4k Adieu: Netflix drosselt auf Bitten der EU die Bandbreite

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Die Krise rund um Corona zwingt unser Land und die EU dazu, bestehende Lösungen neu zu denken und Alternativen auszuprobieren. Eine davon ist das Home Office, wo es viele Jahre lang hieß, dass es der firmeninterne Workflow nicht hergeben würde. Das es doch geht, zeigt ja die aktuelle Lage.

Datenverkehr steigt massiv an

Dabei stellen verschiedene Internet-Provider wie die Deutsche Telekom und Vodafone fest, dass sich seit Mitte März der Traffic massiv erhöht hat – vor allem Video-Calls haben hier um bis zu 50% zugelegt. Dies belastet natürlich das Netz und auch die Kapazitäten und die Provider müssen hier entsprechend gegensteuern. Dies gelingt zurzeit auch noch durch verschiedene Maßnahmen: Die Serverzentren sind entsprechend personell besetzt, vorhandene Kapaizäten werden vom Netzausbau abgezogen und hier eingesetzt.

Auch der weltweitgrößte Internetknoten der Welt, der DE-CIX in Frnakfurt, hat noch massig Bandbreite zur Verfügung. Zurzeit liegt die Auslastung dort bei etwa 8 – 9,1 Terabit pro Sekunde – die maximale Last liegt bei etwas über 50 Terabit pro Sekunde. Es ist also noch massig Luft nach oben.

Netflix drosselt den Datenverkehr um 25%

Trotzdem verkündete Netflix gestern abend, dass man für die nächsten 30 Tage seinen gesamten Datenverkehr innerhalb der EU, also auch in Deutsschland, um 25% reduzieren werde. Wie passt das zusammen?

Das liegt zum Einen daran, dass in diesen Tagen unglaublich viele Menschen zuhause sind und eben Netflix streamen und hier die Last entsprechend nach oben gegangen ist. Zum Anderen liegt es daran, dass Netflix schlicht von der EU durch EU-Kommissar Thierry Breton darum gebten wurde:

Bevor nun wieder alle aufschreien und Ihr Geld zurückverlangen wollen. Wir haben es hier mit einer wirklich exponierten Situation zu tun die eben ungewöhnliche Massnahmen erfordert. Gerade unsere Wirtschaft leidet massiv unter dem Stillstand, indem sich unser Land gerade de facto befindet. Deshalb ist die Drosselung hier auch eher als Präventivmaßnahme zu verstehen, die zwar technisch nicht notwendig ist, jedoch Planungssicherheit gibt. Zuvor hatten hier die deutschen Provider mehrfach versichert, dass der Anstieg kein Problem darstelle.

 

Welche Auswirkungen hat die Drosselung

Laut Netflix werden die allermeisten Nutzer in Deutschland nicht einmal einen gravierenden Unterschied merken.  Denn der Sprung in der Bandbreite von Standardauflösung (3 Mbit/S) zu einer Full HD-Auflösung mit 5 Mbit/s beträgt gerade einmal mickrige 2 Mbit/s.

Gravierender ist der Sprung von Full HD zu Ultra HD denn hier haben wie einen Anstieg um mehr als 400% der Datenmenge vorliegen da Netflix eine Datenrate von 25 Mbit/s empfiehlt. Netflix will hier aber mit einer besseren Lastverteilung entgegenwirken und die Bandbreite für die Kunden noch besser und zielgerichterter ansteuern. Zudem muss man in Betracht ziehen, dass viele moderne Fernseher mittlerweile so effiziente und gute Prozessoren zum Upscaling von Full HD auf 4k haben, dass Otto-Normal-Verbraucher nicht mal einen Unterschied merkt wenn er es nicht weiß.

Netflix versicherte gestern nochmal, dass alle Kunden den Dienst mit „guter Qualität“ nutzen können. Thierry Breton selbst begrüßte indes den Schritt von Netflix und dankte dem CEO Hastings persönlich. Der Netflix-Chef habe „ein starkes Gespür für Verantwortung und Solidarität.“

Wie schaut es bei Euch aus? Habt Ihr davon schon etwas mitbekommen? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare.

 

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

Kommentar verfassen

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: