Die AGB der iCloud sind illegal – sagt die italienische Kartellbehörde

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Seit geraumer Zeit schauen die nationalen und internationalen Kartellbehörden den Big-Tech-Konzernen deutlich strenger auf die Finger, was allgemein zu begrüßen ist. Die betroffenen Konzerne sehen das naturgemäß etwas anders, so auch Apple. Und der Konzern muss sich einer neuen Baustelle widmen, konkret geht es dabei um die iCloud

Die AGB scheinen nach dem Willen der italienischen Kartellbehörden illegal zu sein

Die italienischen Kartellbehörden haben sich in einer Untersuchung nach einer einer Beschwerde die AGB der iCloud genauer angeschaut und dabei festgestellt, dass diese für Verbraucher nachteilig und unfair sind und darüber hinaus gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen könnten. Der vollständige Bericht lässt sich über die Autorità Garante Della Concorrenza E Del Mercato  vollständig einsehen.

Apple kann die Bedingungen einseitig ändern

Einer der gravierendsten Punkte ist sicherlich der, dass Apple sich das Recht vorbehält, die AGB jederzeit einseitig zu ändern. Weder wird definiert, was eine angemessene Änderung auszeichnet, noch ist Apple verpflichtet, die konkreten Auswirkungen der Änderung auf den Nutzer zu erläutern. Apple versucht sich dadurch abzusichern, dass die Änderung „angemessen“ sein muss, ohne ein konkretes Beispiel zu nennen

Apple schließt Haftung bei Verlust aus

Seit Jahren rät Apple seinen Usern (eher mehr als weniger) offensiv dazu, seine Daten sowie seine Back-ups in der iCloud zu sichern, wobei die Vorteile sicherlich überwiegen. Doch Daten, die in der Cloud gesichert sind, können unter Umständen verschwinden oder durch einen Fehler im Serversystem gelöscht werden. Im Bezug auf die iCloud wird es deshalb interessant, da Apple weder Details zu eingesetzten Sicherheitsmechanismen verrät, noch eine Garantie gegen Datenverlust anbietet. Doch Apple geht noch weiter, denn Backups werden nach längerer Zeit ohne weitere Aktualisierung gelöscht, wie hier von mir berichtet. Diese Vorgehensweise stößt damals wie heute auf absolutes Unverständnis. Dieser Aspekt ist besonders kritisch, da die Werbeaussagen im Marketing von Apple die iCloud als sichere Form zum Speichern von Daten bezeichnen, in den AGB dieser Aussage jedoch widersprechen.

Sonstige Haftungsausschlüsse

Die Regulierungsbehörde stellte fest, dass der Vertrag weitgehend von weitreichenden Haftungsausschlüssen Gebrauch macht, so dass sich das Unternehmen von etwaigen Ausfällen befreien konnte, ohne die Verbraucher zu entschädigen. Abschließend stellt die Regulierungsbehörde fest, dass es die Verbraucher im Unklaren lässt, wo die eigentliche Gerichtsbarkeit liegt.

Apple meldet sich zu Wort und verweist auf Standards in der Branche

Zwischenzeitlich hat sich Apple zu den Ergebnissen der Untersuchung geäußert, dies ist aber als unzufriedenstellend zu bezeichnen. Zunächst verweist man darauf, dass man die AGB der iCloud in insgesamt fünf Jahren lediglich zweimal geändert habe.

Außerdem verweist man darauf, dass es für einen Anbieter schlicht nicht zumutbar, gespeicherte Daten aus kostenfreien Accounts unbefristet vorzuhalten. Es heißt, dass die Haftungsbeschränkungen ausdrücklich angeben, dass sie nur für das gesetzlich zulässige Maximum gelten und daher nicht gegen das Gesetz verstoßen können. Ergänzend dazu führt das Unternehmen an, dass keiner der etablierten Cloud-Dienste risikofrei ist und sich die Bedinungen hier gleichen.

Wie seht Ihr das? Seid Ihr unzufrieden mitb der iCloud? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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