„Retail Flex“ – Apple testet Hybrid-Modell für Store-Mitarbeiter

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Beitrag auf meinem Blog,

Seien wir ehrlich: Ich mag die Produkte von Apple und arbeite gerne mit Ihnen. Und im vergangenen Jahr konnte sich Apple auch einige Credits sichern, indem man als mit Blick auf die weltweite Corona-Pandemie schnell und entschlossen reagierte. Als eines der wenigen Unternehmen setzte der Konzern konsequent auf Home Office und schloss zwischenzeitlich sogar alle Läden weltweit – und gestand den Mitarbeitern weiterhin das volle Gehalt zu. Speziell in Amerika nicht üblich. Doch in den vergangenen Wochen verspielt Apple diesen Kredit wieder durch fragwürdige Entscheidungen, die das Personal betreffen. Nun wurde bekannt, dass Apple hier versucht, die Kuh etwas vom Eis zu bekommen. Doch der Reihe nach.

Apple besteht auf die Rückkehr in die Firmengebäude

Diese Regelung betrifft vor allem die Mitarbeiter, die am neun gebauten Apple Park untergebracht sind. Als Tim Cook vor etwa einem Monat seine Mitarbeiter zum neuen Arbeitsmodell informierte, hielt sich die Begeisterung bei den „Remote Work Advocates“ in Grenzen: Cook vor etwa einem Monat seine Mitarbeiter zum neuen Arbeitsmodell informierte, hielt sich die Begeisterung bei den „Remote Work Advocates“ in Grenzen: mittwochs und freitags kann im Home Office gearbeitet werden, für Montag, Dienstag und Donnerstag herrscht aber Anwesenheitspflicht im Büro. Ich kann Apple hier verstehen, der Apple Park war nicht günstig und der Konzern möchte diesen genutzt wissen. Außerdem gibt es in der täglichen Arbeit Aspekte, die der höchsten Geheimhaltungsstufe unterliegen und nur innerhalb der Firmenwände entwickelt und besprochen werden können. Cook erklärte, die Energie und Kreativität persönlicher Treffen zu vermissen. Befürworter der Heimarbeit reagierten umgehend und schlugen flexiblere Lösungen vor.

Dagegen regte sich heftiger Widerstand und die Mitarbeiter von Apple begannen, sich zu organisieren und eine Unterschriftenaktion einzuführen. Doch das Unternehmen blieb hart, ging aber auf die Beschwerden in Form eines Videos durch Deirdre O´Brien, Senior Vice President für Retail and People, ein. Dieses Video konnten die amerikanischen Kollegen von The Verge eingesehen werden. Die Personalchefin betonte, wie wichtig und welch hohen Stellenwert die persönliche Zusammenarbeit für Apple habe. Sie sei für die Kultur und Zukunft des Konzerns von wesentlicher Bedeutung, so O’Brien. Die Produkte des letzten Jahres beruhten wesentlich auf der gemeinsamen Arbeit vor Ort. Die Aussagen machen klar, dass das Unternehmen nicht von seinen Plänen abweicht.

Bei Home Office schauen Mitarbeiter im Verkauf in die Röhre

Ich bin ein großer Verfechter des Home Office und denke, dies wird das Modell der Zukunft sein. Firmen, die weiter starr auf eine Anwesenheitspflicht bestehen, werden große Schwierigkeiten bekommen, zukünftig qualifiziertes Personal zu bekommen. Doch im Einzelhandel ist ein Home Office natürlich nicht so ohne Weiteres möglich und das schließt den Bogen. Apple hat die Bedeutung erkannt und schaut, inwieweit die Mitarbeiter vor Ort im Store ebenfalls davon profitieren können. Dazu probiert man dem Programm Retail Flex (via Bloomberg) gerade ein neues Modellprojekt für den Apple Store aus.

Retail-Mitarbeiter im Home Office

Natürlich lässt sich die persönliche Beratung vor Ort (ob man das bei Apple so nennen kann ist eine andere Diskussion) nicht aus dem Home Office erledigen, diesbezüglich bedarf es keiner Situation. Etwas anders schaut es bei Aufgaben aus, die keinen direkten Kundenkontakt erfordern. Das wäre einersiets technische Unterstützung oder aber die Abwicklung von Online-Aufträgen. Die Anzahl der Personen in einem Apple Store reduziert sich dadurch, wenngleich Besucher nicht unbedingt etwas davon mitbekommen müssen. Aber mittelfristig wäre auch eine Kaufberatung via Videokonferenz denkbar – die Ceconomy mit ihren beiden Ketten Saturn und Mediamarkt hat hier ebenfalls erste Feldversuche gestartet und sogar entsprechende Stellen (nicht öffentlich zugänglich) ausgeschrieben.

Bei bestimmten Releases ist die volle Mannschaftsstärke gefragt

Apple wird dem Vernehmen nach das Modellprojekt für die nächsten sechs Monate austesten und danach in Ruhe die Ergebnisse und Umfragen auswerten. Es ist aber mit absoluter Sicherheit davon auszugehen, dass bei bestimmten Ereignissen und Releases die Store-Besetzung in voller Mannschaftsstärke antreten muss: Etwa wenn das neue iPhone in den Verkauf geht, Black Friday oder das Weihnachtsgeschäft ansteht.

Was ist denn Eure Meinung dazu? Ist das Festhalten am Verkaufspersonal in den Geschäften des Einzelhandels noch zeitgemäß? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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