Interessanter Benchmark zum M1 Max und ProRes aufgetaucht: Export von ProRes-Videos dreimal schneller als auf dem Mac Pro

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Einer der Vorteile des neuen iPhone 13 Pro und 13 Pro Max ist die Möglichkeit, Videos mit dem neuen Dateiformat ProRes aufnehmen zu können,. Was seinerzeit bei der Vorstellung als Spielerei abgetan wurde, entwickelt sich nun mit den neuen Modellen des MacBook Pro mit M1 Max zu einem veritablen Wettbewerbsvorteil, wie ein neuer Benchmark aufzeigt.

Export von ProRes bis zu dreimal schneller als auf einem 2019er Mac Pro

Die Kollegen von Macworld.com haben einen interessanten Benchmark aufgestellt, der zeigt, wie leistungsstark das MacBook Pro mitsamt M1 Max wirklich ist. In der Konfiguration ist das neue MacBook in der Lage, ein entsprechend aufgenommenes Video mit einer Länge von 5 Minuten in ProRes RAW 422 HQ bis zu dreimal schneller zu exportieren, was beeindruckende Zahlen sind:

  • 2021 MacBook Pro mit M1 Max Chip: 76 Sekunden
  • 2019 Mac Pro mit Afterburner-Karte: 153 Sekunden
  • 2019 Mac Pro: 233 Sekunden
Benchmarks M1 Max beim Export von ProRes

Darüber hinaus wird es auch die Wiedergabeleistung von 8K-Inhalten mit mehreren Streams erheblich verbessert. Die Farbkorrektur profitiert im Allgemeinen auch, da die Rauschunterdrückung und Stabilisierung in Final Cut Pro schnell ist. Diese beiden Aspekte sprachen bisher immer für eine Workstation, nun hat man eine verbesserte Leistung in einem Mobilgerät.

Mac Pro benötigt für ProRes auf der höchsten Leistungsstufe höchste Ausstattungslinie

Um überhaupt ProRes vernünftig bearbeiten zu können, braucht es den 2019er Mac Pro den 28-Core Intel Xeon W CPU (für einen Aufpreis von knackigen 8050,00€) in Kombination mit der Afterburner-Karte, damit der Export überhaupt beschleunigt werden kann. Das Problem an der Sache? Diese Afterburn-Karte kostet nochmals satte 2.300€ Aufpreis. Der M1 Max im MacBook Pro kostet, je nach Grundkonfiguration maximal 410,00€ Aufpreis und liefert ab Werk bereits zwei ProRes-Encoder und zwei ProRes-Decoder und übertrifft die Afterbunr-Karte im Mac Pro deutlich.

Die GPU-Leistung ist immer noch nicht auf dem gleichen Niveau wie bei einem 2019 Mac Pro, der andere Workflows wie R3D Raw und 3D-Anwendungen wie Octane X ansprechen würde. Hier sprechen wir aber von Software, die Apple nicht optimieren kann sondern von anderen Entwicklern abhängig ist. Der Nachfolge des M1 Max dürfte diese Lücke aber schließen.

Was ist eigentlich ProRes?

Abschließend will ich noch kurzt auf die Frage eingehen, was proRes eigentlich ist. Dieses Dateiformat ist keinesfalls neu, Final Cut Pro kann diesen Standard schon eine ganze Weile verarbeiten , professionelle Videokameras wie Arri und Red nehmen in ProRes auf und für Regisseure bietet ProRes einige Vorteile an:

ProRes wurde von Apple als Videocodec für Profis entwickelt und verwendet eine minimale Datenkomprimierung an. Aufgenommene Inhalte können so in der Postproduktion schneller Bearbeitet werden, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Die erzeugten Datenmengen sind gigantisch. Weshalb ProRes auf dem iPhone 13 Pro und 13 Pro Max nur ab einer Speichergröße von 256 GB zur Verfügung steht.

Adobe und Co werden es schwer haben

Online-Inhalte haben sich von statischen Bildern hin zu Videos bewegt – auf Instagram sind Reels heutzutage der Messfaktor für Content Creator. Und um ein wichtiger Teil des Workflows zur Erstellung von Inhalten zu sein, benötigt der Mac ProRes, um den Weg in ein effizienteres, leistungsstärkeres Hardware-Ökosystem zu ebnen. Da fügt es sich nahtlos ein, dass heute ein Groß der Videos mit dem iPhone aufgenommen werden, mit dem 13 Pro ist das eben in ProRes möglich – weniger Artefakte, mehr Qualität und Details sind so in der Aufnahme enthalten.

Mit dem M1 Max im MacBook Pro hat Apple nun das passende Werkzeug im Angebot, mit dessen Hilfe sich die mit dem iPhone aufgenommen Videos bearbeiten und vor allem schnell exportieren lassen. Hinzu kommt die Entwicklung der Bildschirme mit mini-LED-Display und ProMotion, wodurch der Workflow für Video Creators 2022 einen entscheidenden Schub nehmen dürfte.

Das sind keine guten Nachrichten für Adobe und seine Software Premiere Elements, ganz im Gegenteil. Durch die Verzahnung von hard- und Software bietet Apple ein plattformübergreifendes Benutzererlebnis an, was Adobe so schlicht nicht garantieren kann. Da passt es für Adobe ins Bild, dass immer noch nicht alle Programme aus der Creative Cloud nativ für Apple Silicon verfügbar sind.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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