Disney und Disney+ mit satten Rekordverlusten

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Die Formel war eigentlich ganz einfach und ganz auf Erfolg ausgerichtet: Man kaufe mit Star Wars und dem Marvel Cinematic Universe mit die umsatzstärksten Film-Franchises, packe das mit den eigenen Inhalten zu einem attraktiven Paket zusammen und Du findest deinen Platz im Markt der Video-Streamingdienste inklusive ordentlichem Gewinn – so dürfte sich das die Walt Mortimer Company alias Disney ausgemalt haben.

Die Realität sieht anders aus

Mit dem aktuellen Quartalsbericht wurde Disney allerdings auf brutale Art und Weise auf den Boden der Tatsachen geholt, denn man häufte ein ziemlich dickes Minus an.

Doch fangen wir zunächst mit den, scheinbar, positiven Nachrichten an. Das selbstgesteckte Ziel von 60 bis 90 Millionen Abonnenten Ende 2024 dürfte der Unterhaltungskonzern schon deutlich früher erreichen. Zurzeit steht man nämlich Ende Juni 2020 bei 57,7 Mio. zahlender Abonnenten. Angesichts des Starts vor knapp sieben Monaten eine mehr als beachtliche Leistung, die aufgrund der Pandemie und den daraus resultierenden Maßnahmen wie dem Lockdown, Kontaktsperren und der generellen Einstellung sämtlicher Kulturangebote sich allerdings relativieren.

Dem gegenüber steht der Fakt, das Disney+ nämlich horrende Verluste anhäuft und somit keinesfalls kostendeckend arbeitet, womit sich im Übrigen fast jeder Streaming-Dienst rumschlagen muss. Doch auch der Mutterkonzern ist massiv angeschlagen und verzeichnete Umsatzeinbußen in Höhe von 42%. Daraus resultiert ein Quartalsverlust von unfassbaren 4,7 Milliarden Euro.

Nur zum Vergleich: Der Nettogewinn des gesamtem Vorjahres lag dem Konzern zufolge bei 1, 8 Milliarden US-Dollar, dieser Quartalsverlust geht also an die Substanz von Disney

Man sucht nach neuen Einnahmequellen

Deswegen dürfte es nicht überraschen, dass Disney nach neuen Einnahmequellen sucht, zumal die Themenparks und die Kreuzfahrt-Line wohl noch für unbestimmte Zeit als Einnahmequelle ausfallen dürften.

Wie dem auch sei, für die Generierung von Einnahmen scheint sich Disney die eigenen Filme, die ursprünglich im Kino laufen sollten, ausgesucht zu haben. Diese sollen nun nicht mehr kostenfrei zur verfügung gestellt werden, sondern eine Pay-per-View-Premiere feiern.

Ähnlich gingen zuletzt auch die Studios von Bloodshot und Trolls 2 vor, wobei sich der Preis unterscheidet. Demzufolge plant Disney, den Preis für die Premiere seiner Filme um bis zu 50% zu erhöhen. Statt der üblichen 20 US-Dollar will der Konzern beispielsweise die Neuverfilumg von Mulan mit Yifei Liu in der Hauptrolle für 30 US-Dollar anbieten.

Der Film hat zwar an die 200 Mio. US-Dollar Produktionskosten verschlungen, doch mit 30$, die wohl 1:1 in Euro umgerechnet werden dürften, erscheint auf einmal fast jede Kinokarte als Schnäppchen. Und dabei kommt der monatliche Abopreis von 6,99€ für Disney+ noch oben drauf.

Losgehen soll es laut Branchenblätter, die sich auf die Aussage von Disney CEO Bob Chapek gegenüber Investoren berufen, am 04. September 2020. Ursprünglich hätte der Film im Frühling dieses Jahr in die Kinos kommen sollen, dies dürfte nun endgültig passe´sein.

Wie findet Ihr das? Überrascht Euch das schlechte Quartalsergebnis von Disney? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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von Anders Noren.

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