Gute Fotos und magnetische Hüllen am iPhone vertragen sich nicht

Guten Morgen und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

rund um das iPhone hat sich gerade für Hüllen ein gigantischer Markt entwickelt, welchen auch Apple seit ein paar Jahren für sich entdeckt hat. Allerdings gibt es seit gestern einen Umstand, auf den ich via twitter gestolpert bin – im hauseigenen Online-Shop hat Cupertino sämtliche Folio-Hüllen und andere magnetische Hüllen aus dem Sortiment genommen

Hüllen mit Magnetverschluss versauen die Fotos

Grundsätzlich ist es angesichts der hohen Preise für ein iPhone immer ratsam, sich Gedanken um eine Schutzhülle zu machen. Man will ja auch lange Freude am teuren Gerät haben. Während man früher einfach zur irgendetwas griff, dass einem gefällt – Hauptsache, sie passt – muss man dieser Tage seine Auswahl vielleicht etwas überdenken.

In einem Supportdokument, welches es so allerdings schon seit Anfang des Jahres gibt, warnt Apple nämlich explizit vor der Nutzung von magnetischen Hüllen ab einem iPhone Xs oder höher. In besagten Hüllen werden nämlich zwei magnetisierte Metallplatten eingesetzt, um diese zu schließen. Das ist allerdings der Grund dafür, dass die Qualität der Fotos sowie insgesamt die Funktionsweise der Kamera beeinträchtigt wird.

Komplizierter Aufbau der Kamera ist daran schuld

Grund dafür ist der komplizierte Aufbau der Kamera in den aktuellen iPhone-Modellen. Diese setzen nicht nur auf eine Mehrzahl an Linsen, sondern auch einen Gyroskop-Sensor welcher als optischer Bildstabilisator fungiert.

Die Funktionsweise ist einfach: Erkennt der Gyroskop-Sensor eine Bewegung des iPhone, signalisiert der Sensor dies an das Kamerasystem und das Objektiv folgt dieser Bewegung. So werden verwackelte Fotos vermieden. Ab dem iPhone Xs hat Apple diesen Gyroskop-Sensor allerdings um eine weitere Funktion ergänzt und die sorgt für diese Beeinträchtigungen.

Apple nennt sie Closed-Loop-Autofokus (Closed-Loop-AF). Diese funktioniert ähnlich wie die optische Bildstabilisierung: Die Bewegungssensoren stellen Erschütterungen beispielsweise bei Standbildern, Videos oder Panoramaaufnahmen fest und wirken diesen entgegen, sodass die Kamera selbst bei der Bewegung einen scharfen Fokus behält.

Der Haken an der Sache ist hierbei, dass diese beiden Systeme in der Kamera dank Sensoren für Magnetfelder überhaupt erst im Zusammenspiel funktionieren. Wird also in der Folge in der Nähe der Kamera ein Magnet oder eine magnetische Metallplatte, wie sie nun einmal in Klapphüllen gerne genutzt wird, platziert, werden sie gestört oder funktionieren dank Abschaltung nicht.

Das Ergebnis sind dann verwackelte oder verrauschte Bilder und Videos mit dem teuren, neuen iPhone, was ja eigentlich nicht passieren dürfte. Wenn Ihr also solch eine Hülle habt und Wert auf gute Fotos legt, solltet Ihr über einen Austausch nachdenken und eine Hülle nehmen, die ohne magnetische Metallplatten auskommt.

Welche Hülle habt Ihr denn zurzeit im Einsatz? Ich benutze ein SolidCase von RhinoShield? Schreibt mir Euer Feedback gerne in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

Kaffeekasse

Spendiere mir einen Kaffee und unterstütze meinen Blog und mich bei der Arbeit

€5,00

Kommentar verfassen

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: