Kommt das iPhone 2023 mit USB-C? Apple wehrt sich dagegen

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Zunächst einmal hoffe, dass Ihr alle zur Wahlurne gegangen und so den demokratischen Prozess mit gestaltet habt. Und dieser politische Aufruf passt auch zu diesem Artikel, denn der iPhone-Konzern sieht sich wieder einmal mit einem Vorhaben der EU konfrontiert. Ab 2023 soll der Hersteller bei seinem iPhone nach einem neuen Gesetzesentwurf auf Lightning verzichten und stattdessen USB-C einsetzen.

Harmonisierung der Anschlüsse schon lange ein Ziel

Ich habe meine Lehre als Kaufmann im Einzelhandel seinerzeit 2020 in der Telekommunikationsabteilung angefangen und kann mich noch gut an das Chaos erinnern: Nahezu alle Hersteller von Handys und Smartphones haben damals ihren eigenen Anschlussstandard für das Netzteil genutzt. Teilweise war es aber auch so, dass ein Hersteller diesen bei bei verschiedenen Generationen seiner Hardware munter ausgetauscht hat. Dementsprechend sind die Versuche, zur Harmonisierung des Anschlusses, also schon über eine Dekade alt.

Nun macht die EU also Nägel mit Köpfen und führt interessanterweise hier das Argument des Umweltschutzes ein. So betont die Gesetzesvorlage nämlich, dass man mit einer Vereinheitlichung des Ladeanschlusses 980 Tonnen Elektromüll sparen will – nachzulesen unter anderem in der Süddeutschen Zeitung. Auf dem 18-seitigen Entwurf ist außerdem die Rede davon, dass Anbieter Handys auch ohne beigelegtes Ladegerät verkaufen müssen, Apple hier hier sozusagen schon Vorreiter.

Nur noch USB-C und USB-A sollen erlaubt sein

Für diese Umstellung bleiben den Anbietern zwei Jahre, auf diese Frist hat man sich als Übergangszeit geeinigt. Das bedeutet für Apple also, dass man sich im iPhone von Lightning verabschieden und stattdessen auf USB-C setzen muss. prinzipiell kennt sich der Konzern diesbezüglich für mobile Geräte aus, seit 2018 setzt der Konzern in immer mehr Baureihen des iPads bereits auf diese Schnittstelle. Bezüglich bei den Anschlüssen ist das etwas verwirrend: Die Geräte selbst sollen nur noch mit USB-C ausgestattet sein, die Netzteile hingegen sollen sowohl mit USB-C also auch USB-A ausgestattet sein. Für Apple würde der Umstieg auf USB-C auch Chancen eröffnen, mit dem Standard ergeben sich mehr Möglichkeiten für den Anschluss von Peripherie wie Speichern oder die Steuerung von externen Monitoren.

Apple schießt gegen das Vorhaben

Wenig überraschend hat sich Apple dazu zu Wort gemeldet und das Vorhaben, wie zu erwarten war, mit klaren und scharfen Worten kritisiert. Man wolle sich nicht qua Gesetz eine Ladebuchse vorschreiben lassen: Man sei „noch immer besorgt“, dass eine derartige Regulierung „Innovation eher behindert als fördert – und damit den Verbrauchern in Europa und auf der ganzen Welt schadet.

Hier muss man aber Vorsicht walten lassen und nicht vorschnell urteilen: Richtig ist, dass Apple als letzter großer Hersteller mit Lightning bei seinem iPhone auf einen eigenen Anschlussstandard setzt. Natürlich kassiert Apple hier Lizenzgebühren, andererseits hat sich daraus resultierend ein enormes Öko-System entwickelt, an dem letztendlich auch eine Menge Arbeitsplätze hängen. Würde man hier zu schnell wechseln, könne das für zusätzlichen Elektroschrott sorgen. Der Hersteller fürchtet zudem, dass eine solche Vorgabe das lukrative Geschäft mit generalüberholten iPhones aus zweiter Hand stören könnte.

Zudem argumentiert der iPhone-Konzern damit, dass die freiwillige Selbstverpflichtung der Hersteller dafür gesorgt, dass sich die Anzahl der Ladeanschlüsse von ehemals über 30 auf nunmehr drei (Lightning, Micro-USB, USB-C) bzw. schlussendlich auf zwei (Lightning und USB-C) reduziert hat. Mit einer Festschreibung auf einen Standard hätte die EU-Kommission wären weder Lightning noch USB-C entwickelt worden.

Was sagt Ihr dazu? Muss Apple im iPhone auf USB-C setzen? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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