Die Philips Hue HDMI 4k Sync Box – 250,00€ teurer Crap


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Obwohl die Fernseher von Philips eine zeitlang vom Panel nicht zu den besten Geräten seiner Art zählten konnte der Hersteller trotzdem für einen beständigen Absatz sorgen – wie ging das? Das liegt an einem absoluten Alleinstellungsmerkmal, dem sogenannten Ambilight. Das sind LED-Leisten auf der Rückseite der TV-Geräte die passend zum gezeigten Bildschirminhalt den Raum in die entsprechende Farbe eintauchen. Damit wird das TV-Erlebnis deutlich immersiver, da man nun direkt in das Geschehen eintauchen kann.

Ende 2018 habe ich mir einen OLED-TV angeschafft und mich bewusst gegen ein Modell von Philips entschieden. Die hatten damals nämlich noch kein Dolby Vision und auch das installierte Android schreckte mich eher ab. So wurde es dann ein Modell von LG mitd em ich bis heute sehr zufrieden bin – trotzdem war ich auf das fehlende Ambilight sehr neidisch. Schließlich habe ich auch eine Menge Philips Hue Leuchtmittel in meinem Wohnzimmer verbaut.

Irgendwann erkannte Philips das liegengelassene Potenzial und brachte Philips Hue Sync auf den Markt was im Nachhinein mehr schlecht als recht funktionierte. Ständige Aussetzer in der Synchronisation (geschah alles über Software) sowie eine extreme Beanspruchung der Computer-Hardware machten diese Lösung nicht praktikabel. Umso glücklicher war ich, als man kurz nach der IFA 2019 die Philips Hue HDMI 4k Sync Box ankündigte auch wenn diese mit 249,99€ eine stolze UVP hatte. Im Nachhinein muss ich allerdings festhalten, dass es ein absoluter Fehlkauf war. Warum das so ist, erfährst Du in diesem Review

Verpackung, Inhalt und Design

Nach etwas längerem Krampf mit Mediamarkt und einer verzögerung von rund einer Woche nach dem exklusiven Verkaufsstart war es dann endlich soweit und ich hielt meine 4k Sync Box endlich in den Händen. Die Verpackung war sowohl von der Optik als auch der Haptik stark an die Philips Hue Leuchtmittel angelehnt und machte somit einen hochwertigen Eindruck.

Vorne waren schlicht nur die Box, das Philips Hue Logo sowie der Name des Produktes abgebildet.

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Die Rückseite war mit den drei Einsatzmöglichkeiten, dem Verpackungsinhalt sowie diversen technischen Angaben und viel Text deutlich umfangreicher gestaltet

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Nach dem Aufklappen sieht man noch einmal ein Inlay unter dem sich der eigentliche Inhalt verbirgt – schlicht und durchaus schick gestaltet.

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Beim Inhalt muss man festhalten, das der Hersteller sich wirklich Mühe gab und alle wichtigen Sachen mitliefert. So ist neben der Box das Anschlusskabel, das Netzteil mit den beiden obligatorischen Steckern für den Anschluss auch ein HDMI-Kabel von knapp 1m enthalten was heute nicht mehr ganz selbstverständlich ist.

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Die Box selbst besteht größtenteils aus Kunststoff wobei die Oberseite eine mattschwarze Softouch-Oberfläche spendiert bekommen hat. Auf der Vorderseite gibt es eine Verbindungs/Resettaste sowie eine LED, die den Betriebsmodus anzeigt, zu sehen und ist ebenfalls schlicht gehalten.

Die Anschlüsse auf der Rückseite sind fein säuberlich nebeneinander positiniert und sauber verarbeitet. Hier haben wir neben dem Stromanschluss und einem Service-USB-Port insgesamt 5 HDMI-Anschlüsse.

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Einer davon dienst als Ausgang zum TV während die anderen vier die EIngangsquellen darstellen. Wie der Name schon andeutet sind alle Anschlüsse 4k-fähig und unterstützen 60 Hertz sowie HDR und HDCP 2.2. Das Netzteil kann neben der Sync Box noch zwei Hue Playbar mit Strom versorgen da Signify hier den gleichen Anschluss verwendet.

Insgesamt sieht die HDMI-Sync Box durchaus gelungen aus; auch weil man sich im Stil an den klassischen Settop-Boxern orientiert hat.

