Recap zum „Hi, Speed“-Event

Hallo und herzlich willkommen zum Recap des „Hi,Speed“-Event von Apple auf meinem Blog,

HomePod Mini

Gestartet wurde mit dem HomePod Mini. Dieser schaut wie auf den kurz zuvor geleakten Bildern aus, eine Kugel mit einem abgeschnittenen Topping.

Das Gewebe aus Mesh übernimmt der HomePod Mini von seinem größeren Bruder. Das gleiche gilt übrigens für die Audiokalibrierung mit der sich der HomePod Mini klanglich an den Raum und den Aufstellungsort anpasst.

Apple nennt dieses Feature Computational Audio, was außerdem für eine vollen und satten Sound sorgen soll. Damit dies gelingt, hat Apple die Treiber der beiden Lautsprecher und des Tieftöners selbst entwickelt.

HomePod von Innen

Dazu verbaut Apple einen S5-Chip, welchen man aus der Apple Watch Series 5 übernahm. Selbstverständlich lassen sich zwei HomePod Mini auch zu einem Stereopaar koppeln. Zuzdem bietet der HomePod Mini nun eine Stimmerkennung an, damit kann der Smart Speaker an das jeweilige Familienmitglied angepasst und temporär individualisiert werden.

Intercom – interaktiv über verschiedene Geräte

Zusätzlich zum S5 verbaut Apple im neuen HomePod Mini den U1-Chip, mit dessen Hilfe die Steuerung des Smart Home schneller gelingen soll. Mit Intercom will Apple die Kommunikation unter den Familienmitgliedern verbessern.

Eine Person kann eine Intercom-Nachricht von einem HomePod an einen anderen senden — egal, ob in einem anderen Raum, einer bestimmten Zone oder mehreren Räumen im ganzen Haus — und ihre Stimme wird automatisch auf dem dafür vorgesehenen HomePod-Lautsprecher abgespielt. Intercom funktioniert mit iPhone, iPad, Apple Watch, AirPods und CarPlay, sodass jeder im Haushalt Intercom-Benachrichtigungen erhalten und Intercom-Nachrichten senden kann, sei es vom Garten aus oder auf dem Heimweg.

Preislich ist der neue HomePod Mini mit 96,90e für Verhältnisse von Apple extrem aggressiv angesetzt, man will mit Macht die Dominanz von Amazon und Co bei den preisgünstigeren Smart Speakern brechen.

Leider ist der HomePod Mini nur in ausgewählten Ländern (Australien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Hongkong, Indien, Japan, Spanien, Großbritannien und den USA) verfügbar und dies erst ab dem 06. November. Ab diesem Datum nimmt Cupertino Vorbestellungen dafür entgegen, ausgeliefert werden soll der Speaker dann zehn Tage später am 16. November

Das neue iPhone – Ab geht´s mit 5G

Mit dem iPhone 12 bietet Apple erstmals ein iPhone mit 5G an, was für den Konzern und das Gerät eine einschneidende Veränderung bedeutet. Tim Cook hob besonders die Vorteile von 5G heraus: Man biete dank ultraschnellen Internet mehr Sicherheit, da man sich nicht mehr mit freien WLAN-Hotspots verbinden muss, hochauflösende Cloud-Games sind nun möglich und Vieles mehr.

In der Spitze soll das 5G-Modem Downloadraten von bis zu 4 Gbps ermöglichen, das dürfte aber nur unter idealen Voraussetzungen möglich sein. Der Upload soll mit 200 Mbit/s möglich sein. Deutlich interessanter als die reinen Geschwindigkeiten sind allerdings die geringeren Latenzzeiten sowie der Netzentlastung. in dicht besiedelten Gebieten oder bei Konzerten, Sportveranstaltungen soll es weniger Flaschenhälse geben.

Das iPhone 12

Das iPhone 12 kommt im Design des iPhone 4 daher, was ein kantiges Gehäuse bedeutet; zudem sind die vorab geleakten Bilder echt gewesen. Erstmals bietet auch das „normale“ iPhone ein OLED-Display, von Apple Super Retina XDR getauft.

Durch den Einsatz von OLED ist das Display 11% dünner geworden und 16% leichter, darüber bietet es mit 460 ppi eine fast anderthalb mal höhere Auflösung als der direkte Vorgänger.

Ebenfalls verbessert wurden die Maximale Helligkeit und der Kontrast. Letzterer liegt nun bei 2.000.000 zu 1, die maximale Helligkeit liegt nun bei 1200 Nits.

Geschützt wird das neue Glas durch eine weitere Neuentwicklung, die der Konzern Ceramic Shield nennt. Hierfür mischt der Konzern während der Herstellung des Displaglas mikroskopisch feinste Keramikpartikel dazu, um die Steifigkeit zu erhöhen – laut dem Hersteller der größte Fortschritt bei einem Display-Glas, welcher jemals erzielt wurde.

Besonderes Augenmerk legt der Hersteller seit Jahren auf die Kamera und holt hier seit zwei Generationen wieder sukzessive auf den Wettbewerb auf.

Das neue iPhone 12 kommt ebenfalls mit einer Dual-Kamera, deren Auflösung bei 12 MP liegt. Neben dem Weitwinkelobjektiv wurde vor allem die Ultraweitwinkellinse überarbeitet. Hier verbaut der Hersteller nun eine Blende von f/2.4 und einem Aufnahmewinkel von 120°.

Die größten Veränderungen an der Kamera fanden allerdings unter der Haube in Kombination mit dem A14 Bionic statt. Night Mode und Deep Fusion sind nun auch um Ultraweitwinkel möglich, zusätzlich kann auch die FaceTime-Kamera auf der Front Selfies mit Night Mode aufnehmen.

Übertroffen hat Apple sich allerdings wieder einmal bei der Videofunktion. Dank dem A14 Bionic lassen sich nun auch Zeitraffer-Videos im Night Mode aufnehmen – und zwar ohne Bildrauschen. Apple nennt den neuen Modus schlicht Night Mode Time Lapse.

iPhone 12 Mini

Wie erwartet, stellte Apple neben dem iPhone 12 auch das iPhone 12 Mini vor. Dieses setzt auf genau die gleichen Features wie das normale iPhone 12, ist aber mit einer Displaydiagonale von 5,4″ bedeutend kleiner. Der Clou daran ist, dass das iPhone 12 Mini die selben Gehäuseabmessunge wie das aktuelle iPhone SE mit 4,7″ Displaydiagonale hat.

Der Konzern selbst preist das iPhone 12 Mini als das kleinste, kompakteste und leichteste 5G-Smartphone der Welt an.

Das iPhone 12 Pro und 12 Pro Max

Auch das iPhone 12 Pro orientiert sich vom Design am iPhone 4 und wird kantiger, was mir gut gefällt.

Das iPhone 12 Pro kommt übrigens in zwei Displaygrößen daher, 6,1″ und 6,7€ stehen zur Auswahl. Der Rahmen ist wieder aus Edelstahl, die Rückseite kommt in poliertem Aluminium daher. Die IP-Zertifzierung hat der Konzern verbessert, das Pro-Modell hält nun ein Wasserbad in bis zu 6 Metern aus.

Am Display selbst hat Apple nicht viel verbessert, die Auflösung beträgt 470 ppi, der Kontrast liegt bei 2.000.000 zu 1, die Helligkeit liegt bei 1200 Nits und HDR sowie Dolby Vision sind ebenfalls an Bord – eben das Super Retina XDR-Display. Allerdings wurde auch hier das Displayglas verbessert, wie beim iPhone 12 kommt hier das Ceramic Shield zum Einsatz.

Wenig überraschend kommt das iPhone 12 Pro ebenfalls mit neuen Farbvarianten daher, das gemunkelte Blau nennt der Konzern „Pacific Blue“ und dies löst das Nachtgrün des iPhone 11 Pro ab. Außerdem ist Space Grau für dieses Jahr Geschichte, Interessierten können stattdessen „Graphite“ wählen.

Kamera nun auf Pro-Niveau

Da sich die übrigen Hardware auf nahezu identischen Niveau bewegt, unterscheidet der iPhone Konzern die beiden iPhone-Modelle nun bei der Kamera, dies deutlich stärker als im vergangenen Jahr.

