Der neue A14 Bionic: Macht Lust auf mehr

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2020 ist dank COVID-19 Einiges anders, so auch bei Apple. Nicht nur die Art und Weise der beiden Keynotes überraschte, Cupertino bricht auch mit einer eisernen Tradition wonach der neue Chip zuerst im iPhone präsentiert wird. Mit dem A14 Bionic ist das nun etwas anders, dieser steckt nun auch im gestern vorgestellten iPad Air 4

Warum präsentiert Apple den A14 Bionic nun im iPad?

Der Grund dafür dürfte im Umstieg der CPU-Architektur im Mac liegen. Der iPhone-Konzern möchte von Anfang an den neuen A14 Bionic als extrem leistungsfähigen Prozessor positionieren, der sich nicht hinter Windows-Laptops und Android-Tablets verstecken soll – nicht umsonst ging Apple in Vergleichen explizit darauf ein.

Aus Gründen des Marketing ist das sogar ein richtig genialer Schachzug, denn Apple dürfte den A14 Bionic im iPad Air 4 nicht mit voller Leistung laufen lassen. Dafür spricht auch, dass der A14 Bionic hier nur mit sechs aktiven Kernen zum Einsatz kommt.

Und Cupertino unterstreicht damit, dass 2020 und 2021 wohl das gesamte Line-up des Herstellers mit verschiedenen Derivaten des Chips ausgestattet werden, den Anfang beschreitet nun das iPad Air 4.

Erster Chip in der Serienfertigung im 5nm-Verfahren

Wenn man den Grund wissen will, warum Apple sich im Mac nun gegen Intel und für Chips auf ARM-Basis entschieden hat muss Folgendes verstehen: Die Verkleinerung der Strukturbreite ist der wesentliche Faktor, um Chips leistungsfähiger und gleichzeitig energieeffizient zu machen.

Einfach gesagt, je kleiner die Strukturbreite des Chips ist, desto mehr Transistoren können aufgetragen werden. Mehr Transistoren bedeuten mehr Rechenoperationen und münden in mehr Rechenleistung.

Genau hierbei hat Intel schon seit geraumer Zeit den Anschluss gefunden und hechelt nun der technologischen Entwicklung hinterher. TSMC fertigt den A14 Bionic nun im 5nm-Verfahren, was derzeit das technisch Machbare darstellt – und zwar in Serie.

Intel schafft derzeit gerade einmal 10nm und hatte große Schwierigkeiten damit, die begleitenden Probleme beim Aufbau der Produktion auszuräumen um überhaupt entsprechende Stückzahlen fertigen zu können. Deshalb wurde die Markteinführung von Intel-Chips mit dem Codenamen Cannonlake komplett eingestampft, erst mit Ice-Lake nahm der 10-Nanometer-Prozess bei Intel fahrt auf. Fast vier Jahre später als angekündigt.

Damit ist der taiwanesische Hersteller diesbezüglich zurzeit Marktführer, lediglich Qualcomm hat ebenfalls eine mobile SoC im 5nm-Verfahren angekündigt.

Immenser Sprung in der Leistung

Besonders beeindruckend sind die Verbesserungen, die Apple mit dem A14 Bionic in der gezeigten Ausstattung im iPad Air 4 erzielt hat. Im besagten Modell arbeitet der neue Chip mit 6 Kernen, welcher von vier Grafikkernen flankiert wird. Zur Taktrate macht Apple, wie immer keine Angaben, es wird wohl etwas zwischen 2,00 und 2,50 GHz sein.

Trotzdem erzielt Apple einen Leistungszuwachs laut eigenen Angaben von 40% gegenüber dem A12 Bionic, der im Vorgänger und im iPhone Xs seinen Dienst verrichtet. Die Grafikleistung soll sich zudem um 30% verbessert haben, was sich auf Spiele und Bildbearbeitungsapps auswirkt.

Zusätzlichen Augenmerk sollten wir dazu noch auf das Machine Learning bzw. die Neural Engine richten. Diese soll 11 Billionen Operationen pro Sekunde erreichen. Hier geht es um Bilderkennung, Spracherkennung und Bewegungsanalyse in Videos, die doppelt so schnell ablaufen soll, wie beim Vorgänger.

Das Beeindruckende daran ist allerdings, dass der A14 Bionic in der hier vorgestellten Ausstattung sogar auf Augenhöhe mit dem A12Z Bionic ist – dieser stellte bis gestern die Speerspitze bei Apples mobilen Prozessoren dar. Warum das so wichtig ist? Genau diesen Chip verbaute Apple im Transition Kit, mit dem Entwickler ihre Apps auf Apple Silicon umstellen sollen.

Ausblick auf Apple Silicon

Auch hier setzt der Konzern aus Cupertino auf das typisch asymmetrische Prozessordesign. Zwei der sechs Kerne liefern also nicht die volle Leistung, sondern kümmern sich um weniger anspruchsvolle Aufgaben. Das spart Strom und erhöht die Batterielaufzeit – ein Feature, was Intel auch nicht beherrscht.

Nehmen wir all das zusammen und stellen uns einmal den Einsatz in einem Mac vor, dann dürfte uns ein immenses Upgrade erwarten. Allen voran an im Bezug auf die Rechenleistung denn Apple dürfte hinsichtlich der Performance noch leistungsstärkere Varianten des A14 Bionic in der Hinterhand haben

Darauf sollte man Apple Silicon allerdings keinesfalls beschränken. Vielmehr dürfte die Kombination all der genannten Faktoren dazu führen, dass die Art und Weise, wie wir den Mac nutzen und damit arbeiten, vollkommen revolutionieren und in ein neues Level zu transformieren.

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Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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