Einfach nur dreist: Apple streicht Zubehör auch beim iPhone SE, iPhone XR und iPhone 11

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Bevor ich mich wirklich aufrege, möchte ich zuerst ein paar positive und lobende Worte finden: Persönlich begrüße ich es sehr, dass Apple immense Anstrengen unternimmt, um seine Produkte und Services klimaneutral zu gestalten. Sicherlich, mit dem Barvermögen ist es vielleicht einfacher als für andere Unternehmen, das soll die Leistung nicht schmälern. Es ist wahrlich beeindruckend, wie Apple gezielt regenerative Energien für seine Serverzentren oder sein neues Headquarter einsetzt.

Umweltschutz wird auch in die Lieferkette übertragen

Das gröte Problem für Firmen aus dem Tech-Sektor ist oftmals nicht die eigenen CO2-Bilanz sondern die der Zulieferer. Apple ist wie Samsung und Co auf eine Vielzahl von Rohstoffen wie Seltene Erden, Kobalt (nicht Kobolde wie Ann-Lena Baerbock immer wieder behauptet) Silizium und Co angewiesen. Diese werden im Jahr 2020 immer noch von viel zu vielen Zulieferen unter katastrophalen Umwelt- und Arbeitsbedingungen in Afrika, Asien und Südamerika gefördert.

Hier hat Cupertino durch eine Vielzahl von Verpflichtungen und Agreements eine Basis geschaffen, von denen beispielsweise hiesige Autobauer nur träumen können. Kurz gesagt, verliert jeder Zulieferer und Sub-Unternehmen zu sofort den Auftrag, wenn Apple Verletzungen in dieser Richtung feststellt. Und das ist trotz knallhart kalkulierter Margen aufgrund der immensen Produktionsmenge ein immens hohes Risiko.

Heuchelei ist dagegen uncool

Diese einleitenden Worte sind notwendig gewesen, um die Situation bezüglich des eingesparten Powerplug und EarPods im iPhone 12, iPhone 12 Pro (Max) und nun auch den vorherigen Baureihen iPhone SE 2020, iPhone 11 und iPhone Xr richtig einordnen zu können.

Lisa Jackson, Vice President,Environment, Policy and Social Initiatives, erklärte auf der Keynote zwar richtigerweise, dass langjährige Kunden Powerplugs und EarPods in ausreichender Stückzahl vorrätig haben und es deswegen nicht mehr notwendig sei, diese auszuliefern.

Im Kern spart dies natürlich Rohstoffe und Platz in der Verpackung ein, die Rohstoffe können anderweitig genutzt werden und Foxconn und Co können schlicht mehr iPhone-Kartons auf eine Palette packen – soweit so gut.

Diese Argumente werden aber schlicht ab absurdum geführt, wenn Apple beim hinzugefügten Lightning-Kabel ein entscheidendes Bauteil verändert: Die Rede ist hier von der USB-C-Buchse auf der anderen Seite des Kabels. Dann nämlich sind die all die Powerplugs, die laut Lisa Jackson in Hülle und Fülle beim Kunden „auf Halde“ liegen, absolut obsolet.

Schlimmer noch, die Kunden sind so de facto gezwungen sich einen neuen Charger zu kaufen, welchen Apple selbstverständlich auch anbietet – für ganz schlanke 25€. Das mag sich nicht nach viel anhören, bei vorsichtig geschätzt 120 Mio. verkauften iPhone-Modellen kommt aber Einiges zusammen und Apple kassiert mit dem Appell an die Umwelt mächtig ab – Tim Cook hat halt bei den Basics von BWL richtig gut aufgepasst.

Seid lieber ehrlich

Mir geht es hier nicht um die 25,00€, wer sich ein iPhone kauft hat das Geld halt auch noch über. Vielmehr stört mich halt die Irreführung mit der Anführung eines edlen und unterstützenswerten Motivs, um dann hintenrum beim (gutgläubigen) Kunden abzukassieren.

Eigentlich sollte Apple dies nicht notwendig haben, zumal man ja sonst ein so kommunikationsstarkes Unternehmen ist. Aber durch die Scheinheiligkeit wird das edle Motiv mit unglaublich viel negativer Emotion aufgeladen und bewirkt in meinen Augen beim Verbraucher genau das Gegenteil – r wird sich dem Umweltgedanken eher verschließen anstatt sich dafür zu öffnen und sein Verhalten selbst zu reflektieren.

Wie seht Ihr das? Was ist Eure Meinung zu den Plänen von Apple, zukünftig bei allen Modellen auf Netzteil und Kopfhörer zu verzichten? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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