Keine Blutsauerstoffmessung für Minderjährige? Apple sperrt das Feature

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

ich habe mir die neue Apple Watch Series 6 aus folgendem Grund gegönnt: Ich kann mit Ihr meinen Blutsauerstoff dank des neuen Sensors messen, was ganz klar das Hauptfeature der neuen Generation ist – scheinbar muss man dafür aber zwingend volljährig und somit über 18 sein

Für Minderjährige nicht verfügbar

Findige Anwender, allen voran die Kids die eine Series 6 bekommen haben, entdeckten diese Funktionssperre. Ist der Träger laut den in Health hinterlegten Daten nach dem 24. September 2020 geboren, verweigert die Apple Watch nach Aufrufen der Blutsauerstoff-App schlicht den Start mit folgendem Hinweis: „Die App ‚Blutsauerstoff‘ ist nicht für die Verwendung durch Personen unter 18 Jahren vorgesehen“

Umgehen durch die Familienfreigabe nicht möglich

Auch über die neu hinzugefügte Familienkonfiguration lässt sich dieses Feature nicht durch die Hintertür aktivieren, immerhin kommuniziert Apple dies auch klar. Was bei Kindern aufgrund der Volljährigkeit immerhin noch stringent ist, entwickelt sich bei den 65-jährigen Großeltern allerdings zum Boomerang. Auch dann ist die Messung des Blutsauerstoffs via entsprechender App nicht verfügbar.

Interessant ist es deshalb, da die Sturzerkennung sich nachträglich auch für Menschen unter 65 Jahren aktivieren lässt und als Gesundheitsfeature tendenziell in die gleiche Richtung wie die Blutsauerstoff-App geht.

Will Apple sich absichern?

Über die Gründe können wir nur spekulieren, wirklich einleuchtend ist nur die rechtliche Absicherung die der Konzern so für sich durchsetzen will. So betont der Konzern im offiziellen Material zur Apple Watch Series 6 auch mehrfach, dass die Blutsauerstoff-App nicht für die medizinische Verwendung gedacht ist

Ein weiterer Grund könnte sein, dass bei Kindern und Jugendlichen die Messung des Blutsauerstoffs nicht immer die tatsächlich korrekten Ergebnisse erzielt, da hier durch die biologische Entwicklung des Körpers ein höheres Toleranz-Maß vorherrscht. Das schließt im Gegensatz zur EKG-Funktion auch explizit Selbstdiagnosen und einen damit verbundenen Anfangsverdacht ein. Die aus diesem Feature gewonnenen Ergebnisse dienen ausschließlich dazu, einen Überblick über „die allgemeine Fitness und das allgemeine Wohlbefinden“ zu erhalten.

Dies untermauert natürlich auch nachträglich die Entscheidung, in der Apple Watch SE auf diesen Sensor zu verzichten – preislich richtet die sich eher an Kunden, die (für ihre Kinder) ein preisgünstiges Modell mit im Alltag relevanten Features haben wollen.

Was meint Ihr denn dazu? Findet Ihr das Verhalten von Apple nachvollziehbar? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

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von Anders Noren.

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