Kommt Apple´s Mediensuperflatrate doch noch? iOS 13.5.5 gibt eindeutige Hinweise darauf

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Es ist hinlänglich bekannt, dass Apple jahrelang extrem abhängig vom iPhone als Hardware war, was spätestens mit dem iPhone 7 und den stagnierenden bzw. rückläufigen Abverkaufszahlen für Probleme sorgte. Deshalb beschloss Apple, sich durch den Aufbau von Diensten und Services breiter aufzustellen um die Abhängigkeit von Hardware zu reduzieren. Neben schwankender Nachfrage sind auch die schwankenden Rohstoffpreise nicht einfach zu kalkulieren.

 

Apple Music, Apple Arcade, iCloud und Co

Apple verfügt bereits seit einiger zeit über eine Vielzahl von Diensten. Angefangen hat alles mit den iCloud-Speicherplänen. Später kam Apple Music dazu, dann Apple Arcade und schlussendlich Apple TV+. Spätestens bei der Vorstellung des letztgenannten Dienstes gingen zahlreiche Beobachter davon aus, dass Apple seine Dienste in einem einzigen Bundle anbieten würde.

Die grobe Idee: Statt zahlreiche, einzeln berechnete Abo-Dienste anzubieten und den Zugriff auf monatliche iCloud-Speicherpläne, Apple News+, Apple Music, Apple TV+ und Apple Arcade gesondert in Rechnung zu stellen, könnte Apple auch ein vergünstigtes Bundle bzw. mehrere Bundles mit unterschiedlichen Service-Komponenten offerieren.

Man könnte sogar noch ein Schritt weitergehen und hierbei einen Apple Care+ mit rein rechnen. Auch ein jährliches iPhone-Upgrade oder die Apple Card könnte ein möglicher Bestandteil des Super-Bundles sein.

Wie wir nun wissen, kam es anders und Apple bot entgegen den Erwartungen keine entsprechende Medienflatrate an. Scheinbar gestalteten sich die Verhandlungen mit den einzelnen Partner schwieriger als gedacht.

 

Kommt das Super-Bundle doch noch?

Doch Apple arbeitet offensichtlich hinter den Kulissen weiter daran, eine Medienflatrate anzubieten. Eindeutige Hinweise gibt ausgerechnet die Public Beta von iOS in Version 13.5.5. In den Codeschnipseln lassen sich eindeutige Textpassagen auffinden, die eindeutig von „bundle offer“ und einer „bundle subsription“ sprechen womit Apple die technischen Voraussetzungen dafür schafft.

Interessant ist dabei, dass Apple sich hierbei für iOS 13 entschied und das Angebot nicht auf iOS 14 verschob. Cupertino scheint sehr zuversichtlich zu sein, die ausstehenden Verhandlungen schnell zum Abschluss bringen zu können.

 

Wermutstropfen könnte die Vorfreude trüben

Zu beachten sind allerdings zwei Dinge, bevor ungetrübte Vorfreude ausbricht. Erstens sehen die Erfolgsaussichten einer internationalen Einführung nicht gerade rosig aus. Apple tut sich schon fast traditionell schwer damit, seine Services außerhalb der großen englischsprachigen Märkte USA, Kanada und Großbritannien einzuführen. So warten User in Deutschland immer noch auf den Marktstart von Apple News+

Zweitens ist es mehr als fraglich, ob Apple in seinem Super-Bundle auch alle Dienste anbieten kann. Speziell Apple Music dürfte ein kritischer Faktor werden, denn das Super-Bundle wird nur attraktiv wenn es  gegenüber den einzelnen Abonnements eine Preisersparnis gibt.

Genau hier dürften sich aber die Plattenlabes querstellen, die sowieso schon seit Jahren mit denVergütungen aus dem Streaming-Geschäft unzufrieden sind. Die automatisch enthaltene Preisreduzierung in einem möglichen All-in-One Medien-Bundle dürfte die Vergütungen noch weiter in den Keller drücken.

Dazu passt auch die Meldung, dass Apple in diesem Jahr laut Financial Times keine Lizenzrechte verhandelte, die aber für ein Streamen von Musik in solch einem Bundle notwendig wären.

In meinen Augen aber ist Apple zwingend darauf angewiesen, in einem solchen Medien-Bundle Apple Music zu inkludieren, ist es doch Apple´s erfolgreichster Medienservice. Zumal Cupertino wohl kein Interesse daran hat, eine freie Zusammenstellung der Dienste zu ermöglichen.

Abschließend bliebe noch die Preisfrage übrig? Zurzeit liegt Apple Music bei 9,99€, der iCloud-Speicherplan mit 200 GB bei 2,99€, Apple Arcade liegt bei monatlich 4,99€ und demnächst laufen die ersten kostenfreien Jahresabonnements von Apple TV+ aus. Auch hierfür werden 5€ fällig. Macht unter dem Strich 22,96€ monatliche Kosten. Rechnen wir noch einmal den monatlichen Apple Care+ zu umgerechnet 8,00€ drauf, liegen wir schon bei über 30,00€ dafür. Welchen Rabatt bzw. welche Extraleistungen ist Apple also bereit, dazuzugeben um das Medien-Bundle für den Kunden attraktiv zu gestalten.

 

Exklusive Sportübertragungen als Ausgleich?

Eine Möglichkeit für die Erhöhung der Attraktivität wäre für Apple das zeigen von zusätzlichen Livesport-Veranstaltungen. Dazu passt die Meldung, dass Apple gerade den verantwortlichen Sport-Chef von Amazon, Jim DeLorenzo, abgeworben hat.

Dieser konnte sich gerade dadurch einen Namen machen, indem es  Amazon gelang, die Rechte für einzelne Bundesligaspiele der noch ausstehenden Saison 2020 zu erwerben. Das war allerdings nicht der einzige Coup, auch in England gelang es Amazon UK, die Rechte an einzelnen Spielen der Premier League zu kaufen.

Genau hier weist Apple+s eigenes Angebot, Apple TV+, eine gravierende Lücke auf. Im Zusammenhang mit den gefundenen Hinweisen für das Medien-Bundle in iOS 13.5.5 ein interessanter Zufall.

Ein möglicher Zeitpunkt für die Verkündung des Angebotes sowie die detaillierten Einzelheiten wäre die WWDC am 22. Juni 2020 – wir dürfen also gespannt sein.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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von Anders Noren.

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