iMac 27″: Ein ziemlich großes Update, jedoch völlig anders als geplant

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

wie es im Leben eben immer so ist: Da bin ich gerade unterwegs und nicht abkömmlich, schon haut Apple den erwarteten iMac 27″ raus. An dieser Stelle muss ich mich erst einmal entschuldigen, dass die Meldung auf meinem Blog deshalb so spät kommt.

Neuer iMac – bekanntes Design mit neuen inneren Werten

Kommen wir zunächst einmal zu den äußeren Werten, denn das Design hat Apple wider Erwarten unangetastet gelassen und kommt somit ihm bekannten Gewand daher. Unter der Haube hat Apple aber an nahezu allem Hand angelegt.

Der neue iMac verfügt verfügt über schnellere Intel Prozessoren mit bis zu 10 Kernen, doppelte Speicherkapazität, AMD Grafik der nächsten Generation, superschnelle SSDs mit viermal höherer Speicherkapazität, eine neue Option mit Nanotexturglas für ein noch beeindruckenderes Retina 5K Display, eine 1080p FaceTime HD Kamera, Lautsprecher mit höherer Wiedergabetreue und Mikrofone in Studioqualität. Tom Boger, Senior Director of Mac and Product Marketing bei Apple lässt sich wie folgt dazu zitieren:

„Heute verlassen sich unsere Kunden mehr denn je auf den Mac. Und viele von ihnen wollen den leistungsstärksten und leistungsfähigsten iMac, den wir je entwickelt haben. Mit atemberaubender Leistung, doppeltem Arbeitsspeicher, SSDs mit vierfachem Speicher über die gesamte Produktpalette hinweg, einem noch beeindruckenderen Retina 5K Display, einer besseren Kamera, Lautsprechern mit höherer Wiedergabetreue und Mikrofonen in Studioqualität, bietet der 27″ iMac viele neue Funktionen zum selben Preis. Er ist der ultimative Desktop, zum Arbeiten, Kreativsein und Kommunizieren.“

Die wichtigsten Verbesserungen im kompakten Überblick

  • Mehr Prozessorleistung (bis zu zehn Prozessorkerne)
  • True Tone, Farbtemperatur kann sich an die Umgebung anpassen
  • T2-Chip mit an Bord
  • Verbesserte Kamera und Mikrofone
  • Verbessertes Lautsprecher-System
  • Alle Varianten jetzt mit SSD (bis zu 8 TB möglich)
  • Optional Nanotexturglas (Aufpreis: 609 Euro)
  • Mehr Grafik-Performance (AMD Radeon Pro 5500XT, 5700 oder 5700 XT)
  • RAM lässt sich nun auf maximal 128 GB aufrüsten
  • optional 10Gigabit-Ethernet

Besonders positiv muss die FaceTime Kamera erwähnt werden, die endlich mal auf ein akzeptables Niveau gehoben wird. So bietet diese nun 1080p HD an und wird vom T2-Chip gesteuert. Somit will Apple Unbefugten das Kapern der Kamera untersagen. Allerdings gibt es zurzeit keine genaue Auflösung, welche MP-Auflösung das Unternehmen gewählt hat.

Das Display schließt nun zu den übrigen Baureihen auf und beherrscht ebenfalls True Tone, die Auflösung von 5k, den P3-Farbraum und die Helligkeit von 500 Nits hat Apple beibehalten.

Zudem lässt sich der neue iMac nun mit der aus dem XDR Pro-Display bekannten Nanotexturglas bestellen, hier werden allerdings auch satten 609,00€ Aufpreis fällig.

Noch ein Wort zu den verbauten SSD´s: Dies war längst überfällig, schon seit Jahren gibt es keinen mobilen Mac mehr mit einer mechanischen Festplatte, 256GB in der Basisversion dürften aber für die wenigsten Anwender ausreichen. Hier wird wohl zusätzliches Geld für ein Upgrade fällig, die SSD lässt sich nicht mehr ohne Weiteres austauschen. Unklar ist hierbei allerdings, welchen Anschluss das Unternehmen einsetzt. Der SATA-Anschluss dürfte der Vergangenheit angehören, die Frage ist hier also ob es ein propriäter PCIexpress-Anschluss oder ein handelsüblicher M.2-Slot.

Ausblick auf die Performance

Apple hat zudem einige Angaben zur verbesserten Leistung bereitgestellt, die ich Euch nachfolgend aufliste:

  • Bis zu 65 Prozent mehr Plug-ins in Logic Pro X.
  • Bis zu 40 Prozent schnellere 8K ProRes Umcodierung in Final Cut Pro X.
  • Bis zu 35 Prozent schnelleres Rendering mit Arnold in Autodesk Maya.
  • Bis zu 25 Prozent schnellere Builds in Xcode.

Im Vergleich zur Vorgängergeneration des 27″ iMac mit Radeon Pro Vega 48 Grafik bietet der neue iMac diese Leistungsdaten an:

  • Bis zu 55 Prozent schnelleres Rendering in Maxon Cinema 4D ProRender.
  • Bis zu 50 Prozent schnellerer Demo-Fly-Through in Unity Editor.
  • Bis zu 45 Prozent schnellere Leistung in „Total War: Three Kingdoms“.
  • Bis zu 30 Prozent schnelleres Timeline-Rendering in Final Cut Pro X.

iMac Pro wurde ebenfalls mit einem Update versehen

Den iMac Pro lässt Apple nicht auslaufen sondern behält ihn weiterhin im Portfolio, dies ist etwas überraschend. Die Verbesserungen halten sich aber in grenzen, lediglich die Basisversion bekommt einen stärkeren Prozessor spendiert – das nennt man wohl Silent-Update.

Die Basisversion kommt nun mit einem Intel 10-Kern-Prozessor um die Ecke, der Vorgänger musste sich nich mit einem Octa-Core begnügen. Alle andere bleibt wie gehabt.

Preise und Verfügbarkeit

Der neue iMac startet wie der Vorgänger bei einem Preis von 2046,05€ und ist angesichts der verbauten Komponenten (auch hier ist schon eine SSD vorhanden) mit einem besseren Preis/Leistungsverhältnis ausgestattet und gefühlt etwas günstiger.

Wie üblich lässt sich der Preis aber bei der individuellen Konfiguration in nahezu schwindelerregende Höhen treiben; das Nanotexturglas für 609€ wurde ja schon angesprochen. Alleine für die maximale RAM-Ausstattung werden weitere 3.166,80€ fällig wobei es unklar ist, ob auch dieses Modell wieder über die Serviceklappe verfügt. Wenn dem so ist, kann der RAM nachträglich über günstigere Drittanbieter gekauft und aufgerüstet werden

Einschätzung

Viel interessanter, als das was vorgestellt wurde, ist das, was Apple nicht vorstellte. Zunächst einmal ist das neue Design mit deutlich schmaleren Displayrändern den neuen iMac-Modellen mit Apple Silicon vorbehalten, Gleiches gilt übrigens auch für Face ID.

Somit sollte man sich sehr sorgfältig überlegen, ob einem das ausgesuchte Modell diesen preis wert ist. Zumal dieses Update den letzten iMac mit Intel darstellen dürfte. Somit läutet er das Ende einer Ära ein und dürfte in ein paar Jahren im wahrste Sinne des Wortes obsolet sein.

Nicht nur die Hardware ist dann Vintage sondern die gesamte Architektur, was einen eventuellen Wiederverkaufspreis gegen Null tendieren lassen dürfte. Zwar verspricht Apple noch einen ausreichend langen Support für Mac-Modelle mit Intel, doch niemand kann genau vorhersagen, wie sich das in der Praxis darstellt.

Im Angesichts des Umstieg auf ARM empfehle ich ganz klar, den Kauf eines neuen iMac nach Möglichkeit so gut es eben geht hinaus zu zögern, um in Ruhe die weiteren Informationen zum ARM-Umstieg zu evaluieren.

Werdet ihr Euch den neuen iMac kaufen? Habt Ihr schon zugeschlagen? Für welche Ausstattung habt ihr Euch entschieden? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

Kaffeekasse

Spendiere mir einen Kaffee und unterstütze meinen Blog und mich bei der Arbeit

€5,00

2 Kommentare zu „iMac 27″: Ein ziemlich großes Update, jedoch völlig anders als geplant

Gib deinen ab

  1. Jo, ich habe einen 2009 er Imac gebraucht für 260€ gekauft, da ist sogar ne 500GB SSD drin. Die Kisten sind das Geld nicht wert, was Apple verlangt. Fast nicht aufrüstbar usw…

    1. Das muss man etwas ausdifferenzieren. Ein Mac bekommt durchschnittlich 5 Jahre lang das jeweils aktuellste macOS, daher ist das schon okay. Mit dem Aufrüsten stimme ich Dir zu, da muss man sich im Vorfeld eben ganz genau überlegen, wofür man seinen Mac einsetzen will

Kommentar verfassen

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: