Wie iOS 14 das GPS-Tracking deutlich erschwert

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

schon seit geraumer Zeit unternimmt Apple einige Anstrengen, um die Daten seiner Kunden auf dem iPhone besser zu schützen und so einen eventuellen Missbrauch der gesammelten Daten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Als eine der letzten Maßnahmen führte Apple unter anderem die „Login with Apple“-Funktion mit iOS 13 ein.

iOS 14 sagt dem GPS-Tracking den Kampf an

Neben dem Sammeln von Login-Informationen zählt die Erhebung von GPS-Daten zu den lukrativsten Einnahmequellen von Apps. Diese Daten lassen sich beispielsweise dazu benutzen, um den Kunden, je nachdem wo er sich aufhält, maßgeschneiderte Werbung anzubieten.

Was beim Sammeln von Payback-Punkten irgendwie noch schlüssig erscheinen mag, ist bei anderen Apps wie Spielen oder Office-Apps dann schon mehr als fragwürdig.

Nun ist mir unter iOS 14, wie den Kollegen von 9to5Mac allerdings ein äußerst spannendes Feature von iOS 14 aufgefallen: Weiterhin muss man als Nutzer sein Einverständnis geben, ob eine App eine einmalige oder ständige Ortung durchführen darf.

Neu ist hingegen aber die Möglichkeit, neben der präzisen Ortung auch eine ungefähre Ortung einstellen zu können

Das hat in der Praxis eindeutige Vorteile, schließlich benötigen die allerwenigsten Apps einen genauen Standort. Wetter-Apps beispielsweise genügt es vollständig, die Region zu wissen, in welcher man sich gerade aufhält.

Fitness-Apps oder Navigationslösungen sind hingegen auf eine exakte Positionsbestimmung angewiesen, sonst würde man nicht an sein Ziel ankommen. Im Klartext bedeutet das nun, dass man pro App festlegen kann, welche App eine genaue Ortung durchführen darf und welche App sich mit weniger präzisen Daten begnügen muss.

Apple hat auch an Kleinigkeiten gedacht

Diese neuen Einstellungsoptionen bieten aber auch Fallstricke an, wenn man beispielsweise an eine Ländergrenze kommt. Cupertino hat hier allerdings mitgedacht und passt den dynamischen Radius an.

Apps, welchen die präzise Ortung untersagt wurde, erhalten nun nur noch einen Standort mit einem dynamisch gewählten Radius. Dieser Standort wird erst aktualisiert, wenn der Nutzer diesen Radius verlassen hat – somit kann die App nicht davon ausgehen, dass sich der Nutzer im Zentrum des Gebietes aufhält.

Kommt man nun an eine Ländergrenze, bekommt die App einen eindeutigen Standort zugewiesen, welcher sich eindeutig auf einer der beiden Seite der Grenze befindet. Damit werden fehlerhafte Ortungen vermieden, ohne den exakten Standort des Users zu verraten. Apps erhalten die Mitteilung, ob der Nutzer eine präzise Ortung gestattet hat oder ob sich die App mit einem nicht genauen Standort begnügen muss.

Werbebranche wird massiv darunter leiden

Was des einen Freud ist, ist des andren Leid. So vorteilhaft das auch für die Anwender ist, so hart wird das die Werbebranche treffen, die deshalb auch schon insistiert hat.

Allerdings hat der Missbrauch des GPS-Trackings schon so absurde Ausmaße angenommen, dass dieser Schritt unvermeidlich war. Ich habe mich beispielsweise immer gefragt, wieso die Soundtouch-App von Bose zur Steuerung meines Multiroom-Systems immer das GPS gefragt hat – als ob ich das System mitnehme oder von außen steuern will.

Und das ist nur ein Beispiel von zahlreichen Apps, die in ihrer Anwendung und für ihre Funktionalität gar keinen Zugriff auf die via GPS bestimmte Position des iPhone benötigen.

Wie findet Ihr denn dieses Feature? Begrüßt Ihr das oder ist Euch das egal, welche Apps von Euch Daten sammelt? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

Kaffeekasse

Spendiere mir einen Kaffee und unterstütze meinen Blog und mich bei der Arbeit

€5,00

Kommentar verfassen

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: