Mieten wir bald nur noch die Hardware von Apple? Experte hält dies für realistisch

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Hand auf´s Herz, wer von Euch kennt den Begriff „Dauerschuldverhältnis“? Laut Duden ist damit ein Schuldverhältnis gemeint, das sich auf wiederkehrende, sich über einen längeren Zeitraum wiederholende Leistungen und Gegenleistungen gerichtet ist und nur einmal in einem Vertrag vereinbart werden muss – doch was hat das mit Apple zu tun? Nun, mehr als man glauben mag.

Abo light exisitiert ja schon

Apple hat als Konzern gegenüber seinen Wettbewerbern einen immensen Vorteil. Man deckt mittlerweile nicht mehr nur fast die gesamte Produktions- sondern auch nahezu die gesamte Wertschöpfungskette ab. Zudem passt es, dass man Hard- und Software aus einer Hand bietet und so eine vollständige User Experiance bieten kann. Alle Geräte sind auf die jeweilige Software pefekt abgestimmt und werden um genau zugeschnittene Dienste wie iCloud, Apple Music oder Apple TV+ ergänzt – Letzteres bietet man seit einigen Wochen nun mittels Apple One an.

Außerdem müssen wir festhalten, dass Cupertino in den USA ja bereits ein Hardware-Abo mit dem iPhone Upgrade Program anbietet: Ab einem Preis von 35 US-Dollar pro Monat erhalten amerikanische Kunden jedes Jahr das neue iPhone inklusive Apple Care+.

Und obwohl es laut diversen Brancheninsidern ein voller Erfolg ist, hat Apple dieses Programm nie auf andere Länder ausgedehnt – das könnte aber demnächst und umfassender geschehen.

Die gesamte Produktpalette soll sich mieten lassen

Laut den Analysten von Loup Ventures soll Apple die Ausweitung des iPhone Upgrade Program auf die gesammte Produktpalette seiner Hardware ausweiten. So könntet Ihr auswählen, welche Produkte (iPhone, iPad, Apple Watch, Apple TV und Mac) Ihr benötigt und gegen einen monatlichen (nicht allzu geringen) Beitrag mieten.

Ihr hättet somit immer aktuelle Hardware nebst Apple Care+ und müsstet Euch diesbezüglich keinen Gedanken mehr machen – die Nachteile sind allerdings gravierend. Sobald das Abo gekündigt wird, besitzt Ihr keines der Geräte und müsst es zurückgeben.

Infrastruktur ist vorhanden

Gerade die Rückgabe ist neben den hohen monatlichen Abokosten das zentrale problem in meinen Augen. Jeder, der schon einmal ein Auto geleast hat, weiß, wovon ich spreche. Bei der Rückgabe werden die Geräte peinlich genau im Apple Store in Augenschein genommen und der kleinste Kratzer notiert und für eine entsprechende Abschlussrate zusammengerechnet. Durch den sehr hohen Werterhalt von Apple-Produkten sei auch bei einer späteren Gebrauchtverwertung, beispielsweise in Form eines erweiterten Apple-Refurbished-Programms, ebenfalls ein Gewinn für Apple erzielbar.

Apple kann solch ein Programm zweifelsfrei auf die Beine stellen, da man neben der Hard- und Software eben auch mit den Apple Stores über die vertriebliche Infrastruktur verfügt.

Existiert bereits in Deutschland

Sollte Apple tatsächlich ein Abo-Modell seiner Hardware planen, tritt das Unternehmen in einen direkten Wettbewerb mit dem deutschen Online-Händler Cyberport. Dieser hat vor wenigen Wochen bereits solch ein exklusives Angebot gestartet. Dementsprechend ist es naheliegend, dass auch Cupertino solch ein Modell anbieten wird – zumal sie mit der Apple Card ja auch schon über ein entsprechendes Finanzkonstrukt verfügen.

Persönlich bin ich dem sehr kritisch eingestellt. Durch den wegfallenden Kauf schafft man keine Werte an und als Privatperson lassen sich iPhone, iPad und Co nur sehr schwer von der Steuer absetzen – der Verlust für eine Privatperson ist einfach zu hoch, da ja auch der Erlös aus dem Wiederverkauf entfällt.

Für Firmen und Selbstständige hingegen kann es eine Option sein, einfach wegen der steuerlichen Abschreibung. Trotzdem muss auch hier sorgfälitig abgewägt werden. Am Ende des Tages ist es einfach nur ein weiteres Abo, was die Verschuldungsquote weiter nach oben treiben dürfte, schon jetzt geben Haushalte in Deutschland durchschnittlich mehr als 111,00€ (laut Statista) für „andere Waren und Dienstleistungen“ aus – also Netflix, Spotify, Amazon prime, Microsoft 365 usw.

Wenn dann noch iPhone, MacBook und ein iPad mit monatlich um die 150,00€ hinzukommen sollten, sieht es für eine Menge Haushalte finanziell wirklich düster aus. Wie seht Ihr den immer stärker werdenden Trend, nebst Dienstleistungen auch immer mehr Hardware im Abo anzubieten? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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