Dies mag auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen, da alle Kameras nach wie vor nur eine Auflösung von 12MP liefern. Zunächst einmal sind die drei Linsen und Sensoren deutlich überarbeitet worden. Die Sensoren sind nun 47% größer als im Vorgänger, wodurch alleine die Bildqualität bei dunklen Aufnahmen um bis zu 87% steigt.

Dazu hat Apple eine neue Form der optischen Bildstabilisierung entwickelt. mit dessen Hilfe bei dunklen Aufnahmen in Kombination mit Night Mode die Aufnahme für zwei Sekunden stabilisiert werden kann – allerdings gilt dies nur für das iPhone 12 Pro Max!

Das Weitwinkelobjektiv bietet endlich eine Blende von f/1.6, das Ultraweitwinkelobjektiv kommt nun mit einer Blende von f/2.4. Beim Teleobjektiv wurde die Blende auf f/2.0 verbessert, wodurch in Kombination mit dem A14 Deep Fusion und Night Mode auf allen drei Kameras genutzt werden kann – zudem unterstützt dies auch die FaceTime Kamera. Zusätzlich bringt Apple mit Smart HDR 3 eine weitere Verbesserung seiner HDR-Funktion auf den Markt.

Außerdem ermöglichen die verbesserten Kameras des iPhone 12 Pro (Max) nun einen deutlich stärkeren Zoom, bis zu fünffach optisch lässt sich nun zoomen.

Neues Bildformat – exklusiv für das iPhone 12 Pro

Passend dazu hat der Konzern aus Cupertino für die Kamera ein neues Dateiformat entwickelt: Dieses hört auf den Namen Apple ProRAW und steht ausschließlich auf dem iPhone 12 Pro und 12 Pro Max zur Verfügung, wird aber erst mit einem Update zum Ende des Jahres ausgeliefert.

Apple ProRAW soll ein besseres Nachbearbeiten der Bilder ermöglichen. Die Fotos in Apple ProRAW lassen sich in der Fotos-App nachbearbeiten – aber auch Dritthersteller erhalten Zugriff auf das neue Format.

Videos mit dem iPhone 12 Pro

Wenn man bei der Fotofunktion der Kamera zum Wettbewerb aufgeholt hat, ist man bei der Videofunktion führend. Damit das weiter so bleibt, bietet das iPhone 12 Pro als erstes Smartphone der Welt die Möglichkeit, Videos in 4k mit Dolby Vision und HDR aufzunehmen.

Besonders beeindrucken dabei, 4k Videos mit Dolby Vision HDR werden bei 4k mit 60 fps aufgenommen und direkt auf dem iPhone verarbeitet – dem A14 Bionic sei Dank.

Der LiDAR-Scanner

Erwartungsgemäß bietet das iPhone 12 Pro nun auch einen LiDAR-Sensor mit, wie das aktuelle iPad Pro 2020.

Mit dessen Hilfe erkennt das iPhone 12 Pro, wo sich Objekte und Personen in einem Raum befinden was neue Möglichkeiten für AR-Apps bietet. Außerdem kann der LiDAR-Sensor nun in der Dunkelheit für die Fokussierung von Objekten bei Fotos genutzt werden – die verkürzte Zeit gibt der iPhone-Konzern mit dem Faktor 6 an.

A14 Bionic

Angetrieben werden die neuen iPhone-Modelle wie das iPad Air 4 vom brandneuen A14 Bionic. Dieser biete mehr Leistung als der Großteil von Laptop-Prozessoren und das in einem Smartphone. Im iPhone 12 ist der A14 Bionic wieder als Hexacore angelegt. Zwei High-Performance-Kerne für anspruchsvolle Aufgaben werden von vier Efficiency-Cores unterstützt , die GPU verfügt über vier Kerne und ist 50% schneller als im A13 Bionic.

Dafür nutzt Apple insgesamt 11,8 Mrd. Transistoren, mit denen der Chip nicht nur 20% schneller als sein Vorgänger ist. Viel beeindruckender sind die 70% Geschwindigkeitszuwachs für das Machine Learning oder der gestiegenen Performance der Neural Engine. Die kann nun sagenhafte 11 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde durchführen was sie 80% schneller als den direkten Vorgänger macht.

MagSafe feiern sein Comeback

Eines der besten Features beim MacBook war seinerzeit der magnetische MagSafe-Anschluss, welchen Apple im Jahr 2016 mit dem Redesign des MacBook Pro durch USB-C ersetzte.

Nun feiert MagSafe sein Comeback und zwar im iPhone 12 Lineup, dürfte allerdings eher eine Art „Reteverwertung“ der gescheiterten AirPower anzusehen sein.

Mittels MagSafe will Apple dafür sorgen, dass sich iPhone und Ladefeld immer in bestmöglichen Position befinden, dadurch soll die Ladegeschwindigkeit dank der Steigerung auf 15 Watt deutlich ansteigen.

Wie dem auch sei, die Qi-Spule im iPhone ist nun zusätzlich magnetisch und bietet neue Einsatzmöglichkeiten. Auf der Veranstaltung war ein Batteriepack zu sehen, welches die Akkuhülle von Apple beerben dürfte.

Der Konzern verspricht, ein ganz neues Zubehör-Ökosystem zu ermöglichen – man darf gespannt sein. Zum Start bietet Apple auf jeden Fall ein Kreditkartenfach an, und das trotz Apple Pay

Preise und Verfügbarkeit

Das neue iPhone 12 Lineup kommt wie erwartet in zwei Tranchen. Das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro können ab diesen Freitag, den 16. Oktober 2020 vorbestellt werden, ausgeliefert werden sollen die Geräte eine Woche später am 23. Oktober.

Preislich startet das iPhone 12 bei 876,30 und ist somit knapp 120€ teurer als sein Vorgänger, dafür gibt es 64 GB Speicher. Für 128 GB müssen 925,05€ auf den Tresen gelegt werden, 256 GB liegen sogar bei 1042,05€

Das iPhone 12 Pro ist indes sogar günstiger als sein Vorgänger geworden, was nicht nur am reinen Preis liegt. Das Einstiegsgerät verkauft Apple nämlich mit 128 GB, statt bisher 64 GB, zu einem Preis von 1120€. Für 256GB müssen 1237,€ ausgegeben werden, 512 GB kosten Euch 1461,20€

Kleine Randnotiz: Da das iPhone 12 und das iPhone 12 Pro mit iOS 14.1 ausgeliefert werden, ist mit einem Update in Bälde zu rechnen. Zur Zeitpunkt der Erstellung schien Apple iOS 14.1 schon freigegeben zu haben, dies lediglich im Developer-Bereich und nur als Restore Image – das iPhone muss also für iOS 14.1 also derzeitig in den DFU-Modus gesetzt werden.

Das iPhone 12 Mini und das iPhone 12 Pro Max könne erst ab dem 06. November bestellt werden, Auslieferung erfolgt eine Woche später am 13. November. Das iPhone 12 Mini startet mit 64 GB bei 778,85€, 128 GB gibt es für 827,55€ und 256 GB liegen bei 944,55€

Beim iPhone 12 Pro Max sind die Preise ebenfall stabil geblieben bzw. dank des größeren Einstiegsspeichers etwas „gesunken“.

Los geht es mit 128 GB bei 1217,50€, 256 GB liegen bei 1334,35. Gewohnt teuer wird es beim Modell mit 512 GB, hier werden satte 1558,65€ fällig

Was hat Apple nicht gezeigt?

Mindestens genauso spannend waren allerdings die Produkte, die Apple nicht erwähnte. Neben dem ersten ARM-Mac sind hier auf jeden fall die AirTags zu nennen, die vor nun knapp anderthalb Jahren das erste Mal in einer Beta von iOS auftauchten.

Auch zu den neuen AirPods Studio schwieg Apple eisern, genauso wie zur neuen Apple TV. Das legt nahe, das wir auf jeden Fall noch ein Event im November erleben werden.

Wie hat Euch das Event gefallen? Die Kamera, speziell im iPhone 12 Pro Max ist dann doch deutlich gravierender verbessert worden, weshalb das Gerät für mich nun doch interessant ist. Schreibt mir Eure Meinung einfach in die Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

Kaffeekasse

Spendiere mir einen Kaffee und unterstütze meinen Blog und mich bei der Arbeit

5.00 €

Kommentar verfassen

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: