Apple muss Patentroll über 500 Millionen US-Dollar Schadensersatz zahlen

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eine der lästigsten Unarten des Netzes sind sogenannte Trolle, die nicht nur mir sondern jeder Online-Publikation das Leben häufig unnötig erschweren. Was bei uns aber häufig nur ein deutlicher Mehraufwand an Zeit ist, kann bei sogenannten Patentrollfen aber schnell in die zig Millionen gehen. Eine Firma tut sich dabei besonders hervor und das ist VirnetX – die haben gerade einen weiteren Prozess gegen Apple gewonnen

Strategie ist bekannt

So simpel die Strategie auch ist, so effektiv ist sie leider auch. Das Geschäftsgebahren ist dabei in wenigen Worten erklärt: So kauft das börsennotierte Unternehmen VirnetX immer wieder lizensierte Patente auf, um dort nach Lücken zu suchen. Anschließend werden Firmen verklagt, die der Meinung von VirnetX dagegen verstoßen.

Das Unternehmen scheut dabei kein Risiko, Apple selbst war schon mehrfach das Ziel dieser durchaus zweifelhaften Geschäftspraktiken, neben Microsoft und Cisco. Wie dem auch sei, diese Fehde dauert nun schon zehn Jahre an, wobei insbesondere Technologien im Bezug auf FaceTime, iMessage und VPN-Protokollen das Ziel der Angriffe sind- Zu Letzterem musste der iPhone-Hersteller nun eine bittere Niederlage einstecken.

VPN angeblich für die CIA entwickelt

Die Überschrift klingt mit Absicht so absurd, da es das hauptargument von VirnetX für die Patentverletzung mit dem Namen „VPN on Demand“ darstellt. Das Unternehmen erklärte hierbei, diese Technologien für die CIA entwickelt zu haben und Apple habe sich schlicht dieser Erfindung bedient um Profit daraus zu schlagen.

VirnetX teilte der Jury mit, 700 Millionen US-Dollar an Ansprüchen geltend machen zu wollen – Cupertino wiederum hielt eine Summe von 113 Millionen Dollar für angemessen.

Laut Bloomberg habe das Gericht in Tyler/ Texas (die Wahl des Gerichtsortes überrascht wenig, da hiesige Gerichte in texas als äußerst Klägerfreundlich gelten) innerhalb von 90 Minuten geurteilt, dass Apple die Patente verletze und deshalb einen Schadensersatz von 502,8 Millionen US-Dollar leisten muss.

Nun kann sich Apple dies aus der Portokasse leisten, die Folgen wären aber unabsehbar und würden die Büchse der Pandora erst endgültig öffnen. SO verwundert es nicht, dass Apple selbstredend Einspruch dagegen einlegen will

Berufung erfolgt auf jeden Fall

Obwohl Apple selbst nicht gerade zimperlich als Kläger auftritt, muss man hier schon eine Lanze für Cupertino brechen. Das zuständige Patentamt habe nämlich das verhandelte Patent für ungültig befunden, zudem sind solche Prozeese lediglich darauf abgestimmt, möglichst viel Geld herauszuschlagen und Innovationen im Keim zu ersticken.

Apple erklärte, dagegen Einspruch einzulegen, denn letzten Endes würden die Verbraucher damit geschädigt werden. Wenig überraschend hat sich VirnetX bisher nicht dazu geäußert.

Was ist denn Eure Meinung zu diesem Sachverhalt? Sieht Apple sich hier zu Recht geschädigt? Oder hat alles seine Ordnung? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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