Das vierte Quartal in 2020 von Apple: Wieder einmal beeindruckend

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gestern gegen späten Abend gab Apple die Zahlen für Q4 2020 bekannt und konnte wieder einmal beeindrucken. Zwar stieg der Gewinn für die Verhältnisse von Apple nur leicht an, das verspätete iPhone 12 konnte man aber mit dem Mac mehr als ausgleichen. Werfen wir einen detaillierteren Blick darauf.

Umsatz stieg nur leicht an – aber dies trotz COVID-19

Traditionell beschließt Apple sein laufendes Geschäftsjahr immer zum 30. September, also im eigentlich dritten Kalenderquartal – dies nur als Vorabanmerkung. Doch das hauseigene Abschlussquartal konnte wieder einmal mit sensationell guten Ergebnissen beeindrucken.

Der Quartalsumsatz stieg nur leicht auf 64,7 Mrd. US-Dollar an, im Vorjahreszeitraum lag er bei 64 Mrd. US-Dollar, dies ist aber auf den verspäteten Start des iPhone 12 zurückzuführen. Diese Lücke füllte stattdessend er Mac und zwar ebenfalls mit beeindruckenden Zahlen. Lediglich der Gewinn sank etwas, von 13,7 Milliarden musste das Unternehmen einen Rückgang auf 12,7 Milliarden verkraften.

Erklärt wurde dies mit erhöhten Investitionen in Research und Development sowie höheren Kosten für den Vertrieb der Produkte, so waren die hauseigenen Apple Stores nahezu weltweit über einen Monat geschlossen – bei gleicher Bezahlung für die Angestellten.

So schlüsselt sich der Umsatz auf

Schon seit einer geraumen Weile verkündet der iPhone-Konzern keine genauen Stückzahlen mehr, sondern weist den Umsatz lediglich pro Unternehmenssparte aus:

Mac: 9,03 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal: 6,99 Milliarden)
iPhone: 26,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal: 33,3 Milliarden)
iPad: 6,8 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal: 4,66 Milliarden)
Services: 14,5 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal: 12,5 Milliarden)
Andere Produkte: 7,8 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal: 6,52 Milliarden)

Hier wird sehr deutlich, das sman beim iPhone zwar einen großen Rückgang hinnehmen musste, der Mac allerdings überragend performte. Man kann sagen, Home Office war geradezu ein Booster für den Mac. ODer die Zahlen mal anders ausgedrückt:

  • iPhone-Umsatz um 20% gesunken
  • Mac-Umsatz um 29% gestiegen
  • iPad-Umsatz um 46% gestiegen
  • Wearables/Zubehör um bis zu 20% gestiegen
  • Services um 16% gestiegen

Die einzelnen Regionen

Große Verschiebungen gab es im Vergleich zum letzten Jahr nicht, lediglich China brach von 11,1 Milliarden auf 7,9 Milliarden Dollar ein. Alle anderen Regionen gewannen hingegen hinzu – Europa und die USA kompensierten aufgrund von Home Office den Negativtrend Chinas komplett.

Ausschüttung an die Aktionäre

Das Unternehmen gab zudem bekannt, 0,205 US-Dollar pro Aktie zum 12. November 2020 auszuschütten – vorausgesetzt, die Aktie wurde am 09. November 2020 gehalten. Hier darf man nicht vergessen, dass Apple erst vor kurzem einen Aktiensplit vornahm.

Ausblick auf das kommende Quartal

Vorweg sei genommen, dass Apple aufgrund der Situation von Corona auf für das kommende Quartal keine Prognosen abgegeben hat. Jedoch gab es ein paar Informationen, die eine ungefähre Richtung vorgeben.

Luca Maestri beispielsqweise erklärte, dass die Marge bei Services und Diensten sagenhafte 66% betrage, was die üppigen Gewinnspannen der Hardware noch einmal deutlich übertrifft.

Das ist insofern interessant, weil die „Install Base“ des iPhone noch nie so hoch war: Anders ausgedrückt, es gab noch nie so viele iPhone-User wie derzeit, Analysten sprechen von bis zu einer Milliarde aktiv genutzen iPhones. Davon profitiere die Erwartung von Apple, insbesondere durch den bald beginnenden Marktstart der hauseigenen Medien-Flat Apple One – dies widerum schlägt den Bogen zu der eingangs erwähnten Marge.

Außerdem geht man davon aus, die Absatzdelle in China wieder ausgleichen zu können, Grund für die Annahme dürfte sichertlich das neue iPhone 12 mitsamt 5G sei. Dies ist insofern wichtig, da in diesem Quartal das MacBook Pro und das MacBook Air den verlorenen iPhone-Umsatz ausgleichen konnten.

Ein KOnfernez-Teilnehmer hatte diesbezüglich noch die Idee, ob Apple plant, Hardware-Bundles zu verkaufen – auf seitend er Dienste gibt es mit Apple On ja bereits solch ein Angebot. Wie üblich äußerte sich Tim Cook mit der allseits bekannten Floskes, dass es am heutigen Tage dazu nichts zu sagen gibt.

Auch Amazon gibt Rekordzahlen bekannt

Natürlich hat Amazon mit Apple recht wenig gemeinsam, trotzdem will ich dem einen kurzen Absatz wissen. Auch der Versandgigant aus Seattle gab seine Zahlen bekannt und ebenso wie Apple profitierte man extrem von Corona.

Kurz gesprochen, verdreifachte man seinen Gewinn von 2,1 Milliarden US-Dollar auf nunmehr 6.3 Milliarden US-Dollar. Möglich machte dies ein Umsatzzuwachs von 37% auf 96,1 Milliarden US-Dollar – nur zum Vergleich: Der Umsatz des Vorjahresquartal lag bei rund 70 Milliarden US-Dollar.

Was ist Eure Meinung dazu? Hättet Ihr solch einen starken Umsatzzuwachs beim Mac erwartet? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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