Zulieferer fällt durch den Qualitätscheck – verspätet sich deshalb Apple´s wichtigstes Produkt?

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Seitdem Tim Cook das Heft des Handelns bei Apple in seiner Hand hält, hat sich das Produktportfolio des Konzerns langsam aber beständig gewandelt. Statt nur noch auf die Erlöse aus der Hardware zu setzen, setzt man zunehmend auf Dienstleistungen. Nicht umsonst hat diese Sparte die größten Zuwächse in den vergangenen Quartalen erlebt. Und dennoch ist das iPhone nach wie vor für den iPhone-Konzern das zurzeit wichtigste Produkt.

 

Apple will immer zweigleisig fahren

Die Wichtigkeit ist Apple dabei stets bewusst weshalb man einige Anstrengungen unternimmt, um die Risiken innerhalb der Lieferkette zu minimieren. So entwickelt Apple immer mehr Komponenten selbst und vergibt diese dann an Auftragsfertiger wie TSMC und Co. Dabei splittet man die Aufträge immer so, dass es einen größeren und einen Auftragnehmer gibt – fällt einer aus, kann der andere übernehmen und die Qualität bleibt gleich.

 

Auftragsfertiger rasselt durch den Qualitätscheck

Das diese Strategie sich nun auszahlt, beweist das kommende iPhone 12 wenngleich es hier trotzdem zu Einschränkungen kommen wird. Wie nun über das Wochenende bekannt wurde, gibt es neben Corona nun eine weitere Verzögerung in der Fertigungskette.

Der vorgesehene Zulieferer BOE kann die gewünschten OLED-Panels für das günstigere iPhone 12 nicht in der geforderten Qualität liefern, wie AppleInsider und der Leaker Jon Prosser berichteten

Dabei soll es sich um die erste Charge der geplanten Massenfertigung von BOE handeln. Das der Zulieferer dabei durchgefallen ist, verwundert etwas. Schließlich testet Apple die OLED-Produktion von BOE bereits seit letztem Jahr äußerst intensiv testen.

Dabei dürfte dem Zulieferer der Qualitätsanspruch keinesfalls unbekannt sein, schließlich fertigt BOE schon seit geraumer Zeit LCD-Panels für diverse iPad- und MacBook-Modelle. Nur deshalb kam Apple mit dem Wunsch der OLED-Produktion auf BOE zu, auch um seine Abhängigkeit von Samsung zu reduzieren. Zumindest beim iPhone 12 sind allerdings noch keine großen Auswirkungen zu spüren, Samsung fertigt wohl bis zu 80% aller OLED-Displays für die kommende iPhone-Generation.

 

Denkbar schlechtes Timing für BOE

Mehr als noch für Apple ist das ein Rückschlag für den Zulieferer BOE. Selbst eine Auftragsquote von nur 20% dürfte angesichts der Pläne von Apple für das iPhone 12 immer noch ein mehr als lohnendes Geschäft darstellen. Denn der iPhone-Konzern plant für dieses Jahr die endgültige Abkehr von LCD-Bildschirmen im iPhone 12 und will nur noch OLED-Panels verbauen. Dabei plant das Unternehmen aus Cupertino insgesamt vier Modelle.

Den Einstieg soll ein 5,4-Zoll-iPhone bilden, das sich an preisbewusste Kunden mit Vorliebe für kompakte Maße richtet. Hinzu kommen zwei Varianten mit jeweils 6,1 Zoll, wobei das teurere Modell wohl eine bessere Kamera samt LiDAR-Sensoren bietet. Beim Topmodell setzt Apple aller Voraussicht nach auf eine Displaydiagonale von 6,7 Zoll.

Wie genau die geplante Ausstattung sowie die Preisstaffelung der kommenden iPhone-Modelle aussehen soll, habe ich einmal hier zusammengetragen. Ob deshalb das iPhone 12 später auf den Markt kommen wird, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ganz klar abzuschätzen. Der Bericht hat kein genaues Datum, der fehlgeschlagene Qualitätscheck könnte also schon eine Weile her sein und BOE nachgebessert haben. Oder aber Samsung bekommt die übrigen Fertigungskapazitäten. Das Apple hier allerdings kurzfristig noch einmal zurück auf ein LCD-Panel zurück schwenken wird, ist allerdings sehr unwahrscheinlich. So oder so werden wir wohl erst im September auf der iPhone-Keynote endgültige Gewissheit haben.

Was ist Eure Meinung zum kommenden iPhone 12? Werdet ihr Euch das neue Modell kaufen? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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von Anders Noren.

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