macOS Big Sur 11.6: Update wird nicht kleiner und es legt teilweise OneDrive lahm

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Die Strategie von Apple, beim internen Flash-Speicher knallhart zu kalkulieren, ist vollkommen beabsichtigt: Entweder gönnt man sich für einen horrenden Aufpreis einen größeren Speicher, was sowohl beim iPhone/iPad als auch beim Mac die Marge steigert, oder man gönnt sich einen Cloud-Dienst. iCloud ist naheliegend, doch auch OneDrive ist äußerst beliebt. Und im Zuge des letzten Update mit macOS 11.6 scheint es hier einige Probleme zu geben, doch das ist nicht alles.

OneDrive macht Probleme

OneDrive ist deshalb so beliebt, weil der Cloud-Dienst vergleichsweise günstig ist. Entscheidet man sich für Office 365, gibt es automatisch 1 TB OneDrive-Speicher dazu. Außerdem lässt sich OneDrive als Reiter im Finder hinterlegen. Doch das Update auf macOS 11.6 bringt einige Probleme diesbezüglich mit sich. Nach dem Update bleibt vielen Besitzern eines MacBook, Mac mini, iMac oder Mac Pro allerdings der Zugriff auf den Online-Speicher des Windows-Herstellers verwehrt.

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Mac mit Intel- oder M1-Chip handelt: Wer über zwei User-Accounts bei OneDrive bzw. Office verfügt, kann sich in das zweite Konto nicht mehr einloggen. Entsprechende Berichte finden sich in großer Zahl sowohl in den Support-Foren des Windows-Konzerns als beispielsweise auch bei MacRumors. Gemeinsam haben die meisten der Meldungen, dass der Versuch einer weiteren Anmeldung scheitert, wenn bereits eine Verbindung mit dem Speicher eines anderen Accounts besteht. vereinzelt ist aber auch gar kein Login mehr möglich.

Apple und Microsoft können das Problem nicht identifizieren

Im Kontext, dass immer mehr Macs in Unternehmen eingesetzt und mit Office 365 mitsamt OneDrive eingesetzt werden, ist es besonders prekär, dass beide Unternehmen den Grund für diesen Fehler nicht identifizieren können.  Workarounds existieren nicht. Sämtliche Versuche von Microsoft-Kunden, den Fehler mit telefonischer Unterstützung durch Support-Mitarbeiter des Windows-Konzerns zu beheben, scheiterten bislang. Laut den Support-Foren von Microsoft arbeiten Microsoft und Apple mit Hochdruck daran, den Fehler zu identifizieren und eine Lösung mittels Softwareupdate bereitzustellen. Wann dieses Update erscheint, ist derzeit allerdings unklar.

Apple bricht Versprechen: Updates werden nicht kleiner

Ergänzend zu diesen Fehler mit dem Update auf macOS 11.6 gibt es noch etwas Grundsätzliches: Bei der Vorstellung von macOS Big Sur auf der WWDC20 versprach Apple, zukünftige Updates von macOS kleiner zu gestalten. Dafür änderte man im Unterbau von macOS sogar extra den Update-Mechanismus. Updates sollten so kleiner werden und den Prozess insgesamt beschleunigen.

Doch macOS 11.6 wies eine Größe von bis zu 3,5 GB auf und war alles andere als klein – Apple konnte sein Versprechen also nicht einlösen. Dies dokumentiert Howard Oakley:  Der bekannte Entwickler verglich die Summe sämtlicher Updates der jüngsten drei Versionen von Apples Betriebssystem. Dabei legte er jeweils den Zeitraum vom Erscheinen bis zur Freigabe des Nachfolgers zugrunde. Das Ergebnis veröffentlichte er jetzt unter dem Titel Biggest Sur by far auf dem von ihm betriebenen Blog The Eclectic Light Company.

The Ecletctic Company

Alle Updates für macOS Big Sur weisen auf einem Mac mit M1 eine Gesamtgröße von 50 GB auf, auf einem Intel-mac sind es immerhin 37 GB. Es lässt sich also festhalten, dass die Updates größer statt kleiner geworden sind – Apple bricht also sein Versprechen. Nur mal zum Vergleich: Für macOS Catalina kamen alle Updates auf eine Gesamtgröße auf 27 GB, für macOS Mojave waren diese mit 21,5 GB nochmals kleiner.

Oakley wirft Apple vor, dass die „Nutzlast“, also das, was das Betriebssystem effektiv verbessert, bei rund 26% liegt. Die anderen 76% sind ihm zufolge reine Junk-Dateien, welche das Update unnötig aufblähen. Mit 28% „Nutzlast“ sieht es auf einem Intel-Mac nur wenig besser aus. Anstatt jedes Jahr ständig neue Funktionen einzupflegen, sollte Apple daran arbeiten, macOS unter der Haube deutlich zu entschlacken.

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Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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