FTC beschließt einstimmig das „Recht auf Reparatur“

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Apple muss derzeit an einigen Fronten um seine Geschäftsmodelle kämpfen: Neben seinem iOS App Store betrifft das auch das Service-geschäft mit Reparaturen. Grundsätzlich lässt sich ein iPhone nahezu vollständig reparieren, man benötigt aber entsprechendes Wissen sowie Spezialwerkzeuge. Daher ist die Aussage, dass sich ein iPhone nicht reparieren lässt, inhaltlich nicht ganz korrekt. Dennoch sollen Reparaturen deutlich einfacher möglich sein und auf dem Heimatmarkt hat das „Right to repair“ eine zentrale Hürde genommen

„Recht auf Reparatur“ von der FTC beschlossen

Wie die FTC heute auf ihrer Webseite mitteilte, habe man einstimmig beschlossen, dass es in nächster Zukunft ein Recht auf Reparatur geben muss. In einer Untersuchung kam man zu dem Schluss, dass Hersteller Praktiken etabliert haben, die eine Reparatur erheblich beschweren bzw. bisweilen unmöglich machen. Dazu zählen der Einsatz von Klebstoff, die Verwendung von Torx-Schrauben usw. Dem will man entgegenstauern und die FTC lässt sich dazu wie folgt zitieren:

„Die Federal Trade Commission hat heute einstimmig dafür gestimmt, die Strafverfolgung gegen Reparaturbeschränkungen zu verstärken, die kleine Unternehmen, Arbeitnehmer, Verbraucher und sogar Regierungsstellen daran hindern, ihre eigenen Produkte zu reparieren. Die heute angenommene Grundsatzerklärung zielt auf die Praktiken der Hersteller ab, die es Käufern extrem schwer machen, ihre Produkte zu reparieren oder bei anderen Dienstleistern einzukaufen, dies für sie zu tun. Durch die Durchsetzung von Beschränkungen, die gegen Kartell- oder Verbraucherschutzgesetze verstoßen, unternimmt die Kommission wichtige Schritte, um das Recht auf Reparatur wiederherzustellen.“

FTC

Umsetzung von Bidens Direktive

Damit folgt die FTC einem präsidialen Beschluss von Biden, denn dieser erst kürzlich unterzeintet und somit auf den Weg gebracht hatte. Dabei handelt es sich keinesfalls um ein stumpfes Schwert, denn mit dieser Ankündigung wird gleichzeitig die Strafverfolgung gegen Unternehmen erleichtert, die sich dem wiedersetzen. Und damit kommen wir direkt zu Apple.

Der iPhone-Konzern hat sich klar und deutlich dagegen positioniert und erklärt, dass unsachgemäße Reoparaturen das Gerät beschädigen und somit unbrauchbar machen könnten. Außerdem argumentierte Apple damit, dass man bei einer unsachgemäßen Reparatur nicht mehr für die Sicherheit der Daten sowie die einwandfreie Funktionsausübung von Touch ID und Co. garantieren könne. Wie es scheint, ist Apple mit seiner Argumentation nicht durchgedrungen und es wird spannen zu sehen sein, wie Apple diese Auflagen umsetzen wird. Last but not least dürfte sich das auch auf die Preisgestaltung auswirkungen und die Preise eher nach oben treiben.

Wie steht Ihr dazu? Soll es ein Recht auf Reparierbarkeit auch in Deutschland geben? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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