Apple zog tatsächlich den Kauf von ARM in Betracht

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Die ARM-Holding befindet sich bekanntlich seit einiger Zeit im Besitz des japanischen Unternehmens SoftBank, welches eigentlich ein Telekommunikations- und Medienkonzern ist. Doch aufgrund diverser Einschnitte steht diese nun durch SoftBank zum Verkauf, wie hier von mir berichtet

Apple führte tatsächlich konkrete Gespräche

Zum Zeitpunkt der Meldung war die WWDC 2020 mit der Ankündigung, zukünftig auch im Mac auf ARM-Prozessoren zu setzen, gerade einen knappen Monat her. Dementsprechend brauchte es nicht viel Fantasie, u Apple hier als geeigneten Kandidaten ins Spiel zu bringen.

Laut einem Bericht von Bloomberg gab es in Cupertino tatsächlich ganz konkrete Überlegungen, die sogar in konkreten Gesprächen mit SoftBank mündeten. Der Vorstand rund um Tim Cook spielte also wirklich mit dem Gedanken, ein ganz konkretes gebot für die ARM-Holding abzugeben, welches allerdings die bisherige Rekordübernahme von Beats in Höhe von 3 Mrd. US-Dollar locker in den Schatten gestellt hätte – allerdings verfügt man auch über entsprechende Barreserven. Analysten gehen hier von knapp 290 Mrd. US-Dollar aus, am nötigen Kleingeld wäre die Übernahme wohl nicht gescheitert. Grund für den Rückzug sollen andere, ganz triviale Gründe sein

Wettbewerbsrechtliche Bedenken

recht schnell stellten sich während der Gespräche heraus, dass im Zuge einer Übernahme hohe kartellrechtliche Hürden zu überwinden gewesen wären und diese Apple in „Gewissenskonflikte“ hätten stürzen können.

Denn nicht nur Apple setzt auf das ARM-Design bei seinen Chips, sondern auch der gesamte Smartphone-Markt und dafür hätte Cupertino entsprechende Lizenzierungsmodelle auf den Weg bringen müssen. Doch die stehen ja bekanntlich im direkten Wettbewerb zu Apple, weshalb man von diesen Überlegen wieder Abstand nahm und sich aus den Gesprächen bezüglich einer potentiellen Übernahme der ARM-Holding zurückzog.

Auch der neu gehandelte Kandidat steht vor den gleichen Herausforderungen

Laut Brancheninsidern ist nun der Chip-Hersteller Nvidia in der Pole Position und darf sich die größten Hoffnungen für eine Übernahme der ARM-Holding machen. Nur, auch auf Nvidia kommen ähnliche wettbewerbsrechtliche Probleme zu. Natürlich werden diese nicht ganz so die Ausmaße wie bei Apple haben, sie sind aber trotzdem vorhanden.

Die ARM-Holding hat nämlich ein weit verzweigtes Geflecht aus Lizenzvereinbarungen für das Design der AR-Chips geschaffen, die unter anderem auch den größten Konkurrenten von Nvidia betreffen: Die Rede ist von AMD, die seit geraumer Zeit im größeren MacBook Pro eben Nvidia als GPU-Lieferant abgelöst haben.

Größeres Konfliktpotenzial als derzeit absehbar?

Ganz gleich, wer am Ende des Tages auch die ARM-Holding übernehmen wird. Eines bleibt klar: Er wird sich dank der Lizenzen und dem Fakt, dass in allen aktuellen und zukünftigen Mobilgeräten Chips mit dem ARM-Design zum Einsatz kommen, eine goldene Nase verdienen. ich gehe sogar soweit und sage, dass der neue Besitzer den Schlüssel für das goldene Königreich in seinen Händen hält. Dementsprechend sollten auch die Wettbewerbshüter ganz genau hinsehen, wer am Ende des Tages den Zuschlag erhält.

Deshalb habe ich einmal eine ganz provokante Frage an Euch: Sollte die ARM-Holding nicht durch beispielsweise die EU aufgekauft und in eine gemeinnützige Stiftung überführt werden? Rein theoretisch könnten die Gewinne daraus sogar anteilig für den EU-Haushalt genutzt werden. Schreibt mir gerne Eure Meinung in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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von Anders Noren.

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