Sind die Gewinne aus dem Werbegeschäft für Apple tatsächlich so unerwartet?

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Was das Thema Werbung angeht, war man unter iOS schon immer privilegierter als unter Android. Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass mittels eindeutiger Werbe ID massenhaft Werbedaten gesammelt worden. Seit iOS 14.5 ist dies nicht mehr möglich. Apple schreibt jedem Entwickler vor, dass die Daten nur nach expliziter Zustimmung durch den User, die proaktiv einzuholen ist, erlaubt ist. Doch die Geschäftszahlen zur eigenen Werbeplattform werfen die Frage auf, wie ehrlich es Apple meint.

Apple ist direkter Profiteur von seinen Änderungen

In der Tat ist seit Einführung des ATT ein massiver Rückgang bezüglich des Werbebudgets zu vermerken, wie man anhand dieser Zahlen nachvollziehen kann. Dies macht es für Werbepartner wie Facebook, Instagram und Google extrem schwer, targetierte Werbung zu schalten. Damit wurde schlagartig das Werbegeschäft bei Apple selbst viel attraktiver und der iPhone-Konzern profitiert dabei in besonderem Ausmaß. Das bezeugen nun Zahlen, die in einem Bericht der Financial Times erwähnt werden.

Apple verdreifachte den Umsatz aus seinem Werbeanzeigengeschäft

Apple konnte seinen Marktanteil unter iOS für Werbeanzeigen innerhalb von sechs Monaten seit dem Start von iOS 14.5 mehr als verdreifachen. Dies geschieht über das interne Unternehmen Search Ads, welches dafür gegründet wurde und bestimmte Slots mit Werbung innerhalb der eigenen Dienste bucht. Besonders auffällig ist dies im App Store – hier scheint vor allem Tik Tok enorm viel Geld auszugeben, wie dieser Screenshot beweist:

Interessant ist dabei zudem, dass die Werbung im App Store nun für rund 58% aller App-Downloads verantwortlich ist. Vor iOS 14.5 betrug die Conversation-Rate lediglich 17%.

Verletzt Apple seine eigenen Richtlinien?

Dieser Erfolg ist durchaus bemerkenswert und noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Einer Forschergruppe zufolge könnten die Einnahmen innerhalb von drei Jahren von aktuell 5 Mrd. US-Dollar auf dann 20 Mrd. US-Dollar ansteigen. Doch wie ist das möglich? Laut internen Quellen wie Führungskräften und Entwicklern, die anonym bleiben wollen, ist das auf normalen Wege nicht möglich. Der iPhone-Konzern breche dafür vielmehr selbst seine Reglementierungen bezüglich des App Stores. Es gibt aber einen kleinen Ausweg, der zugunsten von Apple spricht: Laut Medienanalyst Eric Seufert beziehen sich die Daten, auf die sich der Bericht der Financial Times stützt, auf folgende Faktoren:

  • Die Quelle der Daten sind in erster Linie Nicht-Gaming-Apps, während das Spielen dominant ist.
  • Es deckt nur mobile App-Anzeigen ab, keine mobilen Webanzeigen
  • Die Finanzschätzungen sind skizzenhaft, da das Datum keine absoluten Werte enthält.

Ein kräftiger Nachgeschmack bleibt dennoch und es ist nicht der erste Vorwurf dieser Art. Es bleibt spannend, wie Apple damit umgehen wird. Was sagt Ihr dazu? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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