Apple wiederholt sich: Leaker sollen ihre Quellen verraten und das Leaken unterlassen

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Die Geheimhaltung neuer Produktre ist für jedes Unternehmen wichtig, doch für Apple gerade essenziell. In den vergangenen Jahren klappte dies aber so semi. Neben Kuo konnte sich im vergangenen Jahr unter anderem Prosser profilieren. Teils Wochen vorher konnte er genaue Details sowie Renderings neuer Produkte publizieren – was in Cupertino auf wenig Gegenliebe stieß. Vor wenigen Wochen äußerte sich Apple dazu schon einmal und untermauerte nun seinen Vorstoß.

Leaks sollen weiterhin unterbunden werden – Schwarzmarkt für Prototypen wird ins Visier genommen

Der Erfolg von Apple ist auch darin begründet, dass man in Cupertino die hardware designed und dann extrem kostengünstig in Asien fertigen lässt. Die Geräte sind allerdings immer komplizierter und dementsprechend sind mehr Fertiger in den Prozess eingebunden – das bedeutet auch mehr Lücken. Dies wird besonders dann kritisch, wenn Apple sogenannte Prototypen anfertigen lässt und genau dafür hat sich ein echter Schwarzmarkt entwickelt.

Daran beteiligen sich unter anderem Mitarbeiter von Foxconn oder sogar Angestellte von Apples chinesischer Niederlassung, was für immense Konflikte sorgt. Die Prototypen lassen sich auf dem Schwarzmarkt recht eindeutig den Fabriken aus Longhua oder Shenzen zuordnen.

Apple fordert Unterlassung und schaltet eine Anwaltskanzlei ein

Vor wenigen Wochen gab es diesbezüglich schon einmal eine Meldung, die angesichts der Schärfe verwunderte. So beauftrage Apple eine Anwaltskanzlei, um mit sogenannten Unterlassungsklagen dagegen vorzugehen – rechtlich ein durchaus fragwürdiges Mittel, da es die Informationsfreiheit einschränkt. Nun verschickt das Unternehmen über eine chinesische Anwaltskanzlei namens Fangda Partners einen erneuten Brief mit einer Unterlassungsklage an einen chinesischen Bürger. Dieser hatte zuvor in den sozialen Medien Weibu und Co. gestohlene Prototypen beworben – dies belegt ein Bericht von Vice

In diesem Schreiben wird er nun aufgefordert, Derartiges in Zukunft zu unterlassen. Die gesetzte Frist im Schreiben, datiert vom 18. Juni 2021, beträgt 14 Tage, in dessen er eine Unterlassungserklärung abzugeben habe. Der Leaker soll sich verpflichten, künftig keine gestohlenen Vorseriengeräte mehr anzukaufen, zu bewerben und zu veräußern.

Leaker soll seine Quellen verraten

Das ist aber noch nicht alles. Apple verlangt überdies die Nennung aller Quellen, über die der Leaker seine Informationen und Prototypen bezogen hat.  Der iPhone-Konzern will also nicht nur entsprechende Veröffentlichungen unterbinden, sondern auch gegen den offenbar nach wie vor florierenden Schwarzmarkt mit Prototypen vorgehen. Sollte der Leaker Apples Forderung nicht nachkommen, droht ihm laut dem anwaltlichen Schreiben eine Anzeige und möglicherweise eine empfindliche Strafe. 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte Apple in den vergangenen Wochen mehrere dieser „Cease and Desist Letter“ verschickt haben. Eine interessante Randnotiz an dieser Stelle, da der zeitliche Rahmen auffällig ist: Der bekannte Leaker „Mr White“ hat seinen twitter-Account bereits am 11. Juni 2021 geschlossen.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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