Der M1 flext ganz gut: Die ersten Benchmarks aus der Praxis sind da

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Seit heute Morgen werden die ersten Mac-Modelle mitsamt M1-Chip an die Kunden ausgeliefert und wir bekommen somit deutlich validere Benchmark-Ergebnisse, die im Gegensatz zu Geekbench deutlich eher an der Praxis orientieren – und diese sind famos. Anders lässt sich das nicht beschreiben, vor allem mit dem Hintergrund, dass es sich hierbei eher um Einstiegsmodelle handelt. Die Pro-Serien wie das MacBook Pro 16″ oder den iMac 27″ hat Cupertino ja noch nicht einmal auf Apple Silicon umgestellt.

Cinebench

Im Gegensatz zu Geekbench werden bei Benchmarks mit Cinebench nicht nur die CPU-Leistung sodern das gesamte Abschneiden des Systems berücksichtig und hier schaftt der M1 im MacBook Pro 13″ beeindruckende Werte:

  • 8816 Punkte: MacBook Pro 16″ Core i9, 8 Kerne
  • 7508 Punkte: MacBook Pro 13″ M1
  • 6912 Punkte: MacBook Pro 16″ Core i5, 6 Kerne
  • 4329 Punkte: MacBook Air, vorheriges Topmodell

Was direkt auffällt, das vollausgestatte MacBook Pro 16″ für den fast doppelten Preis kann sich nur minimal, um knapp 20%, von MacBook Pro 13″ mit M1 absetzen – und das MBP 16″ verfügt dabei noch über eine dedizierte Grafikkarte.

Noch beeindruckender wird die Leistung im Hinblick auf Performance pro Watt, wenn wir einen Blick auf das Topmodell von Intels Chipsätzen werfen. Dieser ermöglicht mit 28 Kernen bei einer Taktfrequenz von 3,1 GHz bis zu 31.000 Punkte im Multi-Score – weißt dabei aber eine TDP von 225 Watt auf. Beim i9 sind derzeit 17.000 Punkte das Limit, hierzu bedarf es 10 Kernen mit 3,7 GHz und einer TDP von 125 Watt. Wohlgemerkt: In einem Desktop-Rechner wo deutlich mehr Platz für eine aktive Kühulung vorhanden ist.

Final Cut Pro

Dass die genannten Werte von Apple auf der Keynote mit Substanz sein müssen, wurde auf dem Event spätestens dann deutlich, als man auf dem MacBook Air Final Cut Pro zeigte.

Ich habe ein MacBook Air von 2018 und selbst einfache Viudeoschnittaufgaben in iMovie machen das Gerät absolut zähflüssig, weshalb mir nie im Traum eingefallen wäre, darauf mit Final Cut Pro zu arbeiten. Doch dank dem M1 ist das augenscheinlich gar keinProbleme mehr, wie die ersten Versuche zeigten:

  • 11:30 Minuten H264: iMac Pro mit 128 GB RAM
  • 2:47 Minuten H265: iMac Pro
  • 10:20 Minuten H264: MacBook Pro (M1)
  • 1:02 Minuten H265: MacBook Pro (M1)

Das sind absolut beeindruckende Zahlen und zeigen zudem auch, das die integrierte GPU Einiges auf dem Kasten haben muss und sich nicht vor (nicht mehr ganz aktuellen) externen Grafikkarten verstecken muss.

Warum dies so wichtig ist? Nun ja, wie bereits eingangs erwähnt, hat Apple mit dem MacBook Air, dem Mac Mini und auch dem MacBook Pro 13″ zunächst einmal die Einstiegsmodelle der Mac-Produktpalette auf Apple Silicon umgestellt. Dier wirklichen Arbeitsmaschinen mit dem MacBook Pro 16″, dem iMac 27″ sowie dem iMac Pro sind dann kommendes Jahr an der Reihe und gemäß den Ergebnissen mit dem M1 sollte Intel wirkliche Angst bekommen.

Auch die SSD verbesserte Apple abermals

Auch wenn die Mac-Modelle immer schlechter reparierbar sind und sich der Datenspeicher nicht austauschen lässt, bringt es wenigstens einen Vorteil – die Geschwindigkeit konnte Cupertino kontinuierlich steigern. Mein MacBook Pro 15″ Late 2013 kommt auf Schreibgeschwindigkeiten von etwas mehr als 600 Mbit/s, während die Lesegeschwindigkeit bei knapp 950 Mbit/s liegt.

Im MacBook Air mit M1 liegen diese bei 2,1 GB pro Sekunde für das Schreiben von Daten, während diese sogar mit bis zu 2,7 GB pro Sekunde gelesen werden können. Anbei einmal ein Vergleich mit den aktuellen macBook-Modellen:

  • 2,7 GB/s Lesen: MacBook Air M1
  • 2,6 GB/s Schreiben: MacBook Pro 16″ 2019
  • 2,5 GB/s Lesen: MacBook Pro 16″ 2019
  • 2,1 GB/s Schreiben: MacBook Air M1
  • 1,3 GB/s Schreiben: MacBook Air 2020 Intel
  • 1 GB/s Lesen: MacBook Air 2020 Intel

Das sind absolut beeindruckende Zahlen. Noch heftiger sind all diese Werte aber, wenn man sich die Hitzeentwicklung anschaut. Die ARM-Archtiektur wurde damals für Mobilgeräte mit wenig Platz und passiver Kühlung entwickelt und diese Vorteile konnte Apple wohl transferien.

Tester von iPhonecanada ermitteln bei mehreren Durchläufen eine Erhitzung in der Nähe der Körpertemperatur, also irgendetwas um die 37,5° Celsius – mein MacBook Pro 15″ mit zwei Lüftern erreicht regelmäßig im Alltagsbetrieb Werte jenseits der 40° Celsius,

Fazit: Die Pro-Macs können kommen

Da Apple den gerüchten zufolge ja noch an einer dedizierten Grafikkarte namens „Lifuka“ arbeitet, sollten Intel und auch AMD sich warm anziehen, denn Cupertino zieht ihnen mit Apple Silicon gerade im wahrsten Sinne des Wortes das Fell über die Ohren.

Dabei scheint sich immer mehr heraus zu kristallisieren, dass der M1 das immense Potenzial nur andeuten soll und erst der M2 seine Leistung so richtig entfesseln wird. Der Computerbranche steht ein äußerst interessantes Jahr 2021 hervor, über das 2025 wohl noch ehrfürchtig sprechen werden.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patzrick a.k.a. Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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