a closer look on iOS 14: Viele Verbesserungen unter der Haube erwarten uns

ArtwizzCare



Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Die Eröffnungskeynote der WWDC 2020 ist nun knapp zwei Tage her und im Nachhinein betrachtet, scheinen die Neuheiten bei iOS 14 eher rudimentärer gestaltet zu sein, sieht man einmal von den Widgets und der damit verbundenen Neuanordnung des Homescreen an. Nachdem nun die Entwickler allerdings die erste Beta in den vergangenen 48 Stunden genau unter die Lupe genommen haben, gibt es neue Erkenntnisse: Apple hat unter der Haube an vielen Stellschrauben gedreht. Hier werfe ich einen Blick darauf:

Die Kamera-App von iOS 14

Wer mir auf twitter und Co folgt, weiß, dass ich um die Kamera-App von iOS mittlerweile einen großen Bogen mache, da mir Drittanbieter wie Halide deutlich mehr Funktionen und bessere Ergebnisse liefern. Apple scheint dies nun ändern zu wollen und überarbeitet dies nun.

Allen voran scheint man hier den Fokus auf die Geschwindigkeit beim Starten und Auslösen der Kamera-App Hand angelegt zu haben: Die Kamera-App soll auf einem iPhone 6S bis zu 90% schneller auslösen, die Frontkamera immerhin noch um bis zu 14% schneller startbereit sein.

Der Nachtmodus aus dem iPhone 11 (Pro) wird nun ebenfalls überarbeitet und greift zwecks Stabilisierung nun auf zusätzlich zum IOS auf den verbauten Gyroskop-Sensor im iPhone zurück. Damit soll eine ruhige Kameraführung angemahnt werden.

Zusätzlich können die Werte für die Belichtungskorrektur zeitweilig gesperrt werden damit diese sich nicht während einer Aufnahme ändern; gerade hierfür griffen viele User auf Drittanbieter-Apps zurück. Gleiches gilt wohl auch für den Fokus, auch dieser kann nun manuell gesperrt werden

Die Lauter-Taste ermöglicht das Erstellen von Serienfotos, die Leiser-Taste wiederum führt zur Aufnahme eines QuickTake-Videos. Letztere Funktion war bislang nur dem iPhone 11 (Pro) vorbehalten, iOS 14 erweitert den Benutzerkreis auf Besitzer eines iPhone XR oder XS (Max).

Last but not least bekommt die Kamera noch weitere Optimierungen hinsichtlich des Scannen von QR-Codes verpasst.

FaceTime wird sozialer

Wenn wir uns unterhalten, gibt es ein wichtiges Detail, an dem wir die soziale Interaktion und ein Interesse im Gespräch festmachen – nämlich den Augenkontakt. Apple greift dieses Feature für seine Video-Telefonie-Lösung auf und implementiert in den FaceTime-Gruppenchats mittels Augmented Reality und diverser Bildbearbeitungstechniken den Eindruck eines ständigen Augenkontaktes.

Erweiterte Bedienhilfen

Was erst einmal sehr unsexy klingt, könnte sich in der Tat als eines der Features von iOS 14 entwicklen: Nämlich die Möglichkeit, mithilfe eines Doppel- und Dreifachtipp auf der Rückseite des iPhone bestimmte Aktionen ausführen zu können.

Apple versteckt die Funktion leider etwas, die lässt sich über „Einstellungen“ >> „Bedienungshilfen“ >> „Tippen“ >> „Auf Rückseite tippen“ aktivieren und entsprechend konfigurieren. Die Möglichkeiten scheinen dabei recht groß zu sein.

Bildschirmfoto 550

Von einfachen Aktionen wie dem Sperren des Displays, Aufrufen des Control-Center oder der Mitteilungszentrale, oder das Auslösen von Screenshots bis hin zu komplexeren Sachen, die mittels Shortcut-App erstellt worden sind, ist der Fantasie wohl wenig grenzen gesetzt worden. Dabei scheint Apple laut ersten Feedbacks auch darauf geachtet zu haben, dass sich dieses Feature auch mit Hüllen und Cases nutzen lässt

Mein Geheimtipp wäre hier sonst noch eine HomeKit-Automation wie das Ausschalten aller Lampen mit einem Dreifach-Tipp, für den Doppeltipp würde ich mich wohl für das Aufrufend es Control-Center entscheiden.

Offen ist hingegen nur, ab welcher Baureihe Apple dieses Feature anbieten wird. Auf twitter gab es erste Rückmeldungen nach denen Benutzer eines iPhone mit einem Homebutton diese Funktion nicht in der Beta von iOS 14 finden konnten. Dementsprechend liegt nahe, dass dieses Feature auf alle iPhone-Modelle mit Face ID begrenzt wird

AirPods mit optimierten Laden

Die AirPods haben bei all den persönlichen Referenzen leider eine absolute Schwachstelle und das ist der Akku. Bei unglaublich vielen Benutzern war der Akku eines AirPods nach ca. 18 Monaten soweit im Keller, dass eine vernünftige Benutzung schlicht unmöglich war. Besonders ärgerlich ist dieser Umstand dadurch, dass der Akku nicht einzeln getauscht sondern für knapp 80,00€ ein neuer AirPod über den Support erworben werden muss.

Auch hier hat Cupertino nun reagiert und erweitert ein mit iOS 13 eingeführtes Feature nun auch auf die AirPods aus: Optimiertes Laden kommt für die AirPods

Der Grundgedanke dahinter ist simpel und schnell erklärt: Wird ein Akku immer und dauerhaft auf 100% aufgeladen, leidet dieser daran und altert schneller – weshalb Apple bei immer mehr Geräten eine intelligente Ladelogik einsetzt. Mit iOS 14 versucht Apple zu erkennen, wann der Nutzer normalerweise seine AirPods verwendet und erhöht erst kurz vor der geplanten Inbetriebnahme den Ladezustand auf 100 Prozent.

Health

Das Cupertino neben AR den Gesundheitssektor als nächsten Wachstumstreiber auserkoren hat, dürfte Niemanden mehr überraschen. Zu offensichtlich ist das Marketing, zu eindeutig gehen die entwickelten Features der Apple Watch in den vergangenen Jahren in diese Richtung. Da ist es nur konsequent, dass die Health-App auch dieses Jahr wieder eine Weiterentwicklung erfährt: Mit iOS 14 wird es eine neue Gesundheitscheckliste für den Nutzer geben, die nach Fütterung der eigenen Daten eine Selbsteinschätzung bieten soll.

Die Karten-App – Unterstützung für rote Ampeln und Radarfallen kommt

Die Verbesserungen der Karten-App bleiben auch dieses Jahr ein zweischneidiges Schwert. Neben der Fahrrad-Navigation will Apple auch den Autofahrern unter die Arme greifen und bietet eine Warnmeldung für rote Ampeln an. Außerdem soll die Karten-App nun fest installierte Radarfallen erkennen und anzeigen, dieses ist aber nach jahrelangem Hin und Her für den Fahrzeugführer verboten.

Zweischneidig sind die Verbesserungen deshalb, weil Apple diese Neuerungen mit iOS 14 nicht flächendeckend einführen wird. Die nun hinzugekommene Fahrrad-Navigation ist beispielsweise nur auf einzelne Städte in den USA wie Los Angeles, San Francisco oder New York beschränkt – ähnlich könnte Apple auch mit dem Tracking der roten Ampeln und Radarfallen verfahren.

Dieses und Jenes

Dass es Apple bei iOS 14 wohl vorrangig darum gegangen ist, bestehende Funktionen sinnvoll auszubauen und zu ergänzen, wird beim Blick auf die weiteren Details deutlich.

Nehmen wir hier die Familienfreigabe als Beispiel: Neben den bisherigen Apps und Abos von Apple lassen sich mit iOS 14 in Zukunft auch weitere Abos, die außerhalb des Apple Öko-System abgeschlossen wurden, mit Familienmitgliedern teilen

Auch die Wetter-App erhält so manche kosmetische wie funktionelle Verbesserung: Regen wird nun endlich auf bei dunklem Himmel dargestellt und Benachrichtigungen informieren darüber, ob die Temperatur deutlich sinkt oder steigt.

In der Musik-App löst der Tab „Jetzt Hören“ das Für Dich ab und auf dem iPad unter iPadOS zollt Apple dem größeren Bildschirm Tribut und gleicht das Layout inklusive Seitenleiste dem Pendant auf dem Mac an. Übrigens bekommt auch die Podcast-App den „jetzt Hören“- Tab spendiert

Die Dateien-App kann endlich Festplatten mit einer APFS-Verschlüsselung lesen, was nur für iPadOS wichtig ist. Darüber hinaus bietet iOS 14 bei der Benutzung öffentlicher Hotspots nun die Möglichkeit an, das Tracking zu verhindern.

Last but not least bekommt HomeKit eine unglaublich wichtige Funktion für die schnelle Bedienung: Die Favoriten aus HomeKit (ob Geräte oder Szenen ist dabei egal) lassen sich nun endlich als Kachel im Control-Center hinterlegen

watchOS 7

Auch für watchOS 7 hat Apple sich Gedanken um die Alltagsbenutzung gemacht und ein in mein Augen längst überfälliges Feature hinsichtlich der Akkuladung eingeführt – ist der Ladevorgang abgeschlossen, blendet iOS 14 dazu automatisch die passende Benachrichtigung ein. Grund dafür dürfte neu eingeführte Schlaftracking sein, da mit Sicherheit viele Nutzer die Apple Watch nicht mehr über Nacht aufladen werden – Tragen und gleichzeitig laden geht hier halt nicht und somit muss die Uhr bei Bedarf geladen werden.

Passend dazu lässt sich nun auch endlich der Zustand des Watch-Akkus auslesen, schließlich verliert jeder Akku im Laufe seines Lebens durch die Ladezyklen an Kapazität – das trifft auch auf die Apple Watch zu.

Bildschirmfoto 549

Schaue ich mir all diese Informationen an, komme ich unweigerlich zu einem Schluss: Cupertino will iOS 14 wieder in deutlich ruhigere Gewässer bringen und dafür sorgen, dass alle bisherigen Funktion sich endlich sinnvoll, zuverlässig und performant bedienen lassen. Und deshalb könnte iOS 14 endlich das sehnsüchtig erwartete Performance-Update bzw. das eigentliche iOS 13.1 werden.

P.S. Apple zeigt sich hinsichtlich der unterstützen Geräte, die mit iOS 14 laufen werden, durchaus großzügig. Die genaue Auflistung der supporteten iDevices findest Du übrigens hier

ich für meine Teil freue mich auf jeden Fall darüber und könnte mir gut vorstellen, die Public Beta in der zweiten Version auf mein aktuelles iPhone Xs Max zu ziehen. Was sagt Ihr denn zu dem, was bisher über iOS 14 bekannt geworden ist? Gefällt Euch das Update? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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