Betrieb eingestellt: Nächster Smart Home-Hersteller zieht den Stecker – sprichwörtlich

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Smart Home-fähige Produkte sind Segen und Fluch zugleich. Im besten Fall erleichtern sie viele Dinge des Alltags und machen das Leben smart und komfortabel. Im schlechtesten Falle sorgen sie leider für einigen Frust – wenn beispielsweise der Anbieter sich dazu entschließt, den Betrieb seiner Cloud einzustellen, gar insolvent geht oder schlicht den Betrieb einstellt. In diese Riege neben Osram und nello reiht sich nun auch das Münchner Unternehmen Parce ein.

 

Start-Up mit guter Idee und schlechter Ausführung

Das Start-Up aus München war nicht der erste Hersteller, der sich auf HomeKit-fähige Steckdosen konzentrierte, wohl aber als erster Hersteller diese mit WLAN statt Bluetooth ausstattet – damals war Bluetooth im Jahr 2016 noch mit vergleichsweise langen Umschaltzeiten verbunden.

Und es schien alles auf eine erneute Erfolgsstory „Made in Germany“ hinauszulaufen, denn man hatte auch ein gutes und schickes Design im Gepäck, sogar Media Markt und Saturn stellten die Steckdosen in die eigenen Regale.

Leider gab es aber am 18. August 2016 einen herben Rückschlag, die Steckdosen von Parce wiesen wegen mangelhafter Erdung einen eklatanten Sicherheitsmangel auf. Dementsprechend musste das Start-Up mit nur einem Produkt und drei Mitarbeitern alle Steckdosen zurückrufen – eigentlich ein Todesurteil.

 

Man raffte sich noch einmal auf

Man gab allerdings nicht auf und entwickelte nicht nur einen Nachfolger d er Steckdose mit korrekter Erdung sondern darüber hinaus noch einen Lichtschalter sowie ein Unterputzmodul, welches man auf der IFA 2017 präsentierte. Und wieder einmal schien man das richtige Gespür zu haben denn zu der Zeit gab es weder einen HomeKit-fähigen Lichtschalter noch ein Unterputzmodul.

Höhepunkt des Comebacks war schließlich der Auftritt bei der Vox-Serie „Die Höhle der Löwen„, bei der Parce einen Deal mit Frank Thelen bekam, der im Nachhinein allerdings doch scheiterte. Nichtsdestotrotz schien das Unternehmen wieder auf einem guten Weg zu sein.

Nur die Steckdose schaffte es in die Auslieferung

Kurz nach dem Auftritt begannen die Münchner dann mit der Auslieferung der neuen Steckdose, die auch durchweg auf gute Resonanz stieß. Leider gab es in der Zwischenzeit dafür aber mit VOCOlinc, Koogeek und Co schon zu große Konkurrenz. Dementsprechend ist es etwas unverständlich, dass man weder den Lichtschalter noch das Unterputzmodul auslieferte und zudem auch Nichts darüber kommunizierte.

Betrieb aufgelöst

Nun wurde auch der Grund dafür bekannt, die Parce GmbH hat sich nämlich aufgelöst. Und zwar bereits am 06. März 2020 was wirklich schade ist. Zum Einen hatte man eine wirklich tolle Steckdose am Start, die zwar von Anfang an unter keinem guten Stern stand, und man fertigte auch noch in Deutschland. Beides ist nun Geschichte.

Dies führt allerdings wieder einmal vor Augen, wie abhängig man am Ende des Tages vom jeweiligen Smart Home-Hersteller man ist. Gott sei Dank sind die Steckdosen von Parce HomeKit-fähig und können so direkt über eine Apple TV, einen HomePod oder ein iDevice gesteuert werden – Firmwareupdates bekommen sie indes nicht mehr.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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