Technische Daten der HDMI Sync Box

Bevor wir zum Einbinden und Nutzen der HDMI Sync Box kommen gibt es hier nochmal eine Übersicht aller technischen Daten:

  • 4 HDMI-Eingänge, 1 HDMI-Ausgang
  • 4k bei 60 Hertz und HDR10
  • CEC
  • HDCP 2.2
  • WiFi 802.11 b/g/n/ 2,4 Ghz
  • Infrarot-Sensor
  • 7 Watt max. Leistungsaufnahme
  • 1 Watt Standby
  • 18,2cm x 2,3cm x 9,9cm (Breite x Höhe x Länge)
  • Gewicht von 455 Gramm

Dolby Vision und HDR10+ werden nicht aktiv unterstützt allerdings zum Fernseher durchgeschliffen

Aufbau und Einbinden der HDMI Sync Box

Bevor ich direkt zum Aufbau komme muss ich zum Verständnis noch einmal kurz auf die Funktionsweise der HDMI Sync Box eingehen; vor allem wegen der UNterstützung von HDCP 2.2.

Die Sync Box erkennt eingehende Signale, analysiert diese, steuert dann über die Hue Bridge die installierten und zugewiesenen Leuchtmittel in der Farbe an die der Fernseher auf dem gesamten Bildschirm zeigt. Dabei „bricht“ die Box auch verschlüsselte Signale (hier kommt die Unterstützung von HDCP 2.2 zum Einsatz) auf und analysiert diese – was der Grund ist, warum alle Zuspieler an der Box statt am Fernseher angeschlossen werden müssen. Deshalb funktioniert die Box auch nicht mit den integrierten Apps eines Smart-TV´s

Deshalb musste ich erst einmal mein komplettes Setup umbauen da ich bisher alle Quellen direkt am meinem Fernseher angeschlossen habe was gar nicht so einfach war. Denn ich nutze eine Bose SoundTouch 300 für den Sound und die belegte den HDMI ARC-Port meines Fernsehers doch Gott sei Dank unterstützt die HDMI Sync Box ARC. Also habe ich alles abgesteckt und an der Box sauber neu eingesteckt und die Kabel neu organisiert. Hier fiel mer ein fehlender Ethernet-Port auf den ich angesichts der ganzen anzusteuernden Geräte und Leuchtmittel gut gefunden hätte – zumal das Internet in Deutschland leider immer noch nicht flächendeckend bei 50 Mbit/s oder höher liegt.

Einmal alles angeschlossen, macht das Ganze einen ordentlichen Eindruck wenn man die Kabel noch entsprechend wegorganisiert hat. Positiv an dieser Stelle noche einmal, dass ein HDMI-Kabel in der Verpackung enthalten ist. Das spart Zeit, Geld und Nerven

Nach der Verkabelung geht es an das Einrichten der Box und hier kommt leider der erste Negativpunkt: Man muss sich mit der Hue Sync-App eine separate App auf dem iOS App Store herunterladen und installieren. Das sorgt vor allem im Laufe der weiteren Konfiguration auch für versierte Anwender für Frustration doch dazu später mehr.

Bevor man die Sync Box einrichten kann muss man in der eigentlichen Hue-App zunächst einmal im Wohnzimmer den sogenannten Entertainment-Bereich festlegen damit dieser später während des Einrichtungsprozesses der Box zugewiesen werden kann.

Funktioniert das Anlegen des Bereichs selbst sowie die Auswahl der Lampen noch halbwegs intuitiv wird der nächste Schritt zur Stolperfalle. Damit das richtige Ambiente erzeugt werden kann, muss das System wissen, auf welcher Höhe sich die installierten Lampen befinden. Hierzu muss man in der Hue-App in die Einstellungen wechseln, den Entertainment-Bereich aufrufen und dann auf die Lampensymbole tippen – jeder Tipp sorgt für eine Höhenpositinierung. Dabei stehen „Bodenhöhe“, „TV-Höhe“ und „Deckenhöhe“ zur Auswahl.

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Diese unübersichtliche Aufteilung in die beiden Apps sowie das wenig intuitive Setup des Entertainment-Bereichs sorgen für ein hohes Maß an Frustration; auch bei einem versierten Hue-Nutzer wie mir.

Zum eigentlichen Einbinden der HDMI Sync-Box muss man zunächst einmal Bluetooth an seinem iPhone einbinden was eher semigut klappte. Ich brauchte insgesamt 8 Anläufe um eine verbindung zur Box aufbauen zu können.. Mit einem Blick auf die Community bin ich damit auch nicht alleine gewesen was schon sehr nervig war. Die Krönung dessen sind aber die insgesamt acht Bildschirme die dafür angezeigt und weitergescrollt werden müssen.

Ich verstehe ja, dass der Hersteller die Einrichtung der Sync Box ausreichend dokumentiert haben will doch das ist dann etwas too much.

Genauso geht es aber leider auch weiter denn nach dem Verbinden der Box mit meinem iPhone muss ich zunächst das Passwort meines Netzwerks eingeben und dieses dann noch einmal separat über die Taste an der Sync Box selber bestätigen.

Das ist meiner Meinung nach einfach unnötig denn eine manuelle Bestätigung der korrekten Passworteingabe des Netzwerks ist einfach Overkill und eben wenig intuitiv.

hat man das geschafft, sucht die Sync Box zunächst einmal nach der aktuellsten Software-version. Da ich die Box direkt drei Tage nach dem Erscheinen kaufte, gab es hier auch keinen Erfolg.

Zum Abschluss muss die Sync Box noch in das Hue-System eingebunden werden. Dazu sucht die Sync Box nun nach einer entsprechenden Hue Basis.

Ist diese gefunden muss zur Bestätigung die Taste mitten auf der Hue-Basis gedrückt werden damit sich die Geräte miteinander verbinden können.

Zum Abschluss der Konfiguration sucht die Sync Box nun nach dem zuvor eingerichteten Enterainment-Bereich um sich mit diesem zu verbinden. Ist auch das erledigt, kann die Sync Box nun endlich aktiv genutzt werden

Uff, kann ich da nur sagen. Persönlich hatte ich schon lange kein Device mehr, was so umständlich, wenig intuitiv und zeitraubend in der Einrichtung war wie die Philips Hue 4k HDMI Sync Box – aber vielleicht wollte man sich mit der Einrichtung auch dem äußerst sperrigen Namen anpassen….

Wer hier nun dachte, das war es der irrt leider gewaltig. Denn in der Hue Sync App muss man nun weitere Eonstellungen bezüglich der angeschlossenen Zuspieler vornehmen. Hierzu schauen wir uns kurz den einmal den Startbildschirm an.

Oben werden die drei Synchronisierungsmodi „Video“, Musik“ und „Gaming“ angezeigt. Direkt dadrunter ist eine Einstellungsleiste für die Intensität wobei hier insgesamt vier verschiedene Stufen zur Auwahl vorliegen.

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Für die Video-Wiedergabe empfehle ich die Einstellung „Moderat“ weil es sonst doch zu intensiv wird. Beim Gaming kann man durchaus mal „Extrem“ auswählen; hier gehen die Farbwechsel dann deutlich schneller vonstatten was dem Gamingerlebnis zuträglich sein dürfte.

Die Einstellungen der einzelnen, angeschlossenen Zuspieler ist eine Wissenschaft für sich wie ich im Laufe der Zeit feststellen musste. Inbsesondere für Diejenigen unter Euch die eine Apple TV 4k haben und diese zudem auch als Steuerzentrale für HomeKit nutzen. Damit ist die Apple TV nämlich immer im Standby und der automatische Wechsel zwischen den HDMI-Ports der Sync Box klappt nicht mehr. Wenn ich also nun meine Xbox anschmeiße, muss ich über die App auf meinem iPhone den Eingang immer wieder separat auswählen

Nutzen im Alltag – tolles Licht und trotzdem viel Frust

Hat man sich erst einmal durch die langwierige Einrichtung durchgewurschtelt und sich mit den Einstellungen der Zuspieler durchgefuchst wird man mit einem tollen Lichterlebnis belohnt.

Hierbei muss man allerdings festhalten, dass sich die Hue Sync Box fundamental vom Ambilight der Philips-Fernseher unterscheidet. Während Letztere den Bildschirmrand analysieren damit die LED´s entsprechend angesteuert werden können um den Bildschirm optisch zu vergrößern geht die Hue Sync Box einen anderen Weg.

Hier wird nämlich der gesamte Bildschirm analysiert um die Farbstimmung der einzelnen Bildszene wiedergeben zu können was sich somit fundamental von den Philips-Fernsehern unterscheidet. Damit dies auch gut klappt, sollte man mindestens zwei Leuchtmittel um den Fernseher platziert haben, besser sind drei oder mehr.

Hierbei gibt es einige Einschränkungen zu beachten. Die Hue Sync Box läuft zunächst einmal nur mit den originalen Hue-Leuchtmittel. Zudem kann ein Lightstrip angesteuert werden, dieser leuchtet dann allerdings nur in einer Farbe auf. Nicht umsonst (auch durch die Gestaltung der Stromanschlüsse an der Sync Box selbst) empfiehlt Philips hier die Nutzung der Hue Playbar.

Ich habe insgesamt 7 Leuchtmittel im Einsatz und weiche durchaus stark von der empfohlenen Installation ab. Trotzdem ist das Ergebnis wirklich beeindruckend. Mein Wohnzimmer wird passend zum Bildschirm in eine schöne Lichtatmosphäre getaucht und man versinkt förmlich im Film/ der Serie – wenn denn alles funktioniert.

In meinem Test hatte ich nämlich immer mal wieder mit Aussetzern in der Synchronisation zu kämpfen was doch echt nervig war. An der Auslastung der Bridge kann es nicht liegen, denn die ist gerade mal bei knapp 40%. Auch die Intensität der Farbstimmung kann nicht die Ursache sein denn hier habe ich „Moderat“ als Stufe ausgewählt. Am Ende des Tages konnte ich leider keine genaue Fehlerquelle ausmachen doch ein Blick in die Bewertungen der App im App Store zeigte mir, dass ich nicht alleine mit diesem Problem bin.

Viel gravierender ist allerdings ein anderer Fakt und der ist für ein neues Produkt, welches im Herbst 2019 auf den Markt kam, ein absolutes No-Go – die fehlende Unterstützung von Dolby Vision!

Mein LG OLED 55B87 habe ich unter anderem auch wegen der expliziten Unterstützung von Dolby Vision gekauft denn diese Technik ist der HDR-Technik deutlich überlegen denn das Studio kann das Farb- und Kontrastsetting Biuld für Bild, Szene für Szene neu festlegen. Bei HDR hingegen ist das nur einmal zu Beginn der Produktion möglich

Das war mir zwar im Vorfeld bekannt jedoch gibt Philips bei der Hue Sync Box an, Dolby Vision durchschleifen zu können. Was zwar auch stimmt, die Leuchten aber dann in ein hässliches Lila eingefärbt was jedem Bordell zur Ehre reicht. Das ist insofern gravierend weil mein LG-Fernseher das Bild grundsätzlich immer in Dolby Vision darstellt – genau wie meine Apple TV 4K was für mich auch ein wichtiges Kriterium für den Kauf der beiden Produkte war

Hier bleiben also nur zwei Möglichkeiten über: Entweder Dolby Vision ausschalten wobei die Darstellungsqualität merklich sinkt um das Lichtspiel genießen zu können oder darauf zu verzichten. Zwar kursieren im Internet dank eines findigen Nutzers nun eine entsprechende Anleitung wie sich die Box mit Dolby Vision an einer Apple TV 4k nutzen lässt doch es bleibt leider ein Gefrickel – zumal die Bildqualität darunter leidet und es für den Preis von 249,99€ einfach ein Witz ist.

Hier habe ich die Anelitung für Euch einmal kurz notiert wer diese einmal ausporbieren möchte:

  • 1. Dolby Vision ind en Videoeinstellungen der Apple TV 4k abschalten
  • 2. Stattdessen als Videoformat 4k SDR (kein HDR) auswählen
  • 3. Die HMDI-EIngabe auf RGB (hoch) stellen – YPbPr muss zwingend deaktiviert sein!
  • 4. Im Menüpunkt „An Inhalt anpassen“ festlegen, dass der Dynamikbereich des Videos übernommen wird

Diese sehr skurille Einstellung sorgt dafür, dass die Inhalte, die ja nicht mehr in DV kommen, sauber von der Apple TV 4k in die Sync Box durchgeschliffen werden und erst der Fernseher die entsprechende Umwandlung in ein Dolby Vision Signal vornimmt – zumindest technisch gesehen. In der Praxis ist dies leider unzufriedenstellend, da man einen merklichen Qualitätsabfall hinsichtlich des Bildes warhnehmen kann. Zudem funktioniert das bei mir auch nur dann, wenn das Bildmaterial nicht im nativen Dolby Vision vorliegt. Sofern die Serie oder der Film in Dolby Vision produziert wurde, steigt das Setup trotz dieser Einstellung immer wieder aus

Weitere Einschränkungen im Alltags-Betrieb

In meinem Setup ist neben dem fernseher von LG auch die Bose SoundTouch 300 als Soundbar eingebunden. Viele von Euch nutzen natürlich aber auch einen AV-Receiver und hier zeigt sich die Box ebenfalls etwas zickig. Zunächst einmal müssen alle Zuspieler m AV-Receiver angeschlossen werden und dieser dann mit einem Kabel in die Sync Box. Vor dort geht es zum Fernseher; also die drei übrigen HDMI-Steckplätze an der Sync Box müssen frei bleiben! Nur dann funktioniert das Einschalten bzw. der Audio Return Channel korrekt da hier der AV-Receiver diese Funktion weiterhin übernimmt.

Das funktioniert bei der Filmwiedergabe ganz leidlich was man hingegen von der Musikwiedergabe nicht behaupten kann. Gerade bei Receivern von Denon bleiben die Hue-Lampen während der Musikwiedergabe einfach dunkel und es scheint kein Workaround zu geben.

Auch das automatische Umschalten zwischen den einzelnen Eingabe-Quellen funktioniert bei mir nicht. Ob es am Standby-betrieb der Apple TV 4k liegt kann ich nicht sagen. Will ich jedoch zur Xbox schalten, muss ich dies immer händisch über die Hue Sync-App an meinem iPhone erledigen. Dabei fiel mir noch auf, dass trotz laufender Syncronisation das System irgendwann komplett austieg – was mir so vier-, fünmal passierte. Die Synchronisation war einfach gestoppt und musste wieder von Hand über die App gestartet werden.

Außerdem sollte man berücksichtigen, dass das originale Ambilight der Philips-Fernseher farblich deutlich feinfühliger auf den Bildschirminhalt reagiert als dies die Hue Sync Box tut.

Fazit

Selten hat es ein Hersteller geschafft, mich mit seinem Produkt so dermßane zu frustrieren wie es Signify mit seiner Hue Sync Boc schaffte. Meine Freude/Begeisterung bei der Produktankündigung war wirklich groß denn ich war schon immer neidisch auf die Leute mit einem Ambilight-TV – das notwendige Leuchtmittel-Setup war ja schon vorhanden.

Doch die unnötig komplizierte Einrichtung sowie die fehlende Unterstützung von DOlby Vision machen die Box für mich im Praxisalltag nahezu unbrauchbar. Dazu kommen noch die immer wieder auftretenden Aussetzer in der Synchronisierung wo im besten Fall nur das Licht aussteigt. Im schlimmsten Fall ist sogar das Bild gestört und das Panel des Fernsehers fängt zu blitzen an – was für das OLED-Panel und der Langlebigkeit dessen nicht wirklich zuträglich ist.

Ob es an der enormen Hitzeentwicklung der Box liegt kann ich nicht sagen, doch die wird wirklich schnell unangenehm heiß. Hier ist definitiv ein besseres Lüftungssystem notwendig. Wer die Bx regelmäßig einsetzt, dürfte pünktlich zum ABlauf der Garantie deshalb Schwierigkeiten bekommen..

Das alles ist für einen Preis von 249,99€ nicht akzeptabel zumal unter Umständen noch Leuchtmittel (Hue Playbar) hinzugekauft werden müssen was den Preis schnell mal auf ca. 450,00€ hochtreibt. Will man mehr als drei Leuchtmittel haben kommt man schnell in Preisregionen wo es entsprechende TV-Geräte von Philips mit 4k und Ambilight gibt – die zudem auch mit Dolby Vision umgehen können.

Signify hat hier meiner Meinung nach eine riesige Marktlücke erkannt aber scheitert grandios an der Besetzung derselbigen. Die Entwicklungszeit und das Geld wäre wohl besser in eine leistungstarke App für die Apple TV 4k investiert worden – die hätte ich mir auch gerne 40,00€ oder mehr kosten lassen.

Wie schaut es denn bei Euch aus? Wer von Euch hat sich denn die Hue Sync Box gekauft? Wie zufrieden seit Ihr damit? Schreibt mir Euer Feedbakc in die nachfolgenden Kommentare.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick

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von Anders Noren.

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