Libratone am Ende: Hersteller meldete Konkurs an


Handydealer24
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Das wegen der Corona-Krise das eine oder andere Unternehmen wohl vom Markt verschwinden wird, dürfte Jedem mit klarem Verstand klar gewesen sein. Und dennoch schockte mich persönlich die Nachricht, dass Libratone wohl Insolvenz anmelden musste denn an sich war der Hersteller speziell im Apple-Kosmos für das Zubehör eine feste Größe.

 

Von Anfang an Probleme?

Der dänische Hersteller war ab 2009 fester Bestandteil im Markt der Bluetooth-Boxen und sich sich direkt vom Start weg eine Nische: Die Nähe zu Apple wurde dank AirPlay-Unterstützung von vornherein bewusst gesucht, somit ließen sich die Zipp-Lautsprecher sowohl drinnen als auch draußen betreiben, und das so typisch skandinavische Design machten die Lautsprecher sehr schnell weltbekannt.

Leider haben die Dänen wohl von Anfang an verpasst, schwarze Zahlen zu schreiben denn seit seiner Gründung schloss man wohl jedes Geschäftsjahr mit einem dicken Minus ab. Schuld daran dürfte das hohe Preissegment sowie der Siegeszug zahlreicher, deutlich günstigerer, Anbieter von Bluetooth-Boxen gewesen sein.

Laut dem Treuhänder Anders Hoffmann Kønigsfeldt hat man letztes Jahr durch die Vorstellung des Track Air und Track Air+ nochmal richtig Geld in die Hand genommen, unter anderem den damals besten Bluetooth-Chip von Qualcomm dafür gekauft, und schien damit auf einem guten Weg. Zumindest in der Fachpresse wurden die Track Air+ weltweit gelobt und als ehrwürdiger Konkurrent zu den AirPods gesehen – bis drei Monate Apple mit den AirPods Pro Nachzog und ebenfalls ANC anbot.

Ich durfte bei der Vorstellung in einem kultigen Berliner Hinterhof dabei sein und war angenehm überrascht. Klanglich ward er Track Air+ den AirPods um Längen voraus und auch das adaptive Noise-Cancelling wusste zu gefallen. Hierbei wird, je nach Geräuschkulisse, die Intensität des ANC nach oben oder nach unten gefahren.

Wie dem auch sei, die Coronakrise scheint dem Unternehmen, welches sich schon seit 2014 in der Hand chinesischer Investoren befindet, nun den endgültig den Stecker gezogen zu haben. So soll das Unternehmen schon vor gut anderthalb Wochen, am 07. Mai 2020, Insolvenz angemeldet haben.

 

Nur dank Supportanfragen öffentlich geworden

Publik ist das überhaupt erst durch den Support geworden: Genauer gesagt, durch Kunden, die eine entsprechende Supportanfrage bezüglich ihres Produktes gestellt haben. Laut Aussagen der Mitarbeiter kann Libratone aufgrund eines laufenden Insolvenzverfahrens zurzeit keinerlei Garantie- oder Gewährleistungsansprüche bearbeiten, da die derzeitige finanzielle Lage in der Kontrolle des Treuhänders liegt.

 

Libratone sucht nach neuen Besitzern

Laut Anders Hoffmann Kønigsfeldt ist man zuversichtlich, dass das Unternehmen weiterhin Bestand hat. Zurzeit befindet man sich in vielversprechenden Gesprächen, wobei man sich alle Optionen offen hält, und hofft, innerhalb der nächsten Wochen mit einem neuen Besitzer wieder durchstarten zu können. Für eine Entscheidung in diese Richtung kommen zurzeit mehrere potenzielle Kandidaten in Frage.

Sobald ein Deal, wie auch immer der ausschauen mag, Unter Dach und Fach ist, werde man auch alle in der Zwischenzeit angefallenen Kundenanliegen weiter bearbeiten – wer hier zurzeit Forderungen geltend machen will, muss sich an den Insolvenz-Bevollmächtigten wenden

Auf jeden Fall ist das s4ehr schade, denn der Track Air+ gehört nach wie vor zu den besten True Wireless In-Ear-Kopfhörern mit ANC, die man zurzeit kaufen kann – noch dazu sind sie aufgrund der derzeitigen Situation für um die 130,00€ zu bekommen

Wie der Support ausschauen wird, kann ich natürlich nicht sagen. Für den Preis kann man meiner Meinung nach für die gebotene Leistung durchaus zuschlagen, sofern man gerade Kopfhörer braucht.

Wie findet Ihr die Insolvenz des dänischen Herstellers? Absehbar oder doch etwas unerwartet? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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von Anders Noren.

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