Apple wird in Europa höhere Steuern zahlen – gilt wohl auch für andere Großkonzerne

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Steuern sind so eine Sache: Sie sind notwendig, weil Schulen, Krankenhäuser, öffentliche Infrastruktur, Sicherheit, Bildung usw. davon bezahlt werde – dennoch ist das Zahlen von Steuern in etwa so sexy wie ein Termin beim Zahnarzt für die anstehende Wurzelbehandlung. Aber was muss, das muss. Es sei denn, man ist ein Großkonzern wie Apple und kann sich schicke Steuersparmodelle überlegen oder bekommt von einzelnen Ländern spezielle Konditionen angeboten. Hier kommt dann Irland und somit die EU ins Spiel.

Apple hat Sonderdeal ausgehandelt

Das sich Apple für sein europäisches Headquarter für Irland entschieden hat, war kein Zufall oder dem schönen Land geschuldet. Vielmehr sicherte die damalige irishce Regierung, wie auch Amazon und Co, eine individuelle Absprache in Sachen Unternehmenssteuer zu – der Konzern zahlt hier lediglich 12,5%. Dies liegt deutlich unter dem europäischen Mittel von 15%. Im Laufe der letzten Jahre geriet dies aber extrem in die Kritik, zuletzt versuchte die Europäische Kommission, hier Apple zu verklagen. Das Verfahren scheiterte in den ersten Instanzen, die Behörde von Margrethe Vestager hat allerdings Einspruch eingelegt.

Apple scheint einzuknicken

Sowohl Irland als auch Apple wähnten sich im Recht, während die anderen europäischen Staaten weiterhin das verbuchen der im gesamten EU-Raum erzielten Gewinne in Irland hart kritisieren. Deshalb gab es vor wenigen Wochen eine Einigung, hier im gesamten Raum der Europäischen Union einen Steuersatz von 15% geltend zu machen.

Die New York Times greift das Thema auf und führt im entsprechenden Artikel an, dass sowohl Apple als auch die anderen Schwergewichte, die ihre Gewinne in Irland verbuchen, seit diesem beschluss auffällig ruhig geblieben sind:

„Irland läuft Gefahr, es so aussehen zu lassen, als wolle es anderen Ländern ihren fairen Anteil an den Steuereinnahmen berauben – und die Regierung in Dublin hat sich in ihren Erklärungen zu diesem Thema widerwillig geäußert. Das Finanzministerium lehnte Interviewanfragen ab und beantwortete keine schriftlichen Fragen. In ähnlicher Weise schwiegen auffällig multinationale Unternehmen, die von der Niedrigsteuerregelung profitiert haben und lehnten Anträge auf Erörterung des Themas ab.

Auzug aus der New York Times

Die Autoren sowie mit der Materie vertrauten Petsonen gehen nun davon aus, dass sie der Erhöhung des Firmensteuersatz auf 15% widerstrebend und zähneknirschend zustimmen werden – Ihnen bleibt allerdings auch kaum etwas anderes über. Mit knapp 450 Mio. potenzieller Kunden ist der Wirtschaftsraum nicht besonders groß, doch die Kaufkraft ist entscheidend. Und gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist die EU nach wie vor immer noch der größte gemeinsame Wirtschaftsraum der Welt. Dementsprechend wird hier ein nicht unerheblicher Anteil am jährlichen Gewinn erwirtschaft und kein Konzern der Wlet, auch Apple, kann es sich nicht leisten, den Zugang dazu zu verlieren.

Wie seht Ihr das? Sollten die Regierungen gegen Apple, Amazon, IKEA und Co noch härter/konsequenter gegen solche Steuersparmodelle vorgehen? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

A731554B-C035-477E-B465-3D858E1AE352_1_201_a

Kaffeekasse

Spendiere mir einen Kaffee und unterstütze damit meinen Blog und mich bei der Arbeit

3,00 €

Kommentar verfassen

Betrieben von WordPress | Theme: Baskerville 2 von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: