Noch kurz notiert: Offizielle Corona-Warn-App lässt sich laden

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

 

seit heute morgen um ca. 07:00 Uhr lässt sich nun die offizielle deutsche Corona-Warn-App aus dem iOS App Store herunterladen und auf dem iPhone installieren. Dabei ist der Download nur 20 MB groß – oder für jedes MB wurde eine Million Euro gezahlt.

 

Ergänzend zur Schnittstelle

Wie dem auch sein, die App ergänzt nun die Schnittstelle, welche Apple mit dem iOS Update auf iOS 13.5 geschaffen hat, diese muss aber unter „Einstellungen“ >> „Datenschutz“ >> „Health“ >> „COVID-19-Kontaktprotokoll“ aktiviert sein. Nachfolgend greife ich einmal die Beschreibung aus dem App Store auf:

Das Robert Koch-Institut (RKI) als zentrale Einrichtung des Bundes im Bereich der Öffentlichen Gesundheit und als nationales Public-Health-Institut veröffentlicht die Corona-Warn-App für die gesamte Bundesregierung. Die App fungiert als digitale Ergänzung zu Abstandhalten, Hygiene und Alltagsmaske. Wer sie nutzt, hilft, Infektionsketten schnell nachzuverfolgen und zu durchbrechen. Die App merkt sich dezentral unsere Begegnungen mit anderen und informiert uns digital, wenn wir Begegnungen mit nachweislich infizierten Personen hatten. Dabei sammelt sie jedoch zu keiner Zeit Informationen zur Identität ihrer Nutzerinnen und Nutzer. Wer wir sind und wo wir sind, bleibt geheim – und unsere Privatsphäre bestens geschützt.

WIE DIE APP FUNKTIONIERT

Sind wir unterwegs, sollte die Risiko-Ermittlung immer aktiviert sein. Denn sie ist das Herzstück der Software. Wann immer sich Nutzerinnen und Nutzer begegnen, tauschen ihre Smartphones über Bluetooth verschlüsselte Zufallscodes aus.

Diese geben nur Auskunft darüber, über welche Dauer und mit welchem Abstand eine Begegnung stattfand. Welche Person sich hinter einem Code verbirgt, ist für niemanden nachvollziehbar. Die Corona-Warn-App erhebt keine Informationen über den Ort der Begegnung oder den Standort der Nutzerinnen und Nutzer.

Entsprechend der maximalen Corona-Inkubationszeit werden alle Zufallscodes, die unser Smartphone sammelt, für 14 Tage auf dem Smartphone gespeichert – und dann gelöscht.

Nur wenn eine Person sich über die App freiwillig als nachweislich infiziert meldet, erhalten daraufhin alle früheren Begegnungen eine Warnung auf ihr Smartphone.

Niemand erfährt, wann, wo oder mit wem eine entsprechende Risiko-Begegnung stattfand. Die infizierte Person bleibt anonym.

Mit der Benachrichtigung erhalten die betroffenen Nutzer/-innen klare Handlungsempfehlungen. Wichtig: Auch die Daten der Benachrichtigten sind zu keiner Zeit einsehbar.

WIE DIE DATEN SICHER BLEIBEN

Die Corona-Warn-App soll uns zwar täglich begleiten. Sie wird uns jedoch nie kennenlernen. Dadurch kann sie niemandem verraten, wer wir sind. Der Datenschutz bleibt über die gesamte Nutzungsdauer zu 100 Prozent gewahrt.

• Keine Anmeldung: Es müssen keine E-Mail-Adresse und kein Name hinterlegt werden.

• Keine Rückschlüsse auf Identitäten: Bei einer Begegnung mit einem anderen Menschen tauschen die Smartphones nur Zufallscodes aus. Diese messen, über welche Dauer und mit welchem Abstand ein Kontakt stattfand. Sie lassen aber keine Rückschlüsse auf Personen und Standorte zu.

• Dezentrale Speicherung: Die Daten werden nur auf dem Smartphone gespeichert und nach 14 Tagen gelöscht.

• Keine Einsicht für Dritte: Sowohl die Personen, die eine nachgewiesene Infektion melden, als auch die Benachrichtigten sind nicht nachverfolgbar – nicht für die Bundesregierung, nicht für das Robert Koch-Institut, nicht für andere User und auch nicht für die Betreiber der App-Stores.

Die App wurde unter Initiative des Bundes gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut und der Deutschen Telekom entwickelt und soll durch Bluetooth-Tracking dabei helfen, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen. Dabei warnt die App, wenn eine andere infizierte Person mit Einem Kontakt hatte. Dazu muss die infizierte Person diesen Status selbst in die App eintragen. Um einen Missbrauch vorzubeugen, muss diese Eintragung durch offizielle Stellen validiert werden.

Das geschieht zum einen über einen QR-Code, den man vom Testlabor erhält. Alternativ kann man auch eine TAN eingeben, die man von einer Telefon-Hotline bekommt, da nicht alle Labore in der Lage sind, QR-Codes zu generieren. Im Infektionsfall erhalten die betroffenen Kontakte einen Hinweis, dass sie sich testen lassen sollen.

Jede App erzeugt dabei eine eigenen, individualisierten Tagesschlüssel, aus dem alle 15 Min eine neue temporäre ID erzeugt wird. Diese werden anschließend für 14 Tage lokal auf dem Smartphone in Listen gespeichert und anschließend gelöscht.

Diese ID´s werden in einem zeitlichen Abstand von zweieinhalb bis fünf Minuten 16-mal in die nähere Umgebung gefunkt. Treffen nun zwei Smartphones in einem Abstand von bis zu fünf Metern aufeinander, tauschen beide Geräte ihre jeweiligen ID´s aus.

 

Sicherheit bleibt weitestgehend gewährleistet

Die ersten Versionen der App hatten mit teils erheblichen Sicherheitsmängeln zu kämpfen, die aber zum Start der App weitestgehend behoben worden sind. So wurde die App durch ein technisches Audit durch TÜV-IT einem umfassenden Test unterzogen und die zuvor entdeckten Schwachstellen geschlossen.

Auch der Chaos Computer Club stellte der App ein überraschend positives Zeugnis aus, warnte aber zugleich auch. Denn Schwachstellen können nie ganz ausgeschlossen werden, dank dem dezentralisierten Ansatz ist das Risiko für die Daten der Anwender aber auf jedem Fall erheblich kleiner als bei einem zentralisierten Ansatz.

Die App Steht ab sofort im iOS App Store zum Download bereit und kann über nachfolgenden Link geladen werden:

 

Dieses Mal gibt es vor mir keine Empfehlung für oder gegen eine Installation der App. Das soll in diesem Fall bitte jeder selbst für sich entscheiden, ob Er die App nutzen möchte oder nicht. Als Hinweis möchte ich mir nur erlauben, dass die Corona-Warn-App datenschutzrechtlich deutlich unbedenklicher als beispielsweise Tik-Tok ist.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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4 Kommentare zu „Noch kurz notiert: Offizielle Corona-Warn-App lässt sich laden

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  1. und was ist mit Bluetooth ?? nutze Kopfhörer und die App brauch das auch … also. nur app oder Kopfhörer benutzen schon blöd

    1. Es gibt eine ausführliche Datenschutz Erklärung diesbezüglich
      Die App dürfte hierbei weniger bedenklich als Tik-Tok und Co sein

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von Anders Noren.

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