Nachgereicht: Patentstreit zwischen Google und Sonos geht in die nächste Runde

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nachdem Sonos durch den Release der Sonos Arc sowie dem neuen Sonos: Five und dem Sonos:Sub 3. Gen. kurzzeitig für positive Nachrichten sorgen konnte, holt die Vergangenheit das Unternehmen wieder ein. Nachdem Sonos Anfang des Jahres eine Klage gegen Google anstrengte, schlägt der Suchmaschinengigant nun zurück und verklagt seinerseits Sonos.

 

Kurzer Blick zurück

Anstoß der Klage von Sonos gegen Google waren die Google-eigenen Lautsprecher, die sich ebenfalls via Multirooming betreiben ließen. Sonos sah dabei mehrere seiner Patente verletzt, die man benötigt um drahtlose Lautsprecher miteinander zu verbinden, zu gruppieren und zu betreiben.

Dabei muss man fairerweise sagen, dass Sonos diesen Verdacht nicht von irgendwo hernahm: Im April 2014 öffnete Sonos erstmals interessierten Drittentwicklern, zu denen auch damals Google zählte. Ziel war es dabei, dass auch Dreittanbieter die Möglichkeit zur Ansteuerung des Sonos-Systems bekamen. Dies war bis dahin nur über die offizielle Sonos-App möglich.

Ziemlich genau ein Jahr danach präsentierte Google allerdings sein eigenes Google-Cast-System, welches direkt mit Sonos konkurrieren sollte. Heute hat Google sein Lautsprecher-Portfolio mit zahlreichen Smart-Speakern entsprechend ausgeweitet.

Hardware, die unter der Haube auf das Sonos-Know-How setzt, das Google im Rahmen der Kooperation 2014 zugesteckt worden war. Es war also nicht verwunderlich, das Sonos seine Patente verletzt sah – was Google entschieden zurückwies und seinerseits auf Patentverletzung von Sonos hinwies. Und nicht nur das: Google unterstrich seinerzeit auch, wie engagiert man Sonos bei der Produktentwicklung geholfen habe:

Im Jahr 2016 bat Sonos erneut um die Unterstützung von Google – diesmal für die Integration in Googles innovative Assistent-Software. Und wieder war Google bereit zu helfen. Google unterstützte Sonos maßgeblich bei Entwurf, Implementierung und Test einer Lösung, die Googles Spracherkennungssoftware auf die Sonos-Geräte bringen sollte. Diese Anstrengung erforderte wiederum beträchtliche technische Ressourcen von Google, einschließlich erheblicher monatelanger Arbeitszeit der Mitarbeiter, für die Markteinführung von Googles Assistenten für Sonos-Produkte im Mai 2019.

Auch hier hilft nämlich ein kleiner Blick zurück, Sonos hat zuerst den Sprachassistenten Alexa integriert und die Integration von Google erst auf Kundenwunsch vorangetrieben.

Außerdem reagierte der CEO von Sonos, Patrick Spence, ziemlich gelassen auf die Klage und erklärte zudem gegenüber dem amerikanischen Tech-Portal The Verge Folgendes:

Wie wir in der Vergangenheit bei Eero und zuletzt bei Zoom gesehen haben, scheint sich Google nicht zu schämen, die Innovationen kleinerer amerikanischer Unternehmen zu kopieren, um die eigenen Such- und Werbemonopole auf neue Kategorien auszuweiten.

Autsch, das hat nicht nur gesessen, das ist sogar eine volle Breitseite gegen den Suchmaschinenanbieter. Fairerweise muss man allerdings auch sagen, dass Google mit solch einem Verhalten auch schon früher auffällig geworden ist.

 

Google schlägt zurück

Das will Google aber keineswegs auf sich sitzen lassen und verklagt nun seinerseits Sonos. Dafür bringt der Suchmaschinenanbieter nun sein eigenes Patentportfolio in Stellung. So heißt es in der Klageschrift, hier als PDF verfügbar, unter anderem:

Sonos hat in den Klagen, die es Anfang des Jahres gegen Google eingereicht hat, falsche Behauptungen über die gemeinsame Arbeit der Unternehmen und die Technologie von Google aufgestellt. Obwohl Google selten andere Unternehmen wegen Patentverletzung verklagt, muss es hier seine geistigen Eigentumsrechte geltend machen.

Damit dürfte nun die nächste Stufe der Eskalation für beide Unternehmen bereit sein und die Frage, die sich einem sofort aufdrängt, lautet wie folgt: Wie weit wird Sonos gehen? Google mit seinem Mutterkonzern Alphabet ist nicht nur ungleich größer, sondern verfügt über ein Vielfaches an Mitteln um einen jahre-, wenn nicht jahrzehntelangen Rechtsstreit auszufechten.

Wie seht Ihr diese Thematik? Schreibt mir doch Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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von Anders Noren.

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