl man immer wieder innovative Konzepte auf den Markt brachte. Dazu zählen derzeit das LG Wing mit seinem um 90° drehbaren Zweit-Display oder das LG Rollable.

Die täuschen jedoch nicht über die kontinuierlichen Verluste hinweg, die sich in den vergangenen Jahren auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar summierten. Aus diesem Grund zieht LG nun mehrere Optionen für seine Smartphone-Sparte in Betracht

Entweder komplette Einstellung oder Verkauf

Schaut man sich die Äußerung sowie das Ziel an, mit dem LG´s neuer CEO vor rund einem Jahr angetreten ist, scheint es derzeit laut The Korea Herald nur eine Option zu geben: Das Geschäft mit den Smartphones steht wohl endgültig vor dem Aus. Wie genau das aussehen mag, ist derzeit noch unklar. Eine Einstellung wird ebenso ergebnisoffen diskutiert wie ein Verkauf der Sparte, wobei hier der Abnehmer interessant werden wird. Eine signifikante Schrumpfung macht nur dann Sinn, wenn LG an ein späteres Comeback glaubt

Man will OLED und Mini-LED weiter ausbauen

Wie bereits oben erwähnt, wird das Werk, indem derzeit noch LCD-Bildschirme für iPhones produziert werden, umfunktioniert. Das Werk in der südkoreanischen Stadt Gumi soll stattdessen Displays für den Automobilsektor herstellen, wo LG bereits einen weltweiten Marktanteil von knapp 25% hält.

Außerdem will man sich weiter auf seine OLED-Displays konzentrieren, auch hier ist man besonders bei TV-Bildschirmen unangefochtener Marktführer. Zusätzlich bereitet man sich wie der ärgste Konkurrent Samsung auf die Massenproduktionen sogenannter Mini-LED-Displays sowie Micro-LED-Bildschirmen vor.

Beiden Displaytechnologien kommt in den nächsten Jahren laut Branchenbeobachtern eine absolute Schlüsselrolle zu, Mini-LED-Displays sollen in den kommenden iPad- und MacBook-Generationen eingesetzt werden und voraussichtlich noch in diesem Jahr kommen.

Was ist denn Eure Meinung dazu? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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