iPhone von NYT-Journalisten erfolgreich gehackt

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Grundsätzlich gelten iPhone, iPad und Mac als vergleichsweise sichere Geräte, daran hat das Agieren im App Store einen großen Anteil. Doch im Laufe der Zeit ist vor allem iOS immer komplexer geworden und somit werden immer häufiger sogenannte Zero-Day-Exploits aufgedeckt – teilweise aber erst Wochen, Monate oder gar Jahre nach der erstmaligen Auftauchen. Apple bemüht sich, diese regelmäßig und schnell zu stopfen, ist dabei auf externe Sicherheitsforscher angewiesen. Manche von denen wollen aber mit dem Konzern nicht zusammenarbeiten, es ist nicht lohnenswert, und verkaufen ihr Wissen an Dritte. Daraus entsteht dann Schadsoftware wie Pegasus und damit kommen wir zum Journalisten Ben Hubbard.

Sein iPhone wurde 4x gehackt

Ben Hubbard, seines Zeichens Nahost-Korrespondent der New York Times, musste nun mehrfach einen erfolgreichen Hack seines iPhones erleben. Laut ihm gab es insgesamt vier Versuche, von denen zwei erfolgreich waren. Dies berichtet er in seinem gestern erschienen Artikel bei der NYT. Er lies sein iPhone dabei von Sicherheitsexperten des Citizan Lab untersuchen und die Ergebnisse sind extrem beunruhigend.

Von Saudi-Arabien ins Visier genommen

So stellte Citizen Lab fest, dass er von offiziellen Behörden aus Saudi-Arabien mithilfe einer verdächtigen SMS ins Visier genommen wurde, die höchstwahrscheinlich von der Spionagesoftware Pegasus stammt. Es ist genau das gleiche Land, welches mit dergleichen Software den regimekritischen Journalisten Jamal Kashoggi brutal in der saudischen Botschaft in Istanbul ermorden lies. 2018 ist Hubbard dabei ein weiteres Mal von saudischen Behörden ins Visier genommen worden: Der Angriff erfolgte über eine arabischsprachige WhatsApp-Nachricht, die mich namentlich zu einem Protest in der saudischen Botschaft in Washington einlud. Was die These stützt? Die Angriffe auf Hubbard aus dem Jahr 2018 stammten von den gleichen Servern, mit denen das Regime davor saudische Aktivisten ins Visier nahm.

2020 und 2021 hatte Hubbard nicht mehr so viel Glück und sein iPhone wurde mittels „Zero-Click“-Eploits kompromottiert, hierbei mussten von ihm keine Links mehr angeklickt werden. Dabei handelte es sich augenscheinlich um den gleichen Angreifer, da beim zweiten Hack die Spuren des ersten hacks beseitigt worden sind. Anhand der forensischen Daten, die Citizan Lab noch verwerten konnte, geht man davon aus, dass auch in diesem Fall die Pegasus-Software genutzt wurde.

NSO kündigte die Verträge mit Saudi-Arabien

Nach dem der Mord am saudischen Journalisten Kashoggi die internationale Gemeinschaft bestürzte, kündigte das Unternehmen NSO die Verträge mit Saudi-Arabien. Pikanterweise ist NSO ein israelisches Unternehmen und mit Sicherheit dürfte das saudische Regime auch Journalisten und Aktivisten aus Israel ins Visier genommen haben.

Arbeit von Journalisten wird aktiv behindert

Hubbard sagte außerdem, dass dieses Wissen seine Arbeit als Journalist deutlich einschränkt. Er verwendet die verschlüsselte Kommunikations-App Signal, wichtige Kontakte und Adressen werden offline gespeichert, das iPhone wird regelmäßig neugestartet und bei besondres sensiblen Treffen lässt er das iPhone zuhause. Außerdem verwendet er nun eine amerikanische Nummer, da NSO diese nicht targetiert.

Was ist denn Eure Meinung dazu? Fühlt Ihr Euch mit einem iPhone noch sicher? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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