Heftige Kritik an Audacity: Aktualisierte Lizenzbedingungen lassen Nutzer Sturm laufen

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Seit Langem überlege ich, einen Podcast zu machen, ich bin aber, was das Bearbeiten von Tonspuren angeht, maximal talentfrei. Selbst mit der App Audacity komme ich nicht wirklich zurecht, dabei hat die sich seit der Erstveröffentlichung im Jahr 2000 als eine der Bearbeitungsprogramme zum Bearbeiten von Audiospuren erwiesen. Das lag auch daran, dass Audacity als Open Source-Projekt angelegt war. Doch Anfang des Jahres übernahm die Muse Group die Software und zunächst schien alles in Ordnung. Doch die vor kurzem geänderten AGB sind bedenklich und lassen die Nutzer Sturm laufen.

Aktualisierte Datenschutzerklärung

Vor rund einem Monat, am 02. Juni, wurde die Datenschutzzerklärung aktualisiert und die hat es in sich: Die neuen Eigentümer gliedern die beiden wichtigsten Arten von Daten auf, die sie sammeln – einschließlich Daten für Analysen und die Strafverfolgung. Die Analysen sind auf spezifischere Informationen beschränkt, einschließlich Betriebssystemversion, CPU, Benutzerland (basierend auf IP) und Fehlercodes. Das mag irgendwo noch verständlich sein, doch das Problem sind die wirklich schwammigen Formulierungen, insbesondere im Abschnitt zur rechtlichen Durchsetzung.

Auszug aus der Datenschutzerklärung von Audacity

Die neuen Datenschutzbestimmungen listen die von ihnen gesammelten personenbezogenen Daten ohne Einschränkungen als „Daten auf, die für Strafverfolgungsbehörden, Rechtsstreitigkeiten und Anfragen von Behörden erforderlich sind (falls vorhanden). Das ist eine bedeutende Änderung von Audacity nach über 20 Jahren Entwicklung. Weiter räumt man sich das Recht ein, Daten auch mit verschiedenen „Dritten“, „Beratern“ und „potenziellen Käufern“ zu teilen. Zudem weist man darauf hin, dass die Software nicht für Nutzer unter 13 Jahren gedacht sei – und bittet Personen unterhalb dieser Altersschwelle, Audacity nicht zu nutzen. Das stellt einen ptenziellen Verstoß gegen die freie General-Public-Lizenz (GPL) dar, unter der das Programm veröffentlicht wird.

Nutzer entrüstet

Verständlicherweise ist ein Groß der Nutzer mit den neuen Datenschutzbestimmungen überhaupt nicht einverstanden und läuft seitdem dagegen Sturm. Alleine auf reddit häufen sich die negativen Kritiken und Anmerkungen, der Thread hat über 2900 Einträge. Was man dagegen tun kann? Nun, Audacity ist derzeit immer noch Open Source und man kann eine ältere Version herunterladen. Wer Audacity auf dem Mac aber dennoch nicht verwenden möchte, kann sich auch mit GarageBand behelfen, hier bedarf es aber einer gewissen Einarbeitungsphase.

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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