Apple will Indie-Labels helfen und hilft doch nicht


Smarttarif24

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

zugegeben, die Überschrift ist durchaus provokativ und plakativ gewählt. Schließlich hat Apple erst neulich 10.000 Atemschutzmasken bereit gestellt, seine Mitarbeiter in den Stores durch die Schließung bei voller Bezahlung nach Hause geschickt – und dann solch eine Headline

Indie-Labels sind der Stein des Anstoßes

Dazu muss man wissen, dass die Kreativen und freischaffenden Künstler die größten Verlierer dieser Krise sind. Sie haben nämlich kein soziales Auffangnetz wie die Angestellten in Deutschland. Umso löblicher ist es, dass Apple für diese Leute ein millionenschweren Fond eingerichtet hat. Dies hat Apple in einem Schreiben diversen Plattenfirmen mitgeteilt. Anbei der Wortlaut des Schreibens:

„Es sind schwierige Zeiten für Musikindustrie auf der ganzen Welt. Existenzen seien bedroht, da mehrere, für die Branche überlebenswichtigen Einnahmequellen praktisch über Nacht wegbrachen. Apple hat eine tiefgreifende und jahrzehntelange Geschichte mit Musik – und wir sind stolz, Partnerschaften mit den besten Plattenfirmen und Künstlern zu pflegen. Wir möchten helfen.“

Der Wert des Fond beträgt dazu 50 Mio. US-Dollar – angesichts des letzten Quartalsgewinn eher ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Jedoch gibt es hierbei zwei Hürden die erfüllt werden müssen. Zum Einen muss der Künstler bei Apple Music gelistet sein, was gerade für kleine Indie-Künstler mit hohem, bürokratischen Aufwand verbunden ist. Zum Anderen muss das Indie-Label einen Mindestumsatz von 10.000 US-Dollar erwirtschaften – pro Quartal wohlgemerkt. Last but not least gehört dazu noch eine direkte Distributionsvereinbarung mit Apple Music

Schwierige Phase denn das Geld wird woanders verdient

Machten Musiker früher eine Tour um ein Album entsprechend zu promoten, haben sich die Zeichen umgekehrt. Aufgrund von niedrigen Preisen für verkaufte CD´s, den geringen Einnahmen durch das Streaming werden heute nur noch Alben produziert, um eine Konzerttournee zu verkaufen. Hier verdienen die Künstler heutzutage ihr Geld und mehr noch. Daran anhängig sind natürlich auch die ganzen Crew-Mitglieder, Zulieferer, Catering-Dienste, Tour-Manager und und. Auch diese Leute verdienen in der aktuellen Phase kein Geld und hier schließt sich der Kreis. Denn für solch eine große Anzahl an Personen, die in verschiedenen Verhältnissen voneinander abhängig und auf einen konstanten Fluss an durchgeführten Veranstaltungen angewiesen sind, sind 50. Mio. $ schnell aufgebraucht, auch wenn solche Hilfsfonds für einige Plattenlabels existenzsichernd sind.

Was ist Eure Meinung dazu? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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