„Datenschutz und Privatsphäre sind keine Argumente für wettbewerbswidriges Verhalten“ – sagt Margrethe Vestager

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vor wenigen Wochen hat die EU-Wettbewerbskommission offiziell ein kartellrechtliches Verfahren gegen Apple eingeleitet. Nachdem sich daraufhin Tim Cook zu Wort gemeldet hatte, holt die Kommission in Person von Margrethe Vestager zum verbalen Gegenschlag aus und zieht klare Grenzen

Sicherheit und Privatsphäre keine Rechtfertigung für wettbewerbswidriges Verhalten

Apple wurde von der EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, gewarnt, Datenschutz- und Sicherheitsbedenken nicht als Schutzschild für wettbewerbswidriges Verhalten zu verwenden. In einem Interview mit Reuters erklärte Vestager, dass sie sie Apples Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit teilt. Dies darf aber keinesfalls den Wettbewerb aushebeln, dieser sei genauso wichtig und muss gewahrt bleiben. Konkret ging Vestager dabei auf das sogenannte Sideloading ein, mit dessen Hilfe Kunden theoretisch Apps abseits des iOS App Store installieren könnten:

 Wir denken, dass Privatsphäre und Sicherheit für alle von größter Bedeutung sind. Das Wichtigste hier ist natürlich, dass es kein Schutzschild gegen den Wettbewerb ist, da ich denke, dass Kunden weder auf Sicherheit noch Privatsphäre verzichten werden, wenn sie einen anderen App-Store verwenden oder wenn sie Side-Loading nutzen“, 

Margrethe Vestager via Reuters

Der Kommentar bezog sich explizit auf eine Aussage von Tim Cook, bei der er den Digital Markets Act genau dahin gehend kritisierte. Dieser könnte dafür sorgen, dass Apple genau jenes Side-Loading erlauben müsste. Apple argumentiert, dass bei einem Side-Loading essenzielle Funktionen zum Thema Datenschutz und Privatsphäre wie das Anti-Tracking-Transparency so nicht mehr funktionieren können.

Ungewisser Ausgang

Vestager zeigt sich hier keinesfalls als Hardliner, ganz im Gegenteil. Sie lobte die jüngst eingeführten Datenschutzoptionen ausdrücklich. Wortwörtlich erklärte sie:

„Wie ich bereits sagte, denke ich eigentlich mehrmals, dass es eine gute Sache ist, wenn Anbieter uns den Service geben, dass wir unsere Präferenzen leicht festlegen können, wenn wir außerhalb der Nutzung einer App verfolgt werden wollen oder nicht, solange es für alle die gleiche Bedingung ist. Bisher haben wir keinen Grund zu der Annahme, dass dies bei Apple nicht der Fall ist

Margrethe Vestager

Aktuell hat die Europäische Union noch nicht entschieden, wann und in welcher schlussendlichen Form der „Digital Markets Act“ in Kraft wird. Allerdings sind die Aussagen von Ihr ein klarer Hinweis in Richtung Cupertino.

Was sagt Ihr dazu? Würdet Ihr für mehr Sicherheit und Privatsphäre weiterhin auf einen freien App Store verzichten? Schreibt mir Euer Feedback in die nachfolgenden Kommentare

Macht´s gut und bis zum nächsten Mal hier auf dem appletechnikblog, Euer Patrick a.k.a. Meister des Apfels

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