App-Tipp der Woche: Halide Mark II

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Pünktlich zum Herbst bringt Apple seit über einem Jahrzehnt ein neues iPhone in den Handel und betont dabei neben dem eigens entwickelten Chip auch immer die wieder die Kamera. Und in der tat beeindruckend, was Apple aus seiner Knipse herausholt, denn rein von den Specs sind andere Smartphone-Hersteller dem iPhone deutlich überlegen. So lösen auch die Kameras im neuen iPhone 13 nach wie vor nur mit 12 MP auf. Doch das Zusammenspiel aus dem ISP sowie der Software machen die Kamera erst so gut – schade nur, dass die eigene Kamera-App von iOS das Potenzial so gut wie nie ausnutzt. Aus diesem Grund setze ich schon seit mehreren Jahren auf die App Halide und nun ist es mal Zeit, dass sie mein App-Tipp der Woche wird.

Das iPhone ist die beliebteste Kamera weltweit

Es gibt eine ungeschriebene Weisheit unter Fotografen und die geht so: „Die beste Kamera ist die, die man dabei hat“. Und da man das iPhone eigentlich immer dabei hat, verwundert es nicht, dass die weltweit meisten Fotos eben mit einem iPhone geschossen werden. Alleine auf Flickr nimmt das iPhone (über verschiedene Modellgenerationen) unangefochten den Spitzenplatz ein. Es liegt aber auch daran, dass Apple seine Kamerapplikation extrem einfach hält und so den Schwierigkeitsgrad bewusst niedrig hält. Das geht jedoch zulasten des Potenzials, weshalb ich mich schon seit Jahren für Halide Mark II entschieden habe. Doch warum ist das so

Halide zeigt die Möglichkeiten auf

Halide Mark II gehört seit Jahren zu den leistungsstärksten Kamera-Apps im iOS App Store und das aus gutem Grund: Sie übernimmt das einfache Bedienkonzept der originalen Kamera-App und nutzt darüber hinaus die angebotenen APIs effektiv aus, um seine eigenen Funktionen anzubieten. Besonders deutlich wird das bei Instant-RAW.

Instant-Raw

Ist diese Funktion in den Einstellungen der App unter „Aufnehmen“ aktiviert, nimmt Halide ein komplett bearbeitetes JPG-Bild sowie ein Bild in Apples ProRAW als DNG-Datei auf und ermöglicht so eine unglaubliche Flexibilität. Aufnahmen in RAW enthalten deutlich mehr Informationen und sind so für die Nachbearbeitung deutlich interessanter. Doch das erfordert ein Grundwissen in der Bildbearbeitung.

Halide Vergleich JPG vs. DNG RAW

Halide umgeht diese Wissenslücke aber dadurch, dass man in der App direkt nach der Aufnahme des Bildes die Möglichkeit hat, eine Bildbearbeitung namens „Instant RAW“ durchzuführen. Die App verwendetet dabei das Machine Learning von iOS, die Neural Engine des jeweiligen Chips (ab dem iPhone 8 und dem A11 Bionic) und führt so automatisch eine Bildbearbeitung in 17 Schritten durch – darunter Detailverbesserungen, Kontrast- und Farbanpassungen.

Halide Intant RAW

Hier ergibt sich aber ein Problem: Bilder, aufgenommen in RAW-Format, können normalerweise nicht auf die auf die smarten Kamerafunktionen von Apple namens Smart HDR, Deep Fusion und Night Mode zugreifen. Genau hier setzt ProRAW an, zumal sich das auch auf der Ultraweitwinkelkamera oder der Frontkamera reproduzieren lässt. Grund ist das offene Dateiformat DNG, welches der iPhone.Konzern zusammen mit Adobe entwickelt hat. Und das ist auch der Grund, warum Halide hier überhaupt so gut eingreifen und enorme Verbesserungen der aufgenommenen Bilder erzielen kann. natürlich muss man das Bild nicht via Instant RAW abspeichern.

Neu hinzugekommen: Der Makromodus

Spätestens mit diesem Update zeigt Halide auf, dass die die jeweils exklusiv auf das aktuelle iPhone vorenthaltenen Verbesserungen eher software-bedingt sind, als das sie wirklich neue Hardware voraussetzen. Das wird vor allen in diesem Jahr deutlich, denn Halide hat einen neuen Makromodus herausgebracht. Apple selbst sagt, dass es dafür die neue Ultraweitwinkelkamera im iPhone 13 Pro/ 13 Pro Max braucht, weil die Blende hier bis zu 87% mehr Licht einfängt. Dies ist absoluter Blödsinn, wie die Entwickler aufzeigen – schließlich steht der Makromodus ab einem iPhone 8 oder höher zur Verfügung. Warum das so ist, erkläre ich weiter unten. +

Außerdem verfügt die App über einen dedizierten Button, um in den Makromodus zu wechseln. Dazu stellt man einfach den Autofokus aus und tippt anschließend auf das Tulpen-Symbol. Nun ist man im Makromodus.

Verbesserungen im Detail

Im iPhone 13 Pro und 13 Pro max ist der Makromodus wirklich schlecht, weil er zwei absolute Nachteile aufweist. Einerseits springt die Kamera sichtbar zwischen normalem und Makromodus. Zweitens kann man mit dem Makromodus im iPhone 13 Pro/ 13 Pro Max auf etwa 4-6 cm rangehen, Halide ermöglicht aber eine Nauaufnahme ab etwa 2 cm – in der Welt der Makrofotografie sind das Welten. Dadurch bekommt man viel detaillierte Bilder wie man im Netz unter dem #ShothwithHalide sehen kann.

Neuronal Makro

Halide wäre aber nicht Halide, wenn man nur eine neue Makrofunktion implementieren würde. Makrobilder haben nämlich die Angewohnheit, aus der Bildmitte hin zum Bildrand extrem an Schärfe zu verlieren und wirken dadurch ausgewaschen. Ein Phänomen, mit dem auch Aufstecklinsen zu kämpfen haben.

Dafür hat Halide den Neuronal Makro geschaffen und bedient sich hier wieder einmal der von Apple bereitgestellten Technologien. Diese Funktion nutzt nämlich die Neural Engine, was der Grund ist, warum es erst ab dem iPhone 8 – hier kommt der A11 Bionic mit der Neural Engine der ersten Generation zum Einsatz – funktioniert. Mit dessen Hilfe werden die Bilder hochskaliert, um so schärfere und glattere Ergebnisse „out of the box“zu erzielen:

Das Bild ist mit einem 12 Pro Max aus der Hüfte herausgeschossen, unbearbeitet und es besitzt zudem die volle 4k-Auflösung.

In der Fotos-App lässt sich aber auch die ungeschnittene Version des Bildes nutzen, dazu öffnet Ihr das Bild, tippt auf „Bearbeiten“ und anschließend „Wiederherstellen“.

Einfach und dennoch flexibel

Analog zum Instant RAW bietet Halide auch beim Makromodus mit einfacher Bedienung, der Bildverabeitung im Hintergrund sowie der Flexibilität, jederzeit zur Originalaufnahme zurückzukehren, die ganze Palette an. Vor allem aber zeigt der neue Makromodus nun, wie einfach diese eigentlich komplexe Art der Fotografie sein kann.

Als Abo oder Einmalkauf erhältlich

meine Meinung zu Abos ist hinlänglich bekannt: Da, wo es beständig neuen Content gibt, so wie auf meinem Blog, ist ein Abo gerne gesehen. Bei Apps bin ich jedoch kritisch und lehne das Abo ab. Bei Halide mache ich aber eine Ausnahme und das liegt alleine daran, wie leistungsstark diese App ist und wie konstant Updates eingepflegt werden, mit dessen Hilfe sich die neuen Funktion neuer Hardware von Apple nutzen lässt.

Für das Abo könnt Ihr Euch entweder für eine monatliche oder eine jährliche Zahlweise entscheiden. Pro Monat werden 2,99€ fällig, bei der Jahresgebühr spart Ihr bei 12,49€ 65% ein. Den Einmalkauf kann ich allerdings nicht empfehlen, dieser liegt bei über 49,00€

-> Halide Mark II für iPhone und iPad

